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Heimbach (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Heimbach
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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Koordinaten: Koordinaten: 50° 38′ N, 6° 29′ O50° 38′ N, 6° 29′ O
Höhe: 227 m ü. NN
Fläche: 64,8 km²
Einwohner: 4617 (30. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52396
Vorwahlen: 02446, 02425
Kfz-Kennzeichen: DN
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 012
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hengebachstr. 14
52396 Heimbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bert Züll (CDU)
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Heimbach ist eine Stadt im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, in der Rureifel im Nationalpark Eifel. Sie ist die kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen. Nur Dahlem hat noch weniger Einwohner in NRW.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Heimbach liegt im Tal der Rur an der Rurtalsperre Schwammenauel und am Stausee Heimbach. Die Stadt in der Eifel hat sehr viel Fremdenverkehr aus dem Raum Aachen, Köln, Bonn und aus den Niederlanden. Heimbach ist staatlich anerkannter Luftkurort.

Nachbargemeinden

im Kreis Düren

im Kreis Aachen

im Kreis Euskirchen

Stadtgliederung

Heimbach besteht aus den Stadtteilen

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet Heimbach im Jahr 673 in Schenkungsurkunden des fränkischen Königs Theoderich I., Vlatten und Hergarten werden im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt. Im 10. Jahrhundert wurde der Königshof Vlatten auf die Burg Hengebach verlegt.

Lothar II. erwarb 864 das Dorf Hergarten vom Kloster Prüm. 1288 wurde die Heimbach Mittelpunkt eines Jülicher Amtes und die Burg Hengebach zum Sitz eines Jülicher Burggrafen. Um 1300 erhielt Heimbach nach einer Befestigung der Siedlung einen stadtähnlichen Charakter.

Seit 1602 werden in Heimbach Jahrmärkte abgehalten, der Markt zum Fest Mariä Heimsuchung findet anlässlich der Wallfahrtsoktav heute noch statt.

1614 wechselte Heimbach mit Beendigung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits an Wolfgang Wilhelm Pfalz Neuburg, ab 1815 gehörte es zu Preußen.

1903 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz.

1904 wurde die Urfttalsperre fertiggestellt, wodurch der Fremdenverkehr im Ort kräftig anwuchs.

Am 8. April 1959 wurden Heimbach die Stadtrechte wiederverliehen aufgrund seiner historischen Vergangenheit und als Würdigung Heimbachs als ein Zentrum des Fremdenverkehrs.

Religionen

Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche HeimbachAltbau St. Clemens (r.) und Neubau Salvatorkirche mit Pieta und Antwerpener Retabel (l.)
Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Heimbach
Altbau St. Clemens (r.) und Neubau Salvatorkirche mit Pieta und Antwerpener Retabel (l.)
„Schmerzhafte Mutter von Heimbach“ im Antwerpener Retabel
„Schmerzhafte Mutter von Heimbach“ im Antwerpener Retabel

Heimbach ist ein bekannter Wallfahrtsort. Seit 1804 Jahren pilgern Gläubige zur „Schmerzhaften Mutter von Heimbach“, einer in der Pfarrkirche von Heimbach aufgestellten Pieta. Im Zuge der Säkularisation wurde die Pieta aus dem 15. Jahrhundert zusammen mit einem Antwerpener Retabel aus dem 16. Jahrhundert am 22. Juni 1804 aus dem Trappistenkloster Mariawald in die Heimbacher Pfarrkirche St. Clemens übertragen. Heute sind Pieta und Retabel in der am 24. Mai 1981 geweihten Heimbacher Salvatorkirche zu sehen. Die katholischen Pfarreien in Heimbach gehören zum Bistum Aachen. Die Christen der "Evangelischen Kirche im Rheinland" in Heimbach bilden eine Filialgemeinde der "evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde im Schleidener Tal" Schleiden.

Neugliederung

Die Stadt Heimbach kam am 1. Januar 1972 vom Kreis Schleiden zum Kreis Düren und wurde mit der Stadt Nideggen zusammengefasst. Am 4. August 1972 entschied das Oberverwaltungsgericht, dass Heimbach wieder eine eigenständige Kommune wird.

Politik

Gemeinderat

Die 20 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Wappen

Das Wappen zeigt in schwarz einen silbernen Zinnenturm mit rotem Dach, roten Pechnasen und offenem Fallgatter, sein Sockel überdeckt mit einem gelehnten goldenen Schildchen, darin ein rot bewehrter und rot gezungter schwarzer Löwe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bild:Heimbach Burg.jpg
Die Burg Hengebach in Heimbach

Infozentren

In der Naturerlebnisausstellung im „Haus des Gastes“ geht es um die Wechselwirkungen zwischen Natur und ihrer Nutzung rund um Heimbach. Unter anderem wird das Schaf als wichtiges Nutztier vorgestellt: Eifelbauern waren arme Bauern. Für Getreide und Rinder war der Boden zu karg, der Kunstdünger noch nicht erfunden. Wo die Milchkuh kümmerte, fraß das Eifelschaf zufrieden. Schafe waren in der Eifel einmal ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Vom einstigen Wohlstand der Wollweber und Tuchhändler zeugen noch heute deren prachtvolle Häuser in Monschau. Im 18. Jahrhundert wurden Schafherden aus der Eifel sogar auf die Märkte von Paris getrieben. Große Schafherden bedeuteten Wolle, Tuch und Filz. Allein in Heimbach gab es vier Schäfereien. Hier arbeitete eine Wollspinnerei und eine Walkmühle, lebten Färber und Weber. Das ist lange her - die gute alte Zeit, die oft gar nicht so gut war. Die Eifel ist keine rückständige Region mehr... Aber die Schafe kehren zurück: als „grasende Naturschützer“ erhalten sie die traditionelle Kulturlandschaft, die grünen Täler der Eifel mit Orchideen, Hummeln und bunten Schmetterlingen. Auf den Streuobstwiesen am Haus des Gastes in Heimbach können Sie ganzjährig die Schäferei wie in längst vergangener Zeit und das Leben der ältesten europäischen Haustierrasse kennen lernen.

Die Dauerausstellung der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen unter dem Titel "Audienz beim König der Nacht" vermittelt dem Besucher die wichtigsten Informationen über den Uhu und seinen Lebensraum, Ausrottung und Wiederansiedlung, Gefährdungsursachen und Schutz.

In der ehemaligen Hauptschule befindet sich das Wasser-Info-Zentrum Eifel. Hier erfährt man alles über Wasser. Es dient auch der Verbraucherberatung und ist Tagungsstätte.

Museum

Im Kraftwerk Heimbach befindet sich das RWE-Industriemuseum mit elektrischen Alltagsgeräten.

Musik

Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind die seit 1998 im Kraftwerk stattfindenden Konzerte "Spannungen" mit dem künstlerischen Leiter und Pianisten Lars Vogt.

Bauwerke

In Heimbach befindet sich die Abtei Mariawald, das einzige Trappistenkloster in Deutschland.

Heimbach gehört mit seiner eigenen kleinen Evangelischen Kirche zur Ev. Kirchengemeinde Gemünd

Unterhalb der Urfttalsperre befindet sich das Kraftwerk Heimbach, ein 1904 im Jugendstil errichtetes Elektrizitätswerk zur Erzeugung von elektrischer Energie.

Überragt wird die Stadt Heimbach von der Burg Hengebach, die 1106 erstmals erwähnt wurde.

Verkehr

Bahnhof Heimbach, Endpunkt der Rurtalbahn
Bahnhof Heimbach, Endpunkt der Rurtalbahn
  • Heimbach ist Endbahnhof der Rurtalbahn von Linnich über Düren in die Eifel. Der Bahnhof hat neben der Funktion, eine gute Anbindung im Nahverkehr zwischen Linnich, Düren und Heimbach zu bieten auch eine touristische Funktion als Nationalparktor und Infozentrum für Wanderer und Touristen.
  • "Mäxchen" heißt ein Doppeldeckerbus der Dürener Kreisbahn, der an bestimmten Tagen mit Gästeführern über die Eifelhöhen fährt.
  • Die Rurseebahn verbindet an bestimmten Tagen den Bahnhof Heimbach mit dem Anlegestelle der Rurseeschifffahrt in Schwammenauel (Heimbach-Hasenfeld).
  • Die Rurseeschifffahrt bietet Schiffsverbindungen von Heimbach-Schwammenauel zu den anderen Rursee-Anliegerorten Nideggen-Schmidt und Simmerath-Rurberg.
  • Im Bereich Vlatten, Hergarten und Düttling durchquert die B 265 das Stadtgebiet.
  • Von 1922 bis 1926 führte das Eifelrennen durch den Ort.

Weblinks

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