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Friede von Amiens
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Der Friede von Amiens wurde am 27. März 1802 zwischen Frankreich und Großbritannien geschlossen.
Vorausgegangen war 1801 der Friede von Lunéville zwischen Österreich bzw. dem Reich und Frankreich. Gemäß dem Frieden von Amiens musste Großbritannien alle kolonialen Eroberungen außer Ceylon (heute Sri Lanka) und Trinidad an Frankreich und Malta an den Johanniterorden zurückgeben. Frankreich räumte Ägypten, Neapel und den Kirchenstaat; Die Unantastbarkeit des Osmanischen Reiches wurde garantiert. Frankreich war de facto der Sieger und schnitt somit deutlich besser ab. Langfristig konnte der Frieden jedoch nicht halten, denn Napoleon unterließ es, einen Handelsvertrag mit Großbritannien abzuschließen, d.h. dass alle Einschränkungen, die während des Krieges gegolten hatten, auch weiter bestanden. Keine der Bestimmungen des Vertrages wurde vollständig erfüllt, und so kam es ab dem 18. Mai 1803 erneut zu Auseinandersetzungen.
Somit währte der Friede nur dreizehn Monate und drei Wochen. In dieser Zeit strömten britische Touristen auf den Kontinent. Christopher Herold zufolge befanden sich bis September 1802 allein in Paris zehntausend Briten, und in den aufblühenden Salons der großen Damen sprach man sich wieder mit Madame statt Bürgerin an. Unterzeichnet wurde der Vertrag von Joseph Bonaparte und Marquis Cornwallis.
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