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Gifhorn-Gamsen

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Wappen Karte
Bild:Wappen Gifhorn-Gamsen.png Bild:Karte Gifhorn in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Geografische Lage: Koordinaten: 52° 30' 30" N, 10° 32' 24" O52° 30' 30" N, 10° 32' 24" O
Fläche: ?? km²
Einwohner:
Bevölkerungsdichte:  ?? Einwohner/km²
Höhe: 54 m bis 63 m ü. NN
Postleitzahl: 38518
(alt: 3171)
Telefonvorwahl: 05371
Kfz-Kennzeichen: GF
Politik
Ortsbürgermeister: Manfred Simon (SPD)

Gamsen ist ein Ortsteil der Stadt Gifhorn im niedersächsischen Landkreis Gifhorn.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Im Übergangsbereich zwischen Harz und Heide erstreckt sich im Norden von Gifhorn das Gebiet des Ortsteils Gamsen.


Nachbargemeinden

Benachbarte Gebietskörperschaften sind südlich die Kernstadt Gifhorn und nördlich die Ortschaft Kästorf, westlich Wilsche und Neubokel. Nächstgelegene größere Städte sind Wolfsburg, Braunschweig und Celle.


Geschichte

Von den Anfängen bis zum Ende der Selbständigkeit

Gamsen gehört zu den -hausen-Orten. Die Forschung setzt deren Entstehung in unserem Gebiet in das 7.-9. Jh. (ältere, evtl. jüngere Rodeperiode). Sichere Erwähnung findet der Ort erst im Hohen Mittelalter: erstmals 1214 als Gamenhusin in einer Urkunde Ks. Otto IV. (HRR) (datiert 1213), dann 1248 als Gamenhusen und 1390 als Gamensen. Seit seiner ersten Erwähnung gehörte Gamsen zum welfischen Herrschaftsgebiet. In den Erbteilungen des Welfenhauses wechselte der Ort mehrfach die Herrschaft und gehörte seit der Teilung von 1428 dauernd zur Lüneburger Linie. Mit der Herausbildung einer Verwaltungsgliederung im Fürstentum Lüneburg (um 1500) gehörte Gamsen zur Hausvogtei Gifhorn als Teil des Amtes Gifhorn. Gamsen gehörte im Mittelalter zusammen mit dem Nachbarort Kästorf zum Kirchspiel der St. Petri-Kirche in Müden (Aller) im historischen Bistum Hildesheim. Die St. Nicolai-Kirche in Gifhorn gehörte zu dieser Zeit zum Bistum Halberstadt. Die Ise (Fluss) bildete die Grenze zwischen beiden Bistümern. Erst nach Einführung der Reformation wurde Gamsen nach Gifhorn eingepfarrt (nach 1530). Die Grundherrschaft hat beim Landesherrn gelegen, der 1248 auch den Kirchenzehnten in einem Tausch vom Kloster Isenhagen erworben hatte. Die Leibeigenschaft oder eine sonstige Form der persönlichen Unfreiheit aufgrund der Bewirtschaftung eines Hofes hat es hier wie im gesamten welfischen Herrschaftsgebiet nicht gegeben. Seit 1840 wurden die bestehenden Grunddienstbarkeiten gegenüber dem Landesherrn in einem langen Prozess langsam abgelöst. In den Generalteilungen (1840-1845) wurden die Grenzen zu den Nachbargemeinden erstmals festgelegt. Durch die Spezialteilung (1846-1863) wurde das Land unter den bestehenden Höfen neu aufgeteilt. Dabei wurden auch neue Existenzmöglichkeiten geschaffen. Seit 1968 bildete die Gemeinde Gamsen zusammen mit den Gemeinden Neubokel und Wilsche die Samtgemeinde Gamsen mit Sitz in Gamsen.

Heutige Verwaltungseinheit

Die vormalige Gemeinde Gamsen wurde im Zuge der Niedersächsischen Gebietsreform zum 1. März 1974 zusammen mit den ehemals selbständigen Gemeinden Kästorf, Wilsche, Neubokel und Winkel als Ortschaft zur Stadt Gifhorn eingemeindet.


Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde (SELK) (KdöR)

Die Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde wurde 1996 gegründet. Nach starkem Gemeindewachstum hat sie 2001 die ehemalige Bäckerei Busse im Ortsteil Gamsen gekauft. Die Bäckerei wurde zu einem Gemeindezentrum mit Kirche umgebaut. Neben zahlreichen Gemeindeveranstaltungen findet jeden Sonntag um 10.00 Uhr ein Gottesdienst statt. Nähere Informationen finden sich auf der gemeindeeigenen Homepage [1].


Politik

Im Ortsrat Gamsen sind folgende Fraktionen vertreten:

Die SPD dominiert seit der Kommunalwahl 1996 den Rat mit absoluter Mehrheit.

Der Ortsrat besteht aus 9 Personen mit einem Ortsbürgermeister an der Spitze. Dieses Gremium beschließt, bzw. ist zu wichtigen, der Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Rat der Stadt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zur Gemeinschaftspflege der einzelnen Ortsteile wurde ein sogenanntes "Vier-Dörfer-Treffen" eingerichtet.

Literatur

  • Der Landkreis Gifhorn. Hrsg. von Niedersächsischen Landesverwaltungsamt. Bremen 1972. (Die Landkreise in Gifhorn, Bd. 26, ISBN 3-87172-327-4 )

Weblinks




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