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Gefüge (Geologie)
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Ein Gefüge stellt in der Geologie rein beschreibend die Anordnung von Gesteinsbestandteilen im Kleinen (das Korngefüge) als auch im Großen dar (ein Gestein als Ganzes bis zum Verbund mit anderen Gesteinen: das Großgefüge).
Das Korngefüge eines Gesteins wird mit Dünnschliffen in der Petrografie untersucht.
Das Großgefüge beschreibt räumliche Beobachtungen vom Handstück eines Gesteins bis zum Profil. Es lässt sich an
- Schichtgrenzen, einer Kluft und einer Störung als Flächengefüge oder
- an Faltenachsen als Lineargefüge
beschreiben.
Das Primärgefüge eines Gesteins oder einer geologischen Struktur wird durch seine Entstehung angelegt (z. B. das Korngefüge durch die Kristallisation oder die Schichtung durch die Sedimentation). Nachfolgende Ereignisse (z. B. Tektonik) ändern Gefügeeigenschaften und hinterlassen ein Sekundärgefüge.
Die Gefügekunde dient der Aufnahme, Abbildung und Auswertung von Gefügemerkmalen. Ihre Auswertungen erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung eines Gesteins (Genese) sowie der beteiligten Prozesse.
Mit einem Gefügekompass lässt sich in einem Arbeitsschritt die räumliche Lage einer Schicht (oder anderer planarer oder linearer geologischer Strukturen) vermessen.
Quellen
- Hans Murawski (8. Aufl. 1983): Geologisches Wörterbuch, Ferdinand Enke Verlag
Weblinks
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