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Grande Armée
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La Grande Armée ist die französische militärische Bezeichnung für die Hauptkraft in einem militärischen Feldzug.
Häufig wird die Bezeichnung aber mit den multinationalen Armeen verbunden, die von Napoléon Bonaparte in seinen Feldzügen des frühen 19. Jahrhunderts befehligt wurden. Napoleon gebrauchte zuerst diesen Namen für die französische Armee, die ca. 200.000 Mann groß war und für die Invasion von Großbritannien von 1803 bis August 1805 aufgestellt wurde. Sie wurde bei Boulogne an der französischen Küste aufgestellt. Ein Versuch zur Invasion Englands wurde aber von der Armee nicht unternommen, da österreichische Armeen drohten, nach Frankreich einzumarschieren, und die Grande Armée sich gegen Österreich stellte (siehe Schlacht von Austerlitz). La Grande Armée bestand ursprünglich aus sechs Korps unter dem Befehl von Marschällen Napoleons.
Während sich Napoleons Macht über Europa vergrößerte, wuchs auch die Armee. Sie erreichte ihre maximale Größe 1812, beim Beginn der Invasion des russischen Zarenreichs gegen die 6. Koalition. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Armee aus 412.000 Soldaten, von denen allerdings nur 270.000 aus Frankreich stammten. (In den folgenden Monaten wurde die Armee mit weiteren 150.000 als Nachschub verstärkt und aufgefrischt. Von den somit insgesamt über 560.000 Mann kamen 335.000 Mann aus Frankreich.) Die übrigen Soldaten stammten aus den verbündeten Ländern. Die größten Kontingente stellten dabei die Polen mit 90.000, die Österreicher mit 40.000, die Bayern mit 30.000 und die Preußen mit 23.000. Der Rest wurde aus Staaten rekrutiert, welche von Frankreich abhängig waren.
Die Armee drang im Juni in das russische Reich ein. Es gelang ihr jedoch nicht, die weit unterlegene russische Armee zu einer Entscheidungsschlacht zu stellen, da sich diese taktisch in das tiefere Russland zurückzog. Damit wollte die Armee unter Führung des russischen Feldmarschalls Michail Kutusow Napoleons Truppen nach Russland hineinlocken, um den Truppen anschließend den Nachschub und den Rückweg abzuschneiden.
Am 7. September erwartete Kutusow dann bei Borodino vor Moskau die bereits durch Gewaltmärsche und Krankheiten dezimierten Truppen Napoleons. Zwar gelang es diesen noch, am 14. September Moskau zu erreichen, zwei Drittel der Soldaten waren jedoch bereits gestorben, zum Großteil an Erschöpfung. Die anschließende Flucht aus Russland führte zur Vernichtung der Grande Armée. Der Rest der Armee wurde in der Schlacht an der Beresina besiegt, die vom 26. bis 28. November 1812 dauerte.
Neben 40.000 Franzosen, die sich unter Beauharnais in Magdeburg neuformierten, überlebten auch zahlreiche Nichtfranzosen den Feldzug: Mindestens 23.000 der (inzwischen aufgestockten) 30.000 Preußen und 30.000 der 40.000 Österreicher kehrten unbeschadet zurück, nachdem sich die Generale Yorck und Schwarzenberg verselbständigt hatten. Ebenso formierten sich sofort 18.000 der 90.000 Polen unter Poniatowski neu, und wie 6.000 der 12.000 Schweizer gelang auch anderen Soldaten die Rückkehr. Darüberhinaus waren 100-150.000 Franzosen von russischen Partisanen lebendig gefangen genommen worden, Russland gab 1814 insgesamt 160.000 französische Kriegsgefangene frei. Etwa also jeder dritte Russlandfeldzugteilnehmer überlebte.
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