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Fritz Zwicky

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Fritz Zwicky (* 14. Februar 1898 in Warna, Bulgarien; † 8. Februar 1974 in Pasadena, Kalifornien) war ein schweizerisch-amerikanischer Physiker und Astronom.

Er studierte von 1916 bis 1925 an der ETH Zürich und siedelte danach in die USA um. Ab 1948 war er am Mount-Wilson-Observatorium und am Observatorium auf Mount Palomar tätig.

Zwicky lieferte als Wegbereiter neuer astronomischer Ideen wichtige Erkenntnisse zu extragalaktischen Sternsystemen. So entdeckte er die kompakten Galaxien, stellte 1938 als erster die Hypothese auf, Supernova-Explosionen seien die Ursache eines Gravitationskollaps und begründete zu diesem Zweck zusammen mit Walter Baade die Theorie, dass Supernovae Neutronensterne erzeugen könnten. Weiterhin wandte er 1933 als erster das Virialtheorem auf Galaxienhaufen an und schloss so auf die Existenz von Dunkler Materie, was zu dieser Zeit von der breiten Mehrheit der Wissenschaftler abgelehnt wurde. Zwicky entdeckte insgesamt 123 Supernovae, mehr als jeder andere einzelne Astronom bislang. Auf ihn geht auch die sich als wahr erwiesene Vorhersage zurück, der Krebsnebel sei der Überrest der von chinesischen Astronomen beobachtenen Supernova von 1054. Zwicky schlug vor, Supernova-Explosionen als Standardkerzen zur Entfernungsmessung zu verwenden. An der Verwirklichung dieser Idee wird seit Beginn des 21. Jahrhunderts verstärkt gearbeitet. Fritz Zwicky schlug ebenfalls vor, die Rotverschiebung der Galaxien als eine Ermüdungserscheinung des Lichts zu erklären. Dieses Modell wurde später zugunsten einer Erklärung durch die kosmologische Expansion verworfen.

Des Weiteren stellte er den Catalogue of Galaxies and of Clusters of Galaxies (CGCG) zusammen.

Zwicky wurde 1972 mit der Goldmedaille der Royal Astronomical Society ausgezeichnet.

Neben seinen astronomischen Tätigkeiten beschäftigte er sich mit der Methodik, aus Ideen konkrete Produkte zu entwickeln (siehe Morphologische Analyse).

Literatur

  • Fritz Zwicky: Morphological Astronomy. Springer-Verlag, Berlin, Göttingen, Heidelberg 1957.
  • Fritz Zwicky: Morphologische Forschung. Winterthur, 1959, Neuaufl. Glarus: Baeschlin, 1989
  • Fritz Zwicky: Morphology of Propulsive Power. Pasadena/Zürich, 1962
  • Fritz Zwicky: Entdecken, Erfinden, Forschen im morphologischen Weltbild, München, Zürich, Droemer/Knaur, 1966

Weblinks

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