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Guggenheim

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Guggenheim ist der Nachname von:

Geschichte der Familie Guggenheim

Erster Namensträger ist Joseph von Jugenheim in Rheinhessen aus einer bedeutenden jüdischen Frankfurter Familie im 16. Jahrhundert. Seine Nachkommen verbreiteten den Namen Guggenheim von Frankfurt und Worms aus in den deutschsprachigen Ländern.

Die bekannte amerikanische Familie Guggenheim geht auf Simon Guggenheim zurück, der aus Lengnau, Kanton Aargau, im Norden der Schweiz kam. Lengnau und der Nachbarort Endingen waren die einzigen Orte, in denen sich Juden im 18. und 19. Jahrhundert in der Schweiz niederlassen durften. Und das auch nur mit erheblichen Einschränkungen: Bürgerrechte besaßen sie dort nicht und hohe Sonderabgaben erschwerten das Leben zusätzlich.

Nach dem Tod seiner Frau wollte Simon Guggenheim die ebenfalls verwitwete Rachel Weil Meyer heiraten. Die Hochzeit wurde ihnen allerdings verweigert, weil man anzweifelte, dass das Einkommen für die Familie genügen würde - Simon hatte sechs Kinder, Rachel sieben. Deshalb entschlossen sie sich in die USA auszuwandern, wo es keine einschränkenden Gesetze für Juden gab. Im Jahre 1848 gingen sie schließlich mit zwölf der dreizehn Kinder, über Hamburg in die USA. Darunter auch sein einziger leiblicher Sohn Meyer Guggenheim, der Vater von Solomon und Benjamin Guggenheim und Großvater von Peggy Guggenheim.

Die Familie Guggenheim verdiente anfangs ihr Geld durch den Handel mit Stickereiarbeiten, Putzmitteln und Kaffee, die sie überwiegend aus der Schweiz importierten. 1888 wurden ihr von einem Schuldner die Schürfrechte an einer Mine übertragen. Die Arbeiten erwiesen sich zunächst als schwierig und wenig ertragreich, jedoch stieß man unverhofft auf ein großes Blei- und Silbervorkommen. Die meisten US-Abbauunternehmen formierten sich seinerzeit zu einem Kartell, dem die Familie Guggenheim jedoch nicht beitrat. Kurze Zeit später übernahm die Familie Guggenheim deren Geschäftsanteile und beherrschte danach zeitweise bis zu 80% der weltweiten Produktion von Kupfer, Silber und Blei.

Siehe auch

Literatur

  • Josef Heinzelmann, Die Herkunft der Guggenheim, in: Archiv für Familiengeschichtsforschung 1 (1997), S. 113–118.
  • Peter Stein und Werner Frank, Die Suche nach der Herkunft der Kupfer-Guggenheim, in Maajan, Zeitschrift für Jüdische Familienforschung, Heft 79, Juni 2006, S. 2765
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