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Höhle von Altamira

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Koordinaten: 43° 22' 57" N, 04° 06' 58" W

Bild:Altamira Bison.JPG
Höhlenmalerei eines Bisons aus Altamira

Die Höhle von Altamira befindet sich in der Nähe der Stadt Santillana del Mar in Kantabrien, Spanien, 30 km westlich von Santander und ist bekannt für ihre steinzeitliche Höhlenmalerei.

Inhaltsverzeichnis

Bilder

Die Höhle von Altamira enthält weit über 100 Bilder, darunter Ritzzeichnungen, reine Kohlezeichnungen und farbige Bilder. Sie entstanden nach derzeitiger Erkenntnis zwischen 18000 und 13000 v.Chr. Abgebildet sind u.a. Bisons, Hirschkühe, Pferde und Wildschweine.

Farben

Es wurden dabei Holzkohle, Rötel und Manganerde verwendet.

Farbauftrag und Maltechnik

Als Pinsel verwendete man vermutlich Federn. Man hatte aber auch Farbstifte, Röhrenknochen (durch die der Farbstoff aufgeblasen wurde) und konnte ebenso mit der Hand wischen.

Entdeckung

Bild:Sanz de Sautuola.jpg
Don Marcelino Sanz de Sautuola
Abbildung der Deckengemälde in de Sautuolas Veröffentlichung (1880)
Abbildung der Deckengemälde in de Sautuolas Veröffentlichung (1880)

Die Höhle wurde 1868 von einem Jäger durch das Verschwinden eines Jagdhundes entdeckt, und ihre Entdeckung sofort an den Grundbesitzer, Don Marcelino Sanz de Sautuola gemeldet, welcher daraufhin dort Ausgrabungen machte.

Die Höhle wurde jedoch erst zur Berühmtheit, als Don Marcelinos achtjährige Tochter Maria 1879 Abbilder von „Rindern“ an der Decke der Höhle erkannte. Ihr Vater veröffentlichte daraufhin eine kurze Beschreibung der „prähistorischen Objekte in der Provinz Santander“. Sogar der spanische König Alfons XII. wurde in die Höhle eingeladen. Die Wissenschaftler dieser Zeit waren jedoch von der Echtheit und dem Alter der Malereien wenig überzeugt.

Der französische Prähistoriker Émile Cartailhac bezeichnete die Malereien als „vulgärer Streich eines Schmierers“, die er und seine Zeitgenossen nicht einmal ansehen wollten. Die Entdeckung musste fast 23 Jahre auf ihre Anerkennung warten. Erst als ähnliche Malereien in der Höhle von Font-de-Gaume bei Les Eyzies-de-Tayac in der Dordogne (Frankreich) im Jahre 1901 bekannt wurden, änderte sich die Einstellung der französischen Forschung und Cartailhac, der zum Sinnbild der archäologischen Ignoranz wurde, entschuldigte sich in einem Aufsatz (Mea culpa d´un sceptique, 1902) beim Marquis de Sautuola.

Heutiger Zustand

Da die Malereien bald unter der Atemluft der zahlreichen Besucher litten, mussten strenge Zugangsbeschränkungen eingeführt werden; derzeit ist die Höhle überhaupt nicht mehr öffentlich zugänglich. Dafür wurde direkt daneben im Jahr 2001 eine detailgetreue Reproduktion der Höhle eröffnet, die dienstags bis sonntags besichtigt werden kann.

Weitere naturgetreue Nachbildungen der Deckenmalereien existieren im Museo Arqueológico Nacional (Nationalmuseum für Archäologie) in Madrid und bereits seit 1964 im Deutschen Museum in München.

Literatur

  • Antonio Beltran, Federico Bernaldo de Quiros, Pedro A. Saura Ramos, Federico Bernaldo de Quiros, Pedro A. Saura Ramos: Altamira (Reihe Speläo). Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 1998. ISBN 3799590056
  • Hans Baumann: Die Höhlen der großen Jäger, Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1961

Siehe auch

Weblinks

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