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Hans-Olaf Henkel

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Hans-Olaf Henkel (* 14. März 1940 in Hamburg) ist ein ehemaliger deutscher Manager und ehemaliger BDI-Vorsitzender.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach einer kaufmännischen Lehre in Hamburg studierte er an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Damals hatte er Kontakt zu dem Beatle Stuart Sutcliffe und dessen Verlobte Astrid Kirchherr.

Seit 1962 war er bei IBM Deutschland in verschiedenen Managementfunktionen tätig, 1987 wurde er dort zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Von 1993 bis 1995 war er Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit Dienstsitz in Paris. 1995 bis 2000 war er (im Ehrenamt) Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und wurde durch seine Direktheit und kontroverse Standpunkte bekannt.

Von 2001 bis 2005 war Henkel Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, im November 2005 wurde er auf der Jahrestagung der Gesellschaft in Bonn durch den Chemiker Prof. Ernst Theodor Rietschel abgelöst. Zur Verabschiedung wurde eine neue Schmetterlingsart nach ihm benannt, die "Bracca olafhenkeli" [1] und der "Hans-Olaf-Henkel-Preis-für Wissenschaftspolitik" ausgelobt, der in zweijährigem Turnus vergeben wird.

Seit 2006 berät Henkel die Bank of America als „Senior Advisor" für den deutschsprachigen Raum, um ihre Marktposition im Investment Banking in Deutschland auszubauen.

Henkel ist nach wie vor Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten nationaler und internationaler Unternehmen. Seit November 2000 lehrt er als Honorarprofessor am Lehrstuhl Internationales Management der Universität Mannheim und hält dort die Vorlesung "Management in einer globalisierten Welt"[2]. Henkel ist nicht Mitglied einer Partei und bezeichnet sich selbst als Wechselwähler [3]. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 unterstützte er die FDP [4].

Hans-Olaf Henkel vertritt in seinen Schriften und öffentlichen Auftritten wirtschaftsliberale Positionen. Er tritt ein für die Globalisierung, die Föderalismusreform, für "eine Reform der Reformfähigkeit", für "weniger Staat im Staat", gegen "Gleichmacherei" und für "mehr Wettbewerb".

Seine arbeitgebertypischen Positionen helfen seiner Einschätzung nach auch den Arbeitnehmern, so beispielsweise dadurch, dass er das Prinzip der Mitbestimmung in Deutschland kritisiert. Seine These ist, dass Arbeitnehmervertreter häufig wichtige Entscheidungen verzögerten oder verhinderten, die aber notwendig seien, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Er ist häufiger Interviewpartner und Gast in politischen Talkshows.

Er war Mitbegründer der Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung (Föderalismuskommission). Weiterhin ist er Gründungsmitglied des Konvent für Deutschland, der sich unter der Führung von Alt-Bundespräsident Roman Herzog für die "Reform der Reformfähigkeit" Deutschlands einsetzt.

Auszeichnungen

  • 1992 Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Dresden
  • 1992 Ökomanager des Jahres Worldwide Fund for Nature (WWF)
  • 1992 Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft der Zeitschrift Wirtschaftswoche
  • 1998 Auszeichnung mit dem "Kreuz des Südens" durch den Präsidenten Brasiliens
  • 1999 Auszeichnung mit dem "Orden des Heiligen Schatzes" durch den Kaiser von Japan
  • 2000 Aufnahme in die Französische Ehrenlegion als "Commandeur"
  • 2001 CICERO rednerpreis ("Bester Redner Wirtschaft")
  • 2002 lehnte Henkel die Annahme des ihm verliehenen Bundesverdienstkreuzes aus Gründen hanseatischer Tradition ab
  • 2003 Internationaler Buchpreis Corine für das Buch "Die Ethik des Erfolgs"
  • 2003 Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik
  • 2006 Deutscher Mittelstandspreis des 'markt intern'-Verlages u. a. wegen seines Eintretens gegen die Zwangsmitgliedschaft mittelständischer Unternehmen in den Industrie- und Handelskammern

Publikationen

Quellen

  1. Führungswechsel bei der Leibniz-Gemeinschaft, 28. November 2005
  2. Lehrstuhl für Internationales Management, Universität Mannheim
  3. Interview mit Henkel zur Bundestagswahl 2002
  4. FDP-Wahlplakat zur Bundestagswahl 2005

Weblinks

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