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Halbgeviertstrich
Aus Fotonexus.
| Satzzeichen |
|---|
| -, –, — |
| . , , , ; , : , … , · |
| ¿, ?, !, ¡, ‽, ؟ |
| „…“, »…« …, ’ |
| /, \ |
| (…), […], {…}, 〈…〉 |
| ␠ |
| Sonstige |
| • … |
| €, $, ¥, £, ¤ |
| @, & |
| |, ¦ |
| °, ′, ″, ‴ |
| *, †, ‡ |
| #, №, ª, º |
| §, ¶ |
| ©, ®, ™, ℠ |
| _ |
| ~, ˜ |
| Rechenzeichen |
| +, −, ×, ∙, :, ∕, ÷, ±, ∓ |
| =, ≈, ≠ …, ~, ∝ …, <, > … |
| √, ∫ |
| %, ‰ |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Halbgeviertstrich, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
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Der Halbgeviertstrich ist in der Typographie ein waagerechter Strich, der ein Halbgeviert lang ist. Er wird als Gedankenstrich, Bis-Strich und Streckenstrich und bei Geldbeträgen verwendet. Andere waagerechte Striche sind das Minuszeichen, der Viertelgeviertstrich und der Geviertstrich.
Inhaltsverzeichnis |
Verwendung
Gedankenstrich
Der Gedankenstrich dient oft dazu, einen Einschub innerhalb eines längeren Gedankengangs einzufügen und damit zu kennzeichnen.
In Appositionen und erklärenden Einschüben – etwa in diesem Beispiel – kann der Gedankenstrich das Komma als Satzzeichen ersetzen. Der Gedankenstrich wird in dieser Rolle vor allem dann eingesetzt, wenn der Leser eine (Denk)pause einlegen soll. Wenn sich in einem Satz die Kommata häufen, ist es jedoch auch ratsam, Einschübe mit Gedankenstrichen zu kennzeichnen oder den Schachtelsatz ganz aufzulösen. Im Englischen werden hierfür dagegen eher Klammern verwendet.
Anstelle eines einzelnen Kommas verwendet, soll der Gedankenstrich einen Gegensatz betonen: Du magst ja recht haben – aber ich sehe das ganz anders.
Zwischen zwei Sätzen eingefügt, kann der Gedankenstrich einen Wechsel – etwa des Sprechers, des Gedankens oder des Gesprächsgegenstands – verdeutlichen.
Zu den angeführten Zwecken – Denkpause, Betonung eines Gegensatzes oder Wechsels – kann der Gedankenstrich auch anstelle eines Doppelpunkts gesetzt werden: Es gibt nichts Gutes, außer – man tut es.
Der Gedankenstrich kann als Auslassungszeichen zur Darstellung einer längeren Pause oder einer Ellipse verwendet werden: Du willst doch wohl nicht etwa –
Mit diesem Einsatzzweck verwandt ist die Praxis, in Playlists oder sonstigen Aufzählungen von Werken den Namen des Urhebers von dem des Werkes mit einem Gedankenstrich abzugrenzen: Die Ärzte – Ihr Helden.
Auch Gegenüberstellungen im Sport wie Spielvereinigung Neudorf-Altdorf – Hinterwalder Kickers (Gegen-Strich mit Wortzwischenräumen) können mit einem Gedankenstrich geschrieben werden.
Der Gedankenstrich ist immer durch ein Leerzeichen vom umgebenden Text abzugrenzen. Dabei ist in der Textverarbeitung zu beachten, ihn mit einem geschützten Leerzeichen an den Satzteil zu binden, den er abgrenzt.
Bis-Strich
Ebenso findet der Halbgeviertstrich als Bis-Strich bei der Notation von Intervallen wie „37–39“ Verwendung. Er steht dann für das gesprochene Wort bis. Hier ist zu beachten, dass als Intervallgrenzen nur zählbare (ordinale) Typen und Zahlen möglich sind (A–Z oder 0,2–45; nicht aber kaum–gar nicht oder tschüss–bald). Der Bis-Strich kann auch dann nicht gesetzt werden, wenn zu dem bis ein von gehört: Öffnungszeiten: Mo–Do 10:30–22:00 ist richtig, Öffnungszeiten: von Mo–Do von 10:30–22:00 aber nicht. Mit von ist nur die Variante Öffnungszeiten: von Mo bis Do von 10:30 bis 22:00 korrekt. Vor und nach einem Bis-Strich steht niemals ein Leerzeichen. Wenn Zahlenangaben Striche enthalten, werden auch Auslassungspunkte anstelle des Bis-Strichs verwendet.
Streckenstrich
Streckenangaben wie Wien–Krakau (Streckenstrich ohne Leerstellen) können auch mit einem Halbgeviertstrich geschrieben werden.
Bei Geldbeträgen
Bei der Angabe von runden Geldbeträgen kann nach der ganzen Zahl, die in der größeren Währungseinheit angegeben ist, ein Komma und direkt angeschlossen ein Halbgeviertstrich als Auslassungszeichen gesetzt werden. Beispiel: 15,– €. In Listen kann das Eurozeichen € zur Übersichtlichkeit vorangestellt werden. Beispiel: € 15,–. Nicht mehr üblich ist es dagegen, bei Geldbeträgen unter 1 ¤ diese mit einem Strich zu beginnen (z.B. –,99 €); zu Zeiten der D-Mark war dies noch verbereitet (–,99 DM). In Tabellen (jedoch nie im Laufsatz) kann der Geviertstrich verwendet werden, um zwei Nullen (00) zu ersetzen (€ 45,—).
Erzeugung im Computer
Der Halbgeviertstrich kann in verschiedenen Systemen durch Tastenkombinationen oder Codes erzeugt werden:
| Windows | Alt
+„0150“ | ||||||
| Apple Macintosh | Alt
+−
| ||||||
| OpenOffice.org | Wort -- Wort | ||||||
| Microsoft Word | Strg
+− (Ziffernblock)
| ||||||
| TeX | -- | ||||||
| HTML | – | ||||||
| XML | – oder – |
Siehe auch
- Parenthese
- Webtypografie
- DIN 5008 Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung
Literatur
- Ernst, Albert: Wechselwirkung. Textinhalt und typografische Gestaltung, Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 978-3-8260-3146-5
- Gulbins, Jürgen / Kahrmann, Christine: Mut zur Typographie. Ein Kurs für Desktop-Publishing, Springer, Berlin (2. erw. A.) 2000, ISBN 978-3-540-67541-9
- Meyer, Oliver: aTool – Typographie als Quelle der Textstruktur, Shaker, Aachen 2006, ISBN 978-3-8322-5011-9
Weblinks
- http://www.matthias-kammerer.de/SonsTypo3.htm – Gute Beschreibung horizontaler Striche
- http://www.rsla.landshut.org/schulleb/faecher/tva/mittestr.html
- http://www.tastschreiben.de/p0400010.htm
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