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Granate

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Die Granate (ital. granata Granatapfel) ist ein mit einer Sprengladung gefülltes und mit einem Zünder versehenes Hohlgeschoss.

Bild:Brit shells from .05 inch machine gun to 15 inch Navy gun.jpg
Aufstellung verschiedener Granaten im Kaliber von 12,7 mm bis 38,1 cm Größe
Bild:60cm Thor Granate.jpg
60 cm Granate des Mörsers Thor

Die Granate kann je nach Füllung folgende Wirkungen erzielen:

Wird die Granate aus einem gezogenen Rohr (z. B. bei einer Kanone) verschossen, so hat sie Führungsringe zur Aufnahme des Dralls. Diese sind meist aus Kupfer oder Messing; selten wird, wie zum Beispiel bei dem deutschen Parisgeschütz, Stahl verwendet. Geschosse für Granatwerfer sind meist flügelstabilisiert.

Raketengetriebene Granaten werden von einem Werfer aus abgefeuert. Diese Werfer haben den Vorteil, dass sie tragbar sind.

Handgranaten oder auch Wurfgranaten sind Hohlgeschosse kleineren Kalibers und geringen Gewichts (bis 1 kg), welche mit der Hand geworfen werden.

Granaten können auch mit einem Granataufsatz von Gewehren (Anbau-Granatwerfer), mittels spezieller Granatpistolen oder Granatgewehren verschossen werden. Üblicherweise hat diese Munition ein von der NATO standardisiertes Kaliber.

Neben der einfachen Sprenggranate gibt es spezielle Anordnungen der Wirkladung, um eine höhere Effektivität gegen bestimmte Ziele zu erreichen. Beim inneren Aufbau kann die Effektivität gegen bestimmte Ziele z. B. durch eine Hohlladung vergrößert werden. Beim äußeren Aufbau, also dem Mantel, ist dieser meist aus Stahl und vorfragmentiert, um eine möglichst hohe Splitterwirkung zu erzielen. Der Sprengstoff wird heutzutage meist von vorne eingebracht. Auf diese Weise kann man die Granate mit einem geschlossenen Boden fertigen, was ein Durchschlagen der Verbrennungsgase der Treibladung zuverlässig verhindert. Die Innenseite der Geschosshülle wird meist lackiert, um zum einen eine zuverlässige Haftung zwischen Sprengstoff und Hülle zu gewährleisten und zum anderen unerwünschte chemische Reaktionen zwischen Hülle und Sprengstoff auszuschließen.

Die Splittergranate (engl. fragmentation grenade bzw. frag-grenade) bekämpft ihr Ziel hauptsächlich durch weggeschleuderte Schrapnells. Diese können aus Fliegerpfeil, scharfem Draht, oder integrierten Kugeln (häufig drei Millimeter) bestehen. Bekannte Modelle sind die sowjetische F 1, die im Vietnamkrieg eingesetzten amerikanischen M61 und M67, oder die aus dem zweiten Weltkrieg bekannte, Ananas genannte, Mk 2.

Eine 155 mm Sprenggranate enthält beispielsweise 7 kg Sprengstoff bei 42 kg Gesamtgewicht. Übertrifft der Sprengstoffanteil 20% des Gesamtgewichtes, so spricht man auch von Minengranaten. Diese enthalten einen Sprengstoffanteil von bis zu 35%. Dadurch erhöht sich die Wirkung des Gasschlages, allerdings sinkt die Durchschlagsleistung und die Splitterwirkung, auf Grund des geringeren Geschoßgewichtes ist die Genauigkeit auf größere Entfernungen jedoch schlechter.

Der Name 'Granate' leitet sich tatsächlich vom Granatapfel ab. Die ersten Handgranaten, die im Mittelalter verwendet wurden, hatten eine dem Granatapfel sehr ähnliche Form. Diese bestanden ebenfalls aus einem hohlen Metallkörper, der mit Schwarzpulver gefüllt war, jedoch wurden sie mit einer Lunte gezündet. Der Nutzen einer solchen Waffe bestand hauptsächlich darin, dass man sie über eine Deckung werfen konnte und somit Feinde traf, die gegen direkten Beschuss geschützt waren.

Weblinks

Siehe auch

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