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Harald Schuh
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Prof. Harald Schuh ist ein deutscher Geodät und seit dem Jahr 2000 Ordinarius für Höhere Geodäsie an der TU Wien in der Nachfolge von K.Bretterbauer.
Schuh begann seine wissenschaftliche Laufbahn am Akademieinstitut DGFI in München, dem erweiterhin durch einige Projekte verbunden ist. International bekannt wurde er durch seine Forschungen auf dem Gebiet des VLBI, der geodätischen Interferometrie mit Quasaren. Dieses Forschungsgebiet führt er in Wien verstärkt fort und gründete mit internationalen Fachkollegen den IVS, einen weltweiten Dachverband und Datendienst zur Koordinierung und Weiterentwicklung der Kosmischen Geodäsie mittels VLBI.
Schon bald nach seiner Berufung an die TU Wien wurde er zum Vorsitzenden der Studienkommission Vermessungswesen gewählt, die er durch die schwierige Phase zweier, von der Wissenschaftspolitik veranlasster Studienreformen führte. Derzeit ist er als Studiendekan der neu gegliederten Fakultät für Technische Mathematik und Geodäsie tätig.
Zu den Arbeitsgebieten Harald Schuhs zählen auch Teile der Astrophysik und Geodynamik, der GPS-gestützten Satellitenortung und die Analyse von Zeitreihen beim Monitoring der Erdrotation. Ein Highlight war die Auszeichnung mit dem Descartes-Preis 2003, den eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung der belgischen Astronomin erhielt. Schuhs Forschungsgruppe (gemeinsam mit Robert Weber) war an dieser zukunftsträchtigen Modellierung des Erdkörpers durch geodätische Messverfahren entscheidend beteiligt. Die aius dem Preis fließenden Mittel dienen u.a. für die Anstellung junger Forscher in seinem Wiener Projektteam.
Schuh ist mit einer Münchnerin verheiratet und hat einen Sohn.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schuh, Harald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geodät |
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