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Großer Faschistischer Rat
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Der Große Faschistische Rat (ital. Gran Consiglio Del Fascismo) war der Unterbau zu Mussolinis faschistischer Regierung in Italien. Dieses Gremium wurde per Regierungsgesetz am 9. Dezember 1928 geschaffen und übte seine Macht auf die verschiedenen italienischen Institutionen aus.
Inhaltsverzeichnis |
Aufbau
Folgende Mitglieder gehörten dem Rat an:
Premierminister
- Benito Mussolini (9. Dezember 1928 bis 25. Juli 1943),
- Pietro Badoglio (25. Juli 1943 bis 4. Juni 1944)
Die Quadrumviri
Die Anführer des Marschs auf Rom:
Vertreter von Staats- und Parteigremien
- Die Präsidenten von
- Die Minister folgender Bereiche:
- Die Vorsitzenden folgender Institutionen und Vereinigungen:
- Königlich-Italienische Akademie
- Sondergericht des staatlichen Notstands und der Verteidigung
- Korporation der Industriellen
- Landwirtschaftliche Arbeiter
- Industriearbeiter
- Landwirte
- Der Befehlshaber der Milizia Volontaria pro La Sicurezza Nazionale
- Der Generalsekretär der Nationalen Faschistischen Partei (zugleich auch Generalsekretär des Großrates)
Einzelpersonen
- Verschiedene von Mussolini persönlich ausgewählte Einzelpersonen
Aufgaben
Im Wesentlichen hatte der Große Faschistische Rat folgende Aufgaben und Befugnisse:
Innerhalb der Nationalen Faschistischen Partei
- Wahl der faschistischen Parteiabgeordneten
- Wahl des Generalsekretärs der Partei und anderer Parteiämter
- Absegnung der Parteisatzung
- Richtlinienkompetenz in der Parteipolitik
Außerhalb der Nationalen Faschistischen Partei
- Anhörung bei der Wahl des Thronfolgers
- Wahl des Premierministers
- Auswahl der von den Berufsverbänden vorgeschlagenen Abgeordneten für die Kammer (siehe Literatur unten)
- Entscheidung über Funktion und Zusammensetzung des Großrates
- Entscheidung über Kompetenzen des Premierministers, über internationale Verträge und außenpolitische Belange
Der Großrat wurde durch den Premierminister einberufen. Sämtliche Verordnungen und Gesetze konnten nur durch Zustimmung des Premierministers in Kraft treten. Dem Großen Faschistischen Rat gelang auch eine Absetzung Mussolinis, unblutig und unter Einhaltung des bestehenden gesetzlichen Rahmens – was unter einem nach dem Führerprinzip ausgerichteten deutschen Regierungsmodell nicht möglich gewesen wäre.
Literatur
- Rudolf Lill u.a. (Hrsg.): Kleine italienische Geschichte. Bonn 2006.
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