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Gerhard (Berg)

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Gerhard I. von Jülich-Berg († 18. Mai 1360) war Graf von Berg und Ravensberg.

Er war der älteste Sohn des Grafen Wilhelm VI. von Jülich. 1338 heiratete er Margarete von Ravensberg-Berg, die Erbin der beiden Grafschaften. 1346 tritt Gerhard in Ravensberg, 1348 in Berg die Herrschaft an.

Damit gehören diese Gebiete einer durch Gerhard begründeten Nebenlinie des Jülicher Herrscherhauses, die ihrerseits im 15. Jahrhundert das Herzogtum Jülich von der Hauptlinie erben und so den Gebietskomplex Jülich-Berg-Ravensberg hervorbringen sollte. Doch bereits jetzt entwickelt sich zwischen Berg und Jülich eine enge Bindung mit regem wirtschaftlichen Austausch.

Es erfolgt der Ankauf weiterer Territorien: 1355 kommt die Herrschaft Hardenberg mit Neviges und Langenberg hinzu, 1358 Stadt und Zoll Kaiserswerth. 1359 übernimmt die Grafschaft Berg den Fronhof Solingen einschließlich dem Zehnten und Patronatsrecht von Ritter Heinrich Oefte (oder auch Heinrich von Oeft).

Am 18. Mai 1360 wird Gerhard bei einem Gefecht nahe Schleiden durch den Grafen Arnold von Blankenheim tödlich verletzt. Man setzt ihn im Altenberger Dom bei.

Literatur

  • Laute, Hansjörg: Die Herren von Berg - Auf den Spuren der Geschichte des Bergischen Landes (1101-1806)
  • Kelleter, Heinrich: Geschichte der Familie J. A. Henckels in Verbindung mit einer Geschichte der Solinger Industrie. Selbstverlag der Firma J. A. Henckels, Solingen 1924
  • Rosenthal, Heinz: Solingen. Geschichte einer Stadt, 1. Band: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. Walter Braun Verlag, Duisburg 1973.


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