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Suharto

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General Hadji Mohamed Soeharto

Hadji Mohamed Soeharto (* 8. Juni 1921 in Kemusu Arga auf Java, Indonesien) ist ein ehemaliger indonesischer Politiker und General, der von 1967 bis 1998 diktatorisch regierender Präsident des Landes war.

Soeharto war General und schaltete 1965 nach Protesten linksgerichteter Studenten und einem missglückten kommunistischen Putschversuch den Präsidenten Achmed Sukarno aus. Seit 1966 Regierungschef war er ab 1967 amtierender Staatschef. Am 27. März 1968 wurde er auch offiziell Präsident. Dieses Amt übte er bis 1998 diktatorisch aus.

Während seiner Amtszeit zeigte sich Suharto gegenüber der restlichen Welt sehr offen und machte keine Anstalten, sein Land zu isolieren. Enge Kooperationen mit der USA brachten ihm im Westen zusätzlich Prestige ein. In der Innenpolitik zeigte der General dagegen Härte und schaltete jegliche Opposition aus. Nach der Machtergreifung wurden in Indonesien etwa 1 Mio. Kommunisten und regierungsfeindliche Studenten ermordet. Diese und ähnliche Aktivitäten wurden von den der CIA unterstützt, die das Regime mit Waffen und Listen von "Staatsfeinden" belieferte.

Während Suhartos Herrschaft kämpfte zudem der Ostteil der zu Indonesien gehörenden Insel Timor entschieden für seine Unabhängigkeit. Osttimor, eine ehemalige portugiesische Kolonie, war nach dem Ende dieser Fremdherrschaft 1975 von indonesischen Truppen besetzt und ein Jahr später annektiert worden. Bis 1989 stand es unter Militärrecht. Der Kampf um Unabhängigkeit, von den marxistischen FRETILIN-Guerillas angeführt, kostete nach UN-Schätzungen 200.000 Menschen das Leben, 500.000 weitere wurden von pro-indonesischen Milizen vertrieben. Höhepunkt des Konflikts war ein Massaker in der Provinzhauptstadt Dili, bei dem im November 1991 271 unbewaffnete Demonstanten ohne Vorwarnung erschossen wurden. Die darauf folgenden Friedensgespräche sollten die Lage entspannen und in einem Referendum vom 05.05.1999, an dem 99% der Osttimoresen teilnahmen, stimmten 80% von ihnen für die Unabhängigkeit. Die darauf folgenden bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen wurden vom indonesischen Militär mit brutaler Waffengewalt beeendet. 2002 wurde Osttimor letztendlich unabhängig, der jahrzehntelange Bürger - und Unabhängigkeitskrieg hat jedoch sowohl die Infrastruktur als auch die Wirtschaft vollkommen zerrüttet.

Nach lang anhaltenden Studentenprotesten musste Suharto, letztenendes Urheber dieses Leidens, am 21. Mai 1998 zurücktreten. Neuer Präsident wurde der von ihm ausgesuchte Nachfolger Bacharuddin Jusuf Habibie.

Nach dem Ende seines Regimes wurde er wegen Korruption vor Gericht gestellt. Ihm wurde vorgeworfen, mindestens 571 Millionen US-$ öffentlicher Gelder veruntreut zu haben. Am 28. September 2000 wurde das Verfahren aus Gesundheitsgründen eingestellt, sein Sohn Hutomo Mandala Putra (gen. Tommy) wurde am 26. September verurteilt, saß nach erfolgreicher Flucht eine gewisse Zeit im Gefängnis, wurde jedoch "frühzeitig" im Dezember 2006 entlassen.

Siehe auch

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