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Heinrich Dräger

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Heinrich Dräger (* 2. Juli 1898 in Lübeck; † 1986) war ein deutscher Fabrikant, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Von 1928 bis 1986 engagierte er sich unternehmerisch an der Spitze des Drägerwerks Heinrich & Bernhard Dräger in Lübeck.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Seine Eltern waren der Fabrikant Dr. h. c. Bernhard Dräger und Elfriede Stange. Heinrich Dräger heiratete 1947 Lisa Jansen. Aus dieser Ehe stammen vier Kinder.

Seiner sozialen Verantwortung verlieh Dräger durch besonderes Interesse an den wichtigsten Zeitproblemen Ausdruck, wie z. B. der Beschäftigungspolitik, der Vermögenspolitik, der Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts und insbesondere der Entwicklungs- und Bevölkerungspolitik.

Der promovierte Heinrich Dräger wirkte auch als Mäzen. Er trug zur Erhaltung von Natur- und Kulturdenkmälern bei. Er förderte die Ausgrabungen der Lübecker Altstadt und andere archäologische Forschungen, Wiederaufbau- und Restaurierungsmaßnahmen in Lübeck, die Anlage eines Dräger-Freizeitparks und eines Wanderweges an der Wakenitz. Er gründete die Dr. Bernhard-Dräger-Stiftung zur Förderung der Volks- und Jugendbildung und die Elfriede-Dräger-Gedächtnisstiftung zur Bewahrung von Kulturgütern. Durch eine weitere Stiftung im Jahre 1975 konnte die Stadt Lübeck das Museum Drägerhaus als Erweiterungsgebäude des Museums Behnhaus einrichten. 1982 ernannte ihn die Lübecker Bürgerschaft zum Ehrenbürger. [1]

Auszeichnungen

Schriften

  • Die Instleute oder Insten in Schleswig-Holstein. Ihre Geschichte, ihre Bedeutung für den Großbetrieb und ihre Entlohnung. Dissertation LaH Berlin. Langensalza, 1927, 105 S.
  • Arbeitsbeschaffung durch produktive Kreditschöpfung. Lübeck: Drägerwerk, 1932, 31 S.
  • Arbeitsbeschaffung durch produktive Kreditschöpfung. 4. Auflage, 19. - 20. Tsd.. Neudruck mit Stellungnahmen von Heinrich Brüning [u.a.] und mit einem Geleitwort von Ernst Wagemann. In Zusammenarbeit mit der Studiengesellschaft für Geld- u. Kreditwirtschaft hrsg.. Düsseldorf: Econ-Verlag, 1956, 180 S.
  • Die Illusion unserer Produktivität. Ein Diskussionsbuch mit statistischen Unterlagen und Sachverständigengutachten über die Zusammenhänge zwischen Produktivität, Lohn, Sozial-Rente und Preis. Hrsg. in Verbindung mit der Studiengesellschaft für Geld- und Kreditwirtschaft. Düsseldorf; Wien: Econ-Verlag. 1961, 676 S.
  • Zu wenig Arbeit für zu viele Menschen. Lösungsmöglichkeiten zum Beschäftigungsproblem. Stuttgart: Bonn Aktuell, 1984, 125 S., ISBN 3-87959-220-9 (Zukunft; Band 7)

Literatur

  • Bernhard Lorentz: Industrieelite und Wirtschaftspolitik 1928 - 1950. Heinrich Dräger und das Drägerwerk. Schöningh, Paderborn 2001, ISBN 3-506-75255-3 (Zugl.: Dissertation Humboldt-Universität Berlin 1998/99)
  • Heinrich Dräger in: Matthes, Olaf und Metzger, Bardo (Hg.): Bergedorfer Personenlexikon. Hamburg, 2003, S.56f. ISBN 3-935987-03-X

Weblinks

Quellen

  1. Bekannte Persönlichkeiten und Ehrenbürger der Hansestadt Lübeck: Dr. Heinrich Dräger, 1899 - 1986
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