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Grisaille

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Bild:Mathis Gothart Grünewald 052.jpg
Standflügel des Helleraltars von Matthias Grünewald, ausgeführt in Grisaille

Als Grisaille (von franz. gris = grau) bezeichnet man eine Malerei, die ausschließlich in Grau, Weiß und Schwarz ausgeführt ist. Bei anderen hell oder dunkel abgetönten Farben spricht man von Camaieu.

Grisaille ist eine Technik, die insbesondere in der mittelalterlichen Tafelmalerei verwendet wurde. Ein Beispiel dafür ist der Heller Altar, der von Matthias Grünewald und Albrecht Dürer gemalt wurde. Von Grünewald stammen die Standflügel, bei denen Heilige wie Skulpturen gemalt wurden. Für diese plastisch wirkende Darstellungsform wurde sehr häufig Grisaille verwendet.

Ein weiteres bekanntes Beispiel ist das Gemälde Johannes der Täufer predigend von Rembrandt in den Staatlichen Museen Berlin - Preußischer Kulturbesitz, entstanden um 1634/35.

Ein modernes Beispiel für Grisaille ist Pablo Picassos Gemälde Guernica.

Literatur

Joachim Kaak, Rembrandts Grisaille Johannes der Täufer predigend - Dekorum-Verstoß oder Ikonographie der Unmoral? (Studien zur Kunstgeschichte Band 81), Georg Olms Verlag Hildesheim 1994, 194 S. mit 54 Abb., ISBN 3-487-09862-8.

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