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Hedwig Courths-Mahler

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Hedwig Courths-Mahler, geb. Mahler (* 18. Februar 1867 in Nebra (Unstrut); † 26. November 1950 in Tegernsee) war eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als nichteheliches Kind geboren, verließ sie früh die Schule, um Geld zu verdienen. In Halle (Saale), Chemnitz und Leipzig arbeitete sie als Dienstmädchen und Verkäuferin und entdeckte bald ihre Freude am Schreiben. Von 1905 bis 1935 lebte sie in Berlin (1905 bis 1914 in Karlshorst, anschließend in Charlottenburg) und zog dann an den Tegernsee. Als sie 1950 in Rottach-Egern starb, hatte sie insgesamt über 200 Unterhaltungsromane und -novellen veröffentlicht.

Ihre Werke behandeln immer die gleichen Klischees: Sozial Benachteiligte erlangen Reichtum und Ansehen, Liebende kämpfen gegen allerlei Intrigen und finden schließlich zueinander. Trotz der aus heutiger Sicht konservativen Ansichten über das männlich-weibliche Rollenverhalten, finden die Bücher von Hedwig Courths-Mahler bis heute einen breiten Leserkreis.

Werke (in Auswahl)

  • Die wilde Ursula (Roman, 1912)
  • Die Bettelprinzeß (Roman, 1914)
  • Griseldis (Roman, 1916)
  • Ich will (Roman, 1916)
  • Meine Käthe (Roman, 1917)
  • Eine ungeliebte Frau (Roman, 1918)
  • Die schöne Unbekannte (Roman, 1918)
  • Der Scheingemahl (Roman, 1919)
  • Schlichte Geschichten fürs traute Heim (1922 bei Paul Steegemann, ill. George Grosz)
  • Was Gott zusammenfügt (Roman, unbekannt)
  • Die Flucht vor der Ehe (Roman, 1934)

Verfilmungen

In den 1970er Jahren wurden fünf Romane vom Süddeutschen Rundfunk (SDR) verfilmt und mit großem Erfolg ausgestrahlt. In ironisierender Weise erzählte Gert Westphal die Handlung, während die Hauptrollen mit prominenten Schauspielerinnen (z.B. Sabine Sinjen) und Schauspielern besetzt waren.

  • Die Bettelprinzeß
  • Griseldis
  • Die Kriegsbraut
  • Der Scheingemahl
  • Eine ungeliebte Frau
  • Durch Liebe erlöst

Literatur

  • Lia Avé: Das Leben der Hedwig Courths-Mahler. München u.a.: Drei-Ulmen-Verl. 1990. ISBN 3-926087-09-9
  • Régine Atzenhoffer: Ecrire l'amour kitsch. Approches narratologiques de l'oeuvre romanesque de Hedwig Courths-Mahler (1867-1950). Berne: Lang 2005. (= Contacts; Sér. 3, Etudes et documents; 65). ISBN 3-03910-341-5
  • Andreas Graf: Hedwig Courths-Mahler. München: Dt. Taschenbuch-Verl. 2000. (= dtv; 31035; Portrait) ISBN 3-423-31035-9
  • Ingrid Müller: Untersuchungen zum Bild der Frau in den Romanen von Hedwig Courths-Mahler. Bielefeld: Pfeffer 1978. (= Bielefelder Hochschulschriften; 16). ISBN 3-88024-018-3
  • Siegfried M. Pistorius: Hedwig Courths-Mahler. Ihr Leben. Bergisch Gladbach: Lübbe 1992. (= Bastei Lübbe; 11832; Allgemeine Reihe). ISBN 3-404-11832-4
  • Curt Riess: Kein Traum blieb ungeträumt. Der märchenhafte Aufstieg der Hedwig Courths-Mahler. München: Lichtenberg 1974. ISBN 3-7852-1163-5
  • Gustav Sichelschmidt: Hedwig Courths-Mahler. Deutschlands erfolgreichste Autorin. Eine literatursoziologische Studie. 2., erg. Aufl. Bonn: Bouvier 1985. (= Bonner Beiträge zur Bibliotheks- und Bücherkunde;16).ISBN 3-416-01886-9
  • Gisela Stockmann: Hedwig Courths-Mahler. Fleißrekord, In: Gisela Stockmann, Schritte aus dem Schatten. Frauen in Sachsen-Anhalt, Dingsda-Verlag Querfurt 1993. ISBN 3-928498-12-6

Hedwig Courths-Mahler-Archiv

Mit Unterstützung des Bastei-Lübbe-Verlages wurde 1991 vom Freundeskreis Hedwig Courths-Mahler e.V. ein Archiv in Nebra eingerichtet.

Weblinks

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