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Google Earth

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Google Earth
Entwickler: Google Inc.
Aktuelle Version: 4.0.2746
(04. April 2007)
Betriebssystem: Windows, Mac OS, Linux
Kategorie: Erd-Betrachtung
Lizenz: Proprietär
Deutschsprachig: ja
Website: earth.google.com

Google Earth ist eine in der Grundform unentgeltliche Software der Google Inc. zur Darstellung eines virtuellen Globus. Sie ist für Windows (2000, XP), Mac OS X (ab 10.3.9) und Linux verfügbar; mit Linux-Emulation ist es auch unter BSD-Derivaten lauffähig. Sie kann Satelliten- und Luftbilder unterschiedlicher Auflösung mit Geodaten überlagern und auf einem digitalen Höhenmodell der Erde darstellen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das im Jahre 1996 gegründete Unternehmen Keyhole Corp. von Michael T. Jones entwickelt die Software unter dem Namen „Keyhole“. 2004 wurde das Unternehmen von Google Inc. aufgekauft und die Software in Google Earth umbenannt. Die Portierung auf Mac OS X wurde im Januar 2006, die GNU/Linux-Portierung im Juni 2006 veröffentlicht.

Versionen

Google Earth

Google Earth ist eine kostenlose Basisversion der Software. Neben der einfachen Navigation auf dem Globus wurden eine Suchfunktion und ein Messwerkzeug integriert. Über ein Auswahlmenü können die unterschiedlichsten Kartenschichten ein- und ausgeblendet werden. Weiterhin können eigene Punktkoordinaten abgespeichert werden. Seit Version 4.0.2735 unterstützt das Programm die Darstellung von Texturen auf 3D-Modellen.

Google Earth Plus

Google Earth Plus ist eine kostenpflichtige Version (20 US-Dollar jährlich) mit erweiterten Funktionen gegenüber der Basisversion.

Folgende Funktion sind zusätzlich verfügbar:

  • GPS-Integration – Liest Wegstrecken und Wegpunkte von GPS-Geräten
  • höhere Auflösung beim Druck möglich
  • Erstellung von Gebäuden möglich

Google Earth Pro

Google Earth Pro ist eine kostenpflichtige Version (400 US-Dollar jährlich) für professionelle Zwecke. Hiermit werden weitere Module wie etwa ein Movie-Maker unterstützt.

Unterstützt wird der Import von den Formaten MapInfo TAB, ESRI Shapefile, US Census Tiger Line Files (RT1) und MicroStation DGN.

Daten

Google Earth benutzt für die Projektion das globale geodätische System WGS84.

Beginnend bei einer Ansicht des Globus ist es möglich, immer weiter in die Details hinein zu zoomen. Mittelpunkt des Globus in der deutschen Version von Google Earth ist ein Modellflugplatz in Seesen im Landkreis Goslar[1]. Viele der Daten sind auch über Google Maps als Website verfügbar.

Im Juni 2006 war die Datenbank ca. 70,5 Terabyte groß; 70 TB Bilddaten und 500 GB Indexdateien. Nach mehreren großen Updates wird der aktuelle Umfang auf 150 TB geschätzt.[2]

Bilddaten

Die Qualität der Aufnahmen ist unterschiedlich. Die Detailauflösung der Rasterdaten beträgt flächendeckend meist 15 m, in einigen Ballungsgebieten sind teilweise auch Auflösungen bis zu 15 cm verfügbar. Bei dieser 15-cm-Auflösung sind einzelne Menschen zu erkennen, wobei ein günstiger Schattenwurf hilfreich ist.

Als Hauptdatenquelle gilt 2006 das Unternehmen DigitalGlobe.

Wie Google versichert, sind die Bilddaten durchschnittlich zwischen einem und drei Jahre alt[3] (der Berliner Datensatz stammt beispielsweise vom Mai/Juni 2006), es befinden sich aber nachweislich auch Daten darunter, die fünf Jahre und älter sind.

Vektordaten

Neben den Bilddaten (Rasterdaten) greift die Software auf zahlreiche Vektordatensätze zu. Ländergrenzen, Ortschaften oder Verkehrsnetze sind so einblendbar. Besonders im US-amerikanischen Raum sind zahlreiche weitere Kartenschichten wie Hotels, Schulen und Apotheken verfügbar. Im deutschsprachigen Raum können z. B. Straßenverläufe und Straßennamen angezeigt werden.

Selbsterstellte Daten

Da sich eigene Geodaten im Keyhole Markup Language (KML)-Format abspeichern und wieder einladen lassen, werden von zahlreichen Anwendern Zusatzdaten bereitgestellt. Neben Verkehrsdaten, Wetterinfos oder 3D-Modellen (z. B. vom Eiffelturm) gibt es viele Punktkoordinaten-Sammlungen. Die 3D-Modelle lassen sich dabei mittels Google Sketchup recht einfach auf Basis der Luftbilder und Höhendaten selbst erzeugen. Durch Kooperation mit Panoramio können auch Benutzerfotos mit lokalem Bezug dargestellt werden.

Rechtliche Situation

Ein persönlicher Gebrauch von Screenshots ist auf der eigenen Homepage, Blog oder Dokumenten bei Quellennennung erlaubt, jede kommerzielle Nutzung bedarf aber einer Genehmigung.[4]

Zensur

In verschiedenen Ländern wurde bereits 2005 kritisiert, dass die von Google Earth gezeigten Details zu genau seien und zum Beispiel bei der Vorbereitung terroristischer Angriffe helfen könnten. Kritik stammt unter anderem von Indien, Australien und Südkorea.

Tatsächlich sind bereits Objekte wie zum Beispiel bestimmte Orte und Gebäude in den USA und anderen Ländern aus Sicherheitsgründen unkenntlich gemacht worden.

Beispiel für Zensur: Militärstützpunkt in den Niederlanden 52° 56′ 52" n. Br., 4° 47′ 35" ö. L.

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Google_Earth, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
(auch bei den Daten in Google Maps zensiert)

Mit Google Earth gefundene Objekte

Durch die große Zahl von Nutzern wurden Dinge in der Landschaft entdeckt, die bisher zum Beispiel im Rahmen der Luftbildarchäologie nicht gefunden wurden.

Römische Villa in Italien

Einem Bericht der italienischen Zeitung La Repubblica vom 20. September 2005 zufolge entdeckte ein Italiener namens Luca Mori eine römische Villa aus der Antike. Ihm sei, während er an seinem Rechner mit Google Earth die Gegend rund um seine Heimatstadt Parma erkundet habe, eine seltsame Form in der Nähe der kleinen Gemeinde Sorbolo 44° 50' 46" N, 10° 26' 54" O

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aufgefallen. Daraufhin habe er Archäologen eines Museums in Parma informiert. Diese seien dem Hinweis nachgegangen und entdeckten durch Grabungen tatsächlich die antike Villa.[5][6]

Reliefmodell in China

Unweit der Stadt Yinchuan in China wurde ein Reliefmodell entdeckt (38° 15′ 56" n. Br., 105° 57′ 2" ö. L.

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[7]). Das in einem Militärgebiet liegende Reliefmodell hat eine Länge von 900 m und eine Breite von 700 m. Es zeigt die 2.400 km entfernte Hochlandregion Aksai Chin am Westrand von Tibet, nordöstlich von Kaschmir (35° n. Br., 80° ö. L.

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).

Siehe auch

Literatur

  • Brown, Martin C.: Hacking Google Maps and Google Earth. Hoboken, N.J.: Wiley, 2006. ISBN 978-0-471-79009-9
  • Mushegjan, Artak: Google Earth Schnellanleitung. Düsseldorf: Data Becker, 2006. ISBN 3-8158-2454-0
  • Zwick, Volker: Mehr entdecken mit Google Earth. Düsseldorf: Data Becker, 2007. ISBN 978-3815817032
  • Roller, Timo: Bible Earth - Der virtuelle Reiseführer: Hänssler, 2007. ISBN 978-3775146210

Quellen

  1. Über den Modellflugpaltz in Seesen
  2. Frank Taylor: News Roundup - Google Earth Data Size, Live Local, New languages coming In: Google Earth Blog. September 2006
  3. Wie alt sind die Daten?
  4. Hinweis von Google auf das Copyright von Screenshots
  5. Heise Newsticker: Italiener entdeckt mit Google Earth antike Villa, 20. September 2005
  6. tagesschau.de: Archäologe dank Google, 20. September 2005
  7. Google Earth Community zum Reliefmodell in China

Weblinks

Newsgroups

Das Usenet stellt für die Diskussion rund um Google Earth die folgenden Newsgroups bereit:


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