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Heilbad Heiligenstadt
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Wappen Heilbad Heiligenstadt.png |
| ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Thüringen | ||||
| Landkreis: | Eichsfeld | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 51° 23′ N, 10° 8′ O51° 23′ N, 10° 8′ O | ||||
| Höhe: | 255 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 61,57 km² | ||||
| Einwohner: | 17.194 (29. Juni 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 279 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 37308 | ||||
| Vorwahl: | 03606 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | EIC | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 61 045 | ||||
| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Wilhelmstraße 50 37308 Heilbad Heiligenstadt | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Bernhard Beck (CDU) | ||||
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Heilbad Heiligenstadt ist die Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld in Thüringen. Als anerkanntes Heilbad bietet der Ort viele Möglichkeiten für Kuren auf Solebasis.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Heiligenstadt liegt im Eichsfeld, etwa 14 km (Luftlinie) östlich des Dreiländerecks von Thüringen, Niedersachsen und Hessen im Westen des Landkreises Eichsfeld. Südlich der Stadt beginnt der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und der Iberg.
Name der Stadt
Auch wenn bereits 1950 der Name Heilbad verliehen wurde, hiess die Stadt während der DDR-Zeit nur Heiligenstadt (Eichsfeld). Nach der Wiedervereinigung wurde der Titel Heilbad dem Städtenamen vorangestellt. Zu keinem Zeitpunkt trug die Stadt den sonst üblichen Zusatz Bad. Dies ist im deutschsprachigen Raum in dieser Form nur noch in Wildbad Kreuth so und führt bei Besuchern, die die Stadt mitunter in elektronischen Medien (Routenplaner, Navigationssystem) finden wollen, zu Problemen.
Stadtgliederung
Heiligenstadt hat 4 Ortsteile:
- Kalteneber
- Rengelrode
- Günterode
- Flinsberg, der mathematische Mittelpunkt Deutschlands
Geschichte
- Die erste urkundliche Erwähnung von Heiligenstadt stammt aus dem Jahr 973.
- Im Jahre 1227 verlieh der Mainzer Erzbischof Siegfried II. dem zum Erzbistum Mainz gehörenden Ort Heiligenstadt das Stadtrecht.
- 1540 wird Heiligenstadt zur Hauptstadt des Eichsfeldes gewählt.
- Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 wird die Stadt mehrfach verwüstet.
- 1929 wird das Kneippbad errichtet und 1950 wird der Titel Heilbad verliehen
- 1994 wird Heiligenstadt zur Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld (hervorgegangen aus der Fusion der Kreise Heiligenstadt und Worbis.
Religionen
Das Eichsfeld und damit auch Heiligenstadt ist katholisch geprägt. Hieraus resultiert auch die traditionelle Palmsonntagsprozession (Sonntag vor Ostern) mit lebensgroßen Passionsfiguren durch die Heiligenstädter Altstadt, die stets viele Gläubige aus der Umgebung und bundesweit anzieht.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik
Stadtrat
Nach der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 sind die 24 Abgeordnetensitze wie folgt verteilt:
Bürgermeister
Bürgermeister ist Bernhard Beck (CDU), der als erster frei gewählter Bürgermeister der damaligen DDR seit seiner Wahl am 6. Dezember 1989 bereits viermal wiedergewählt wurde. 2006 allerdings gewann er nur knapp gegen einen Gegenkandidaten von der SPD, ein Novum im bis dahin CDU-dominierten Heiligenstadt.
Wappen
Blasonierung: „In Blau ein reitender silberner Bischof mit rotem Schild und roter Fahne, beides belegt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad, in der linken oberen Ecke schwebend ein Stück silbernes Zinnenmauerwerk.“
Der Mainzer Erzbischof Siegfried II. verlieh 1227 das Stadtrecht und das Stadtsiegel an den Ort Heiligenstadt. Das Siegel und das Wappen der Stadt zeigen diesen Bischof als Reiter auf blauem Grund. Der rechte Arm führt eine rote Fahne, auf der das Mainzer Rad zu sehen ist. Das gleiche Symbol schmückt den Schild am linken Arm. In der rechten oberen Ecke weist eine zinnenbewehrte Mauer mit Turm sinnbildlich auf das neu verliehene Stadtrecht hin.
Siegel und Wappen unterscheiden sich nur darin, dass das Siegel noch eine Umschrift "Sigillum Burgensium Heiligenstat" trägt.
Städtepartnerschaften
Städtefreundschaft besteht mit Heiden im Münsterland und der Hafenstadt Husum in Nordfriesland. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück war zeitweilig Patenstadt von Heiligenstadt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Eichsfelder Kulturhaus
Museen
- Literaturmuseum Theodor Storm
- Eichsfelder Heimatmuseum
Bauwerke
- Mainzer Schloss
- Klausmühle (Fachwerkbau 1748, an dieser Stelle stand das Geburtshaus von Tilman Riemenschneider)
Kirchen
- St. Aegidien (auch „Neustädter Kirche“)
- St. Marien (auch „Altstädter Kirche“ oder „Liebfrauenkirche“)
- St. Annen-Kapelle
- St. Martin (auch „Bergkirche“)
- Redemptoristenkloster mit der St.-Gerhard-Kirche („Paterkloster“)
Parks
- Heinrich-Heine-Kurpark
Ausflugsziele
- Burg Hanstein
- Grenzlandmuseum Teistungen
- Gut Herbigshagen der Heinz Sielmann Stiftung (bei Duderstadt)
- Bärenpark Worbis
- Seeburger See
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Heiligenstadt ist gut über die A38 (Göttingen-Leipzig) erreichbar, außerdem über die B 80, welche die Stadt mit Witzenhausen im Westen und Leinefelde im Osten verbindet. Heiligenstadt liegt zudem an der Deutschen Märchenstraße.
Heiligenstadt liegt an der RE-Strecke Göttingen - Erfurt bzw. Kassel - Erfurt/ Halle, (Halle-Kasseler Eisenbahn).
Der Segelflugplatz von Günterode wurde 2005 mit einer 750 m - langen Asphaltbahn ausgestattet, die nun auch größeren Privat-Flugzeugen eine Landung ermöglicht. www.lsv-goettingen.de/. Genutzt wird dies u. a. durch die Firmen "Otto Bock" in Duderstadt und "MCI Miritz" in Kirchgandern.
Ansässige Unternehmen
Die heimische Wirtschaft wird bestimmt durch das produzierende Gewerbe, aber auch von Druckereien (XXL, Cordier) und Logistik-Dienstleistern (Spedition Maulhardt). Die bedeutendsten Unternehmen sind sicher die Firmen "Magna Cosma", ein Automobilzulieferbetrieb und "SIM Automation", eine Firma für Fabrikautomation.
Die Stadtverwaltung legt viel Kraft in die Entwicklung des Kurbetriebes. Der Spatenstich für ein Kurhotel ist Ende 2006 erfolgt. Betreiber wird die Klinikgesellschaft, ein städtisches Unternehmen.
Medien
In Heiligenstadt gibt es Lokalredaktionen der Tageszeitungen Thüringer Allgemeine (TA) und der Thüringische Landeszeitung (TLZ). Beide gehören der Zeitungsgruppe Thüringen (WAZ-Konzern) an. Der MDR unterhält ebenfalls eine Lokalredaktion im Ort.
Öffentliche Einrichtungen
Der Vitalpark wurde nach der deutschen Wiedervereinigung gebaut und befindet sich im Besitz der Klinikgesellschaft.
Ein Kino hat Heiligenstadt seit 2005 nicht mehr, wohl aber ein Kulturhaus (Träger Landkreis Eichsfeld) in dem regelmäßig Konzerte u. ä. stattfinden. Erwähnenswert sind im Sommer ebenfalls die Konzerte im Barockgarten und im Kurpark.
In Heiligenstadt befindet sich der Sitz des Landratsamtes Eichsfeld.
Bildung
Dominiert in den Grund- und Regelschulen der Staat, ist es bei Kindergärten und Gymnasien doch eher die katholische Kirche (www.smmp.de). Die Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel betreiben zudem eine berufsbildende Schule.
Eine Montessori-Schule gibt es jeweils in Beuren bzw. Göttingen.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Johann Wolf (* 1743, † 1826), Priester und Geschichtsschreiber
- 1855: Josef Nolte (* 1781, † 1863), Bischöflicher Kommissarius
- 1991: Hugo Dornhofer, christlicher Gewerkschafter
- 2004: Paul J. Kockelmann, von 1967 bis 1995 Propst in Heiligenstadt
Söhne und Töchter der Stadt
- Tilman Riemenschneider (* um 1460, † 7. Juli 1531), Bildschnitzer
- Johann Melchior Birkenstock (* 11. Mai 1738, † 30. Oktober 1809), österreichischer Politiker und Schulreformer
- Joachim Knape (* 12. April 1950), Professor für Allgemeine Rhetorik am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen
- Dieter Althaus (* 29. Juni 1958), seit dem 5. Juni 2003 Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
- Heinrich Heine, Dichter und Journalist, ließ sich im Juni 1825 in Heiligenstadt protestantisch taufen
- Theodor Storm, Schriftsteller, lebte von 1856-1864 in Heiligenstadt
Weblinks
- Links zum Thema „Heilbad Heiligenstadt“ im Open Directory Project
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