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Goggomobil

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Bild:Goggomobil-1.jpg
Goggomobil TS 250 Coupé
Bild:Goggomobil Coupé Roadster TS 250 1968.jpg
Goggo-Roadster bei den 2000 km durch Deutschland 2006

Das Goggomobil war ein Kleinwagen (Rollermobil) der Hans Glas GmbH in Dingolfing.


Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Vorgestellt wurde das Goggomobil im Jahr 1954 auf der Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung (IFMA) – es durfte auch mit dem Motorradführerschein Klasse 4 (Fahrzeuge bis 250 cm³) gefahren werden –, die ersten Serienfahrzeuge rollten am 19. Januar 1955 vom Band. Es waren winzige viersitzige Limousinen mit einem 2-Zylinder-Zweitakt-Motor im Stufenheck und 4-Gang-Getriebe, die aussahen wie ein „Großer“. Der Preis betrug dreieinhalbtausend DM.

Das Urmodell des Goggomobils war ein Minimalauto ohne jeglichen Komfort. So gab es erst 1957 einen zweiten Scheibenwischer und Kurbel- statt Schiebefenster. Seit diesem Jahr wurden neben dem 250-cm³-Motor auch Motoren mit 300 und 400 cm³ geliefert. Ab 1964 waren die Türen vorn und nicht mehr an der B-Säule angeschlagen.

Neben der Limousine wurde von 1957 bis 1969 eine Coupé-Variante unter der Bezeichnung TS angeboten, ein schicker Zweisitzer mit zwei zusätzlichen Kindersitzen und Panorama-Heckscheibe. Eine technische Besonderheit dieses Modells war die elektromagnetische Vorwählschaltung mit einem winzigen Schalthebelchen am Armaturenbrett. Auf der Basis des Coupés entstand auch ein Cabriolet, von dem aber nur neun Prototypen gebaut wurden. (Ein gelegentlich bei Oldtimerveranstaltungen auftauchender Roadster ist ein Eigenbau.)

In den Jahren 1957 bis 1965 baute Glas einen vom Goggomobil abgeleiteten Transporter, der geschlossen und mit offener Ladefläche erhältlich war. Einen großen Teil der Produktion (etwa 2.000 Stück) der Transporterversion kaufte die Deutsche Bundespost.

Am 30. Juni 1969, zwei Jahre und sechs Monate, nachdem BMW die Hans Glas GmbH übernommen hatte, endete die Produktion des Goggomobils. Insgesamt wurde das bis zu 4.030 DM teure Gefährt 284.491-mal gebaut, davon wurden 214.313 Exemplare als Limousine, 66.511 Exemplare als Coupé und 3.667 Exemplare als Transporter gefertigt. Heute gibt es noch ungefähr 2.500 fahrtüchtige Goggomobile.

Ableitungen und Nachfolger

Zwischen 1957 und 1960 wurden von WSK Mielec in Polen vom Goggomobil T300 abgeleitete Kleinfahrzeuge mit dem Namen Mikrus gebaut. Nach 1728 Exemplaren war Schluss.

In Australien entstand ein kleiner Roadster namens Dart mit einer schnittigen Kunststoffkarosserie und der Technik (einschl. Motorhaube) der Goggomobil-Limousine.

Von 1970 bis 1974 wurden in kleiner Stückzahl Autos auf Goggomobil-Basis weitergebaut: Der ehemalige Borgward-Händler Walter Schätzle hatte den AWS Shopper auf Goggo-Basis entwickelt, auch der Motor kam vom Goggomobil T250. Doch der zweisitzige Kleinwagen wurde kein Erfolg.

Modellbezeichnungen

  • Goggomobil T ( Limousine )
  • Goggomobil TS ( Coupé )
  • Goggomobil TL ( Transporter )

Außenmaße

  • Limousine: 2,9 m lang, 1,28 m breit und 1,31 m hoch
  • Coupé: 3,035 m lang, 1,37 m breit und 1,24 m hoch
  • Transporter/Pick up: 2,91 m lang, 1,32 m breit, 1,70 m hoch

Motoren

  • 250 mit einem Hubraum von 0,245 Litern und 13,6 PS
  • 300 mit einem Hubraum von 0,293 Litern und 14,8 PS
  • 400 mit einem Hubraum von 0,392 Litern und 20,0 PS (1961 reduziert auf 18,5 PS)

Fahrzeuggewicht

Limousine:

  • T 250: 415 kg
  • T 300: 415 kg
  • T 400: 435 kg

Coupé:

  • TS 250: 460 kg
  • TS 300: 460 kg
  • TS 400: 460 kg

Fahrleistungen

  • T 250: 74 km/h, T 300: 90 km/h, T 400: 100 km/h
  • TS 250: 84 km/h, TS 300: 95 km/h, TS 400: 105 km/h
  • TL 250: 67 km/h, TL 300: 70 km/h, TL 400: 75 km/h

Verbrauch

  • T/TS 250: 4,4 l/100km, T/TS 300: 4,4 l/100km, T/TS 400: 4,95 l/100km
  • TL 250: 4,8 l/100km, TL 300: 5,0 l/100km, TL 400: 5,2 l/100km

Weblinks

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