Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Geest

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem Landschaftstyp; den gleichnamigen Fachbegriff aus dem Brauereiwesen siehe unter Obergärige Hefe.

Der Begriff Geest (Substantivierung des niederdeutschen Adjektivs gest „trocken“, „unfruchtbar“, oder güst, „unfruchtbar“ bei milchgebenden Tieren) bezeichnet einen Landschaftstyp in Norddeutschland, den nördlichen Niederlanden und Dänemark, der durch Ablagerungen während der Eiszeiten entstanden ist und im Gegensatz zur Marsch steht.

Kennzeichen

Geestlandschaften sind generell höher als die Marsch. Sie bestehen aus Endmoränen, Grundmoränen oder Sandern. Sie besitzen deshalb eine deutliche Verwandtschaft zu den Platten im Binnenland. Häufig findet man daher sandigen, unfruchtbaren Boden. Hier wird vor allem Kartoffelanbau betrieben. Die Bewaldung besteht überwiegend aus Kiefern. Grund- und Endmoränengebiete sind fruchtbarer als Sander und sind von Natur aus mit Laubwald (Buche) bestanden. Generell sind Geestgebiete jedoch weniger fruchtbar als die Marschen. Typisch ist diese Landschaftsform für weite Teile Niedersachsens, Schleswig-Holsteins, Hamburgs und Mecklenburg-Vorpommerns.

Kennzeichnend für viele Geestlandschaften der Küstenländer sind die Knicke, eine norddeutsche Sonderform der Wallhecke, die in regelmäßigen Abständen auf den Stock zurückgeschnitten wird und Schutz vor Wind und Sandflucht bietet. Knicke dienten früher auch zur Gewinnung von Weidenruten und von Holz für Zäune.

Dort, wo die Geest direkt an das Meer grenzt, bilden sich Steilküsten, so genannte Kliffe.

Besiedlungsgeschichte

In der Besiedlungsgeschichte Norddeutschlands war die Geest früher als die Marsch besiedelt, da sie Schutz vor Sturmfluten bot. Daher findet man sowohl auf dem Festland als auch auf den Geestkernen der Inseln Großsteingräber aus der Steinzeit.

Die Geest-Marsch-Grenze stellt auch Siedlungs- und kulturgeschichtlich eine Grenze dar. So siedelten die Friesen sich bevorzugt in Marschgebieten an. Auch innerhalb der sächsisch besiedelten Gebiete gab es eine Trennung von bäuerlichen Geest- und Marschkulturen, die nicht zuletzt durch die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Gebiete bestimmt war. Für Marschbewohner galt es bis in das 20. Jahrhundert hinein als unschicklich, jemanden von der Geest zu heiraten, da auf diese Weise kein fruchtbares Land in die Familie kam.

Beispiele

Beispiele für Geestlandschaften sind:

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Geest – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Geest, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen