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Gesichtsfeld

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Als Gesichtsfeld bezeichnet man den Raum, der mit einem Auge ohne Augenbewegungen überblickt wird. Bei einem Erwachsenen beträgt die horizontale Ausdehnung des Gesichtsfelds beider Augen zusammen ca. 170°, die vertikale nur etwa 110°[1], wobei man am Rand (beidseits ~10°) nur mehr bewegte Objekte wahrnimmt.

Die Prüfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit der Perimetrie. Gesichtsfeldausfälle werden als Skotome bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Ovales, variables Gesichtsfeld

Die Grenze des Gesichtsfelds hat quasi eine gewölbte ovale Form, doch hängt der Eindruck auch von der Körperlage ab: im Liegen wirkt das Oval umgekehrt geformt und bei flachem Horizont scheinen die zwei Horizontpunkte hinter dem Scheitelpunkt und fußwärts weiter voneinander entfernt zu sein als die zwei seitlichen Punkte. Dies geht vermutlich auf Beziehungen zwischen der Bildverarbeitung im Gehirn und dem Gleichgewichtssinn zurück.

Das Gesichtsfeld ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen ist es in der Kindheit und im Alter kleiner, was unter anderem zu einer geringeren Übersicht im Straßenverkehr führt. Hier macht es sich auch bemerkbar, dass das Gesichtsfeld kleiner wird, wenn man sich mit hoher Geschwindigkeit fortbewegt.

Einfluss auf die Größe des Gesichtsfeldes können auch Alkohol und Medikamente haben. Ein solcher „Röhrenblick“ oder auch „Tunnelblick“ kann auch psychisch verursacht werden, wie durch die Angst eines Fahrschülers bei seinen ersten Fahrten.

Ein Gesichtsfeldausfall behindert rund 100.000 Menschen nach einem Schlaganfall.

Räumliches (stereoskopisches) Sehen

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Die Artikel Raumwahrnehmung, Stereoskopisches Sehen und Gesichtsfeld#Räumliches_Sehen überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. --Arno Matthias 15:47, 12. Apr. 2007 (CEST)
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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Gesichtsfeld, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Ein einzelnes Auge besitzt ein Gesichtsfeld von ungefähr 150°, jedoch leicht exzentrisch (~15° nach außen). Dies erklärt einen Teil des größeren horizontalen Sichtwinkels von 190°. Die Gesichtsfelder beider Augen überschneiden sich in der Mitte. Dieser nasale Überschneidungsbereich beträgt bei gesunden Augen 100 bis 120° und hängt etwas von der Gesichtsform ab.

Das stereoskopische Sehen ist eine erstaunliche Eigenschaft. Wir verdanken es u.a. der gleichzeitigen Wahrnehmung desselben Objekts mit beiden Augen, d.h. aus zwei verschiedenen Richtungen, und der Verarbeitung dieser unterschiedlichen Seheindrücke im Gehirn zu einem plastischen Bild. Stereoskopisches Sehen ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt Menschen, denen diese Fähigkeit fehlt, insbesondere bei einseitiger Sehschwäche und beim Schielen.

Babys lernen schon im 2. Monat, ihre Augenbewegungen zu koordinieren - oft durch Gesichter, die sich über das Kind beugen. Vermutlich wird dieses Üben durch die zugehörige Stimme emotional gefördert und stärkt unser Wahrnehmungssystem: das Zusammenwirken von Auge, Gehör, Gleichgewichts- und Muskelsinn [Flehmig 1996].

Gesichtsfeld von Tieren

Das Gesichtsfeld anderer Lebewesen unterscheidet sich vom Menschen teilweise recht deutlich:

Die einfachen Augen (Gruben-, Flach- und Punktaugen) sowie Napf- und Lochaugen sind allerdings nicht "bildgebend", sondern geben nur ungefähre Richtungen an. Echte Bilder erzeugen erst die Facettenaugen höherer Insekten durch die Gruppierung länglicher Lichtkanäle, sowie die Linsenaugen größerer Tiere. Fluchttiere wie Pferde oder Kaninchen, die ein großes Blickfeld grob überschauen müssen, tragen die Augen seitlich am Kopf, während Raubtiere, wie z.B. Katzen, die überlappende Blickfelder mit guter räumlicher Auflösung benötigen, die Augen vorn und eng beisammen tragen.

Siehe auch

Literatur

  • H. Schober: Das Sehen, Band I, Fachbuchverlag Leipzig, 1957
  • G. Gerstbach: Auge und Sehen - der lange Weg zu digitalem Erkennen, Sternenbote Heft 11/99, ca. 15 S., Wien, 1999
  • I. Flehmig: Normale Entwicklung des Säuglings, 5. Aufl., Thieme Verlag Stuttgart, 1996

Einzelnachweise

  1. http://www.uni-oldenburg.de/sport/bww2/Lehre/Sinne/auge.html Ulrike Rockmann: Lernmaterialien Sinnesphysiologie. Das visuelle System


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