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Gronau (Bonn)

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Bild:Rheinaue Post Tower Langer Eugen.JPG
Skyline: Tulpenfeld, Posttower und Langer Eugen

Die Gronau ist ein Stadtteil von Bonn am südlichen Rand des Stadtbezirks Bonn. Sie gehört heute zum Bundesviertel und ist Standort einiger der markantesten und geschichtsträchtigsten Gebäude Bonns.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Bild:Bonn-Gronau.png
Lage der Gronau in Bonn

Die Gronau wird im Osten und Westen durch den Rhein bzw. die linke Rheinstrecke begrenzt, im Süden durch die A 562/Konrad-Adenauer-Brücke und den Platz der Vereinten Nationen, welche entlang der ehemaligen Stadtgrenze zu Bad Godesberg errichtet wurden, und im Norden durch die Weberstraße. Im Nordwesten grenzt die Südstadt an, im Westen Kessenich, im Südwesten Dottendorf, im Süden Friesdorf und im Südosten Hochkreuz. Der Nordteil der Rheinaue gehört zur Gronau.

Geschichte

Lange Zeit wurde die Gronau überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Ein rasantes Wachstum erlebte sie ab 1949, nachdem Bonn Bundeshauptstadt geworden war. Da hier einige repräsentative Gebäude (darunter die Villa Hammerschmidt und das Palais Schaumburg) zur Verfügung standen und gleichzeitig durch die Stadtrandlage viel Platz für Neubauten vorhanden war, bot sich die Gronau als künftiges Regierungsviertel an. In der Folge setzte rege Bautätigkeit ein. Am Rhein entstand das Bundeshaus für den Bundestag, entlang der B 9 nach Bad Godesberg – vom Volksmund „Diplomatenrennbahn“ genannt – unter anderem die britische Botschaft und die Parteizentralen von CDU und SPD. Südlich des Bundeshauses befanden sich bis in die 1960er-Jahre noch die Sportanlagen für Bonn, bis diese in den Sportpark Nord verlegt und dem Bund zur Bebauung überlassen wurden.

Nach und nach entstanden weitere Regierungsbauten, darunter das Bundeskanzleramt und das Abgeordneten-Hochhaus „Langer Eugen“. Mitte der 1970er-Jahre wurden Pläne, weitere Ministerien-Hochhäuser zu errichten, von der Stadt Bonn durch die Schaffung des Landschaftsparks Rheinaue weitgehend vereitelt.

Der Lange Eugen wird mittlerweile von den Vereinten Nationen genutzt. Im Bundeshaus und in weiteren benachbarten, ehemaligen Gebäuden des Bundestages befindet sich das Internationale Konresszentrum Bonn.

Öffentliche Einrichtungen

Im Süden der Gronau liegt das in den 1970er-Jahren erbaute „Johanniterkrankenhaus“, das verschiedene Fachbereiche abdeckt.

Heute

Heute leben im Ortsteil Gronau etwa 1800 Menschen, ein Großteil im so genannten „Johanniterviertel“ im Süden des Ortsteils. Die Zahl der Arbeitsplätze ist ein Vielfaches der Einwohnerzahl. So befinden sich hier die Konzernzentralen von Telekom, Post (Post Tower) und Postbank, die Deutsche Welle, sowie zahlreiche kleinere Unternehmen. Außerdem hat das Bundeskanzleramt seinen Zweitsitz im Palais Schaumburg, ebenso der Bundespräsident in der Villa Hammerschmidt. Im ehemaligen Hauptgebäude des Kanzleramtes ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung untergebracht. Das Tulpenfeld ist Domizil der Bundesnetzagentur geworden.

Westlich des Bundeshauses wird bis 2009 eine umfangreiche Erweiterung des internationalen Kongresszentrums (United Nations Congress Center) entstehen, die die Anzahl der Kongressteilnehmer in Bonn vervielfachen soll.

Weblinks

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Koordinaten: 50° 43' 6" N, 7° 7' 22" O

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