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Gabun

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Gabun (Begriffsklärung).
République Gabonaise

Gabunische Republik

Bild:Flag of Gabon.svg

(Details) (Details)
Wahlspruch: Union, Travail, Justice
(frz., „Einigkeit, Arbeit, Gerechtigkeit“)
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Libreville
Staatsform Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt Präsident El Hadj Omar (Albert-Bernard) Bongo
Regierungschef Premierminister Jean Eyeghe Ndong
Fläche 267.667 km²
Einwohnerzahl 1.424.906 (Quelle: CIA 2006)
Bevölkerungsdichte 5 Einwohner pro km²
BIP 9,1 Mrd US-Dollar (2006)
BIP/Einwohner 6.527 US-$ (2006)
Währung CFA-Franc BEAC
Unabhängigkeit 17. August 1960
Nationalhymne La Concorde
Nationalfeiertag 17. August
Zeitzone UTC +1h bzw. MEZ
Kfz-Kennzeichen G
Internet-TLD .ga
Telefonvorwahl +241
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Gabun (frz.: Le Gabon) liegt in Zentralafrika. Es grenzt an Kamerun, Äquatorialguinea und die Republik Kongo, sowie an den Golf von Guinea. Gabun liegt bei 1° 00' Süd und 11° 45' Ost. Der Äquator verläuft durch das Land. Nationalfeiertag ist der 17. August.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Gabun liegt an der westlichen Atlantikküste Zentralafrikas, von wo es sich in östliche Richtung bis kurz vor das Kongobecken erstreckt. Seine Küstenlänge beträgt 885 km. Das westliche Küstentiefland steigt nach etwa 200 Kilometern stufenförmig bis zur Niederguineaschwelle im Osten an.

Größter Fluss des Landes ist der Ogooué, der sich mit seinen zahlreichen Nebenflüssen tief in die Geländekontur des Hochlands eingeschnitten hat. Der höchste Berg Gabuns ist bisher nicht festgelegt. Es existieren verschiedene (fehlerhafte) Angaben, die bis zu 500 Höhenmeter von einander abweichen. Die höchsten Erhebungen im Nordosten und Süden reichen knapp über 1.000 m ü.d.M..

In Gabun wurde der erste bekannte natürliche Kernreaktor, der Naturreaktor Oklo entdeckt.

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Libreville 578.156 Einwohner, Port-Gentil 109.163 Einwohner, Masuku 42.967 Einwohner, Oyem 30.870 Einwohner und Moanda 30.151 Einwohner.

Siehe auch: Liste der Städte in Gabun

Bevölkerung

Ethnische Gruppen

Die Mehrheit der Bevölkerung sind Angehörige von Bantu-Völkern (35,5% Mpongwe, 15% Mbete, 14% Punu und 11,5% Fang). Des Weiteren leben zu 1,5% Pygmäen sowie ungefähr 60.000 Franzosen, zumeist in den Städten, in Gabun.

Religion

Etwa 65% der Einwohner sind Christen (ca. 60% Katholiken, 5% verschiedene protestantische Kirchen). Die übrige Bevölkerung hängt Volksreligionen, vor allem dem Bwiti, an. Eine kleine Minderheit mit 5% bekennt sich zum Islam, seit 1998 Tendenz steigend.

Geschichte

siehe auch Hauptartikel Geschichte Gabuns

Während des 15. Jahrhunderts wurde auf dem Gebiet des heutigen Gabun der Bantu-Staat Loango gegründet. Nach der Besiedlung des Gebietes erlangen die französischen Siedler 1839 eine erste Hoheit über das Gebiet. 1854 wird Gabun mit Gorée und anderen französischen Siedlungen vereinigt, Gorée wird 1858 in den Senegal wiedereingegliedert. 1888 wird Gabun Teil von Französisch-Kongo und 1910 als selbständiger Teil von Französisch-Äquatorialafrika wieder ausgegliedert. Als sich Französisch-Äquatorialafrika 1958 auflöst, erlangt Gabun als Gabunesische Republik die Autonomie. Am 17. August 1960 erlangt Gabun die Unabhängigkeit von Frankreich unter Präsident Léon M’ba, dem 1967 nach dessen Tod Omar Bongo nachfolgte. Die Gründung der Parti Démocratique Gabonais (PDG) erfolgt am 12. März 1968. Gabun führte in den 1990er Jahren ein Mehrparteiensystem ein und verabschiedete eine neue Verfassung, welche eine Reform der Regierungsorganisationen und transparentere Wahlen ermöglichte. Die relativ kleine Bevölkerung, die enormen Rohstoffvorkommen und die beträchtliche Hilfe des Auslands machten Gabun zu einem der wenigen florierenden Staaten Afrikas.

Lambaréné in Gabun beherbergt das von Albert Schweitzer begründete und bis zu dessen Tod 1965 von diesem geleitete Urwaldkrankenhaus.

Wirtschaft

Gabun ist einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas, mit erheblichen Erdölreserven vor der Küste. Dementsprechend zählen zu seinen Hauptexportgütern Rohöl und Erdölprodukte, auf die ca. 80 % seiner Exporteinnahmen entfallen. Im Landesinneren werden Mangan, Uran und Gold gefördert.

Weiterhin gehört Gabun zu den größten Tropenholz-Exportländern Afrikas - ca. 80 % der Landesfläche sind von tropischem Regenwald bedeckt. Ferner werden für den Export Kaffee, Kakao, Gummi, Palmöl und Zucker angebaut. Der Anbau von Grundnahrungsmitteln dient vor allem dem Eigenbedarf, kann diesen jedoch nicht vollständig decken. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA und Frankreich.

Das Bruttosozialprodukt beträgt 3.760 Euro je Einwohner. Gabun ist somit eines der reichsten Länder Schwarzafrikas. Dennoch herrscht eine hohe Staatsverschuldung, die Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds über ein Strukturanpassungsprogramm notwendig erscheinen ließen.

Verwaltung

Der Staat gliedert sich in neun Provinzen:

Nr. Name Fläche km² Einwohner 2005 Hauptstadt
1 Estuaire 20.740 638.219 Libreville
2 Haut-Ogooué 36.547 143.715 Masuku (Franceville)
3 Moyen-Ogooué 18.535 58.307 Lambaréné
4 Ngounié 37.750 107.173 Mouila
5 Nyanga 21.285 54.330 Tchibanga
6 Ogooué-Ivindo 46.075 67.326 Makokou
7 Ogooué-Lolo 25.380 60.510 Koulamoutou
8 Ogooué-Maritime 22.890 134.913 Port-Gentil
9 Woleu-Ntem 38.465 134.028 Oyem
gesamt 267.667 1.398.521 Libreville

Weblinks

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wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Gabun – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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Koordinaten: 4° S -2° N, 9°-14° O

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