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Giovanni Pisano

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Kanzel im Duomo, Siena
Kanzel im Duomo, Siena
Fassade der Kathedrale von Siena
Fassade der Kathedrale von Siena

Giovanni Pisano (* ca. 1250 in Pisa; † ca. 1328 in Pisa) war ein Goldschmied, Erzgießer, Bildhauer und Architekt.

Pisano, Sohn und Schüler von Niccolò Pisano, anfangs unter seinem Vater an der Kanzel zu Siena und dem Brunnen von Perugia tätig, beteiligte er sich seit 1290 an den Skulpturen der Fassade des Doms zu Orvieto, in welchen sich zuerst das subjektive, nach Individualisierung strebende Element der italienischen Plastik kundgibt. Es scheint, dass bei dieser Arbeit deutsche Bildhauer auf ihn eingewirkt und ihn zu einer tiefern Ausbildung des Gefühlsmoments geführt haben. Um 1300 verfertigte Pisano zu Pistoia die Kanzel von Sant Andrea sowie das Weihwasserbecken in San Giovanni. In den Jahren 1302-11 entstand die jetzt auseinandergenommene Kanzel im Dom in Pisa.

Für San Domenico in Perugia schuf Pisano 1305 das Monument des Papstes Benedikt XI. (spitzgiebelige Nische mit Sarkophag darin). Aus dem Jahr 1321 stammt sein letztes bedeutendes Werk, das Grabmal eines Scrovegno in der Madonna dell' Arena zu Padua. Von seinen Madonnenstatuen ist die trefflichste die Madonna del Fiore am zweiten Südportal des Doms zu Florenz. Als Architekt baute er 1278-83 das Campo santo von Pisa sowie Santa Maria della Spina; das Baptisterium versah er mit gotischen Giebeln und Tabernakeln.

1286-1289 entwarf er die Fassade des Doms von Siena, welche seinem Schüler Lorenzo di Maitano als Vorbild für die von Orvieto diente. Auch wird ihm der Umbau des Doms von Prato (1310-1320) zugeschrieben, insbesondere soll die Kapelle della Cintola sein Werk sein. In der Skulptur wie in der Architektur eröffnete er eine neue Richtung, die sich über ganz Italien ausbreitete. Seine Figuren, in denen er nach kraftvollstem Ausdruck ringt, macht er zu Trägern echt religiöser Empfindung. In den Kompositionsmotiven schloss er sich der Überlieferung im wesentlichen an; doch war er der erste, welcher die weiblichen Allegorien im Kostüm der Zeit, ebenso die stehenden Madonnen in die italienische Skulptur einführte. Auch für seine Marmortechnik wurde er bekannt. Als Architekt schloss er sich der Gotik an. Auch als Goldschmied und Medailleur leistete er Hervorragendes.

Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel soweit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.


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