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Gerhard III. (Holstein-Rendsburg)

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Bild:Grevgerhardssegl.jpg
Siegel von Graf Gerhard

Gerhard III. (*ca 1293; † 1340) aus der Rendsburger Linie des Hauses Schauenburg war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten dieses Geschlechtes. Daraus resultierte auch sein Beiname "de groote Gert" (Gerhard der Große). In der dänischen Geschichtsschreibung ist er hingegen als den kullede greve (der kahlköpfige Graf) bekannt.

Er war Sohn von Heinrich I. und Heilwig von Bronckhorst. Nach dem Tod seines Vaters 1304 war er Graf von Holstein-Rendsburg.

Er spielte eine wichtige Rolle in der Innenpolitik Dänemarks, das sich seinerzeit in einer innenpolitisch schwierigen Lage befand. 1326 gelang es ihm, seinen kleinen Neffen Waldemar III. von Dänemark, den Sohn des Herzogs Erich II. von Schleswig, auf dem Königsthron zu installieren. Er ließ sich am 15. August 1326 als erster Schauenburger mit dem Herzogtum Schleswig belehnen. Waldemar musste zusichern, dass das seit 1241 weitgehend eigenständige Herzogtum nicht mehr den gleichen Herrscher wie Dänemark haben sollte (constitutio valdemariana). Da Graf Gerhard Waldemars Vormund war, konnte er dies leicht durchsetzen. Als Waldemar 1330 den Königsthron verlor, übernahm er jedoch die schleswigsche Herzogswürde. Der Schauenburger Graf blieb jedoch eine der mächtigsten Persönlichkeiten in Dänemark und Schleswig. 1340 wurde er von einem dänischen Ritter, Niels Ebbesen, erschlagen. Danach war sein erster Sohn Heinrich der Graf von Holstein-Rendsburg. Die Bezeichnungen der Große und der kahlköpfige Graf zeigen, wie unterschiedlich Gerhards geschichtliche Leistung in der deutschen und dänischen Geschichtsschreibung bewertet wurde. Im Zuge der nationalen Konflikte des 19. Jahrhunderts wurde Graf Gerhard auf schleswig-holsteinischer Seite als derjenige hervorgehoben, der Schleswig mit Holstein verband, was man als geradezu natürlichen Vorgang betrachtete. Für die nationale dänische Seite war er jedoch ein Schurke, der das Königreich in einer Krisenzeit weiter destabilisierte und sich eines Teils desselben bemächtigte.

Ehe und Nachkommen

Er war mit Sofie verheiratet und hatte mit ihr folgende Kinder:

Literatur

Esben Albrectsen: Abelslægten og de schauenburgske hertuger, in: Carsten Porskrog Rasmussen u.a.: De slesvigske hertuger. Aabenraa 2005 (erscheint 2006 auch auf Deutsch).

Weblinks


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