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Genf

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Genf; für den Kanton, siehe Kanton Genf.
Wappen
Bild:Geneve-coat of arms.svg
Basisdaten
Kanton: Genf
Bezirk: (Genf kennt keine Bezirke)
BFS-Nr.: 6621Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 1200
Koordinaten: Vorlage:CH-Koordinate
Höhe: Expression error: Unrecognised punctuation character "{"Expression error: Unrecognised punctuation character "{" m ü. M.
Fläche: 15.86 km²
Einwohner: 185893 (31. Dezember 2006)
Website: www.ville-geneve.ch
Karte
Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Stadt
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Genf (frz. Genève [ʒəˈnɛv]) ist die Hauptstadt des Kantons Genf in der Schweiz. Genf ist nach Zürich die zweitgrösste Stadt der Schweiz. Sie liegt am südwestlichen Rand der französischsprachigen Schweiz am Ausfluss der Rhône aus dem Genfersee. Genf ist Sitz vieler internationaler Organisationen, u.a. UNO, CERN, IKRK, WHO, IAO, ITU, WIPO, WMO, WOSM und des Hochkommissariats für Flüchtlinge der Vereinten Nationen UNHCR.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Genf war in der Keltenzeit die Hauptstadt der Allobroger. Zur Zeit des Römischen Reiches diente es als Brückenkopf, von 400 bis 1536 war es ein Bischofssitz. Im fünften und neunten Jahrhundert fungierte es zudem als Sitz der burgundischen Könige. Ab dem Jahr 1026 gehörte Genf zum burgundischen Reichsteil des Heiligen Römischen Reichs, innerhalb dessen es ein bischöfliches Territorium wurde. Genau fünfhundert Jahre später trat Genf einem Städtebund zusammen mit Bern und Freiburg im Üechtland bei. Im Jahre 1536 folgte die Reformation und Ausrufung der unabhängigen Genfer Republik, die Stadt selbst wurde zugewandter Ort der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Schweizer Reformator Johannes Calvin gründete 1559 die Genfer Akademie, die heutige Universität Genf. 1781 errangen Bürgertum und Arbeiterschaft die Vorherrschaft, woraufhin eine repräsentativ-demokratischen Verfassung angenommen wurde, bevor im Jahr darauf mit Hilfe bernisch-savoyischer Truppen das Patriziat erneut die Macht ergriff und viele Industrielle als Exponenten des Bürgertums in die Emigration gingen. Am 15. April 1798 wurde Genf von Frankreich annektiert und war bis 1813 als Département du Léman in den Staat integriert.

1814 wurde die Stadtrepublik Genf ausgerufen, im folgenden Jahr wurde die Stadt schweizerisch und Hauptstadt des neugebildeten, gleichnamigen Kantons Genf. 1864 wurde Genf Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, 1873 wurde die Universität Genf gegründet. Von 1920 bis 1946 war Genf Sitz des Völkerbundes.

1931 wurden die früheren Gemeinden Eaux-Vives, Le Petit-Saconnex und Plainpalais mit der Stadt Genf fusioniert.

Jährlich am 12. Dezember wird mit der Escalade de Genève die misslungene Eroberung durch Savoyen im Jahre 1602 gefeiert.

Wappen

Zum ersten Mal tauchte das heutige Wappen von Genf im 15.Jahrhundert auf. Es stellt die Verbindung des Bischofs (Schlüssel) und des Kaiserreichs (Adler) dar.

Sehenswürdigkeiten

Bild:Genf intl.jpg
Internationales Viertel Genf
Bild:Schweiz Genf Jet-D'Eau.jpg
Wahrzeichen der Stadt - Jet d'Eau

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Genf vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 2000 den Wakkerpreis.

Bevölkerung

Genf war bis 1870 die bevölkerungsreichste Stadt der Schweiz. Diesen Platz hat mittlerweile die Stadt Zürich übernommen. Ende 2006 zählte die Stadt Genf 185'893 Einwohner. Die Agglomeration Genf wird alle zehn Jahre anlässlich der Volkszählung neu festgelegt und umfasst 471.314 Einwohner respektive landesübergreifend mit Frankreich 645.608 Einwohner (Stand 2000). Der Ausländeranteil beträgt rund 45%. Dies erklärt sich insbesondere durch die Anzahl der Internationalen Organisationen in der Stadt. Der erweiterte Ballungsraum, die Metropolregion Genf-Lausanne, hat 1.2 Millionen Einwohner.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

siehe: Söhne und Töchter von Genf

Zeitweilige Bewohner

Bild:Schweiz Genf IRK-Museum.jpg
Eingang zum Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum
Bild:Genf Schwenk GenferSee.jpg
Panorama der Stadt mit Jet d'Eau, Mont Blanc und Kathedrale vom Rive Droite (Pâquis) aus gesehen

Wirtschaft

Die Uhrenmanufaktur Rolex hat in Genf ihren Hauptsitz.

Verkehr

Der ÖPNV wird in der Stadt durch die Transports Publics Genevois (TPG) abgewickelt. Im Genfer Stadtteil Cointrin liegt der zweitgrösste Flughafen der Schweiz, der Aéroport International de Genève.

Ferner ist Genf durch das Verkehrsnetz der Personenschifffahrt auf dem Genfersee mit zahlreichen Seeanstössergemeinden verbunden.

Kunsthandel

Das Metropolitan Museum of Art hat 2006 im Zentrum von Genf ein neues Büro eingerichtet, das als Kontaktstelle für Sammler und Künstler dienen soll. In der Rhonestadt gibt es 120 Galerien und ein Zollfreilager, das wegen der dort zwischengelagerten Kunstwerke als grösstes Museum der Welt gilt, ausserdem wird in Genf 35% des Privatvermögens weltweit verwaltet. [1]

Internationale Organisationen

In Genf haben sich 25 internationale Organisationen niedergelassen. Unter anderem:

Internationale Verträge, die den Namen der Stadt tragen

Städtepartnerschaften

Siehe auch

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Weblinks

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Quellen

  1. Ghania Adamo: „Metropolitan Museum New York eröffnet Büro in Genf“, swissinfo, 10. April 2006


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