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Französisch-Indochina
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Bild:Flag of Colonial Vietnam.svg Frankreich zwang 1863 Vietnam zur Abtretung der südlichen Provinzen des Landes und annektierte sie als seine Kolonie Cochinchina. Es besetzte nach dem Französisch-Chinesischen Krieg (1884-1885) auch den Rest Vietnams und richtete dort die Protektorate Annam und Tongking ein, die unter nomineller Herrschaft des vietnamesischen Kaisers von Hue verblieben. Die Union Indochinoise, „Französisch Indochina“, wurde 1887 aus Annam, Tongking und Cochinchina (die heute das Staatsgebiet Vietnams bilden), sowie der Khmer Republik (heute Kambodscha) geschaffen.
Geschichte
1893 wurde auch Laos diesem Kolonialreich eingegliedert. Ab 1900 wurde schließlich auch das Pachtgebiet von Kwangtschouwan im Süden Chinas bis zu dessen Besetzung durch Japan im Februar 1943 der Verwaltung von Französisch-Indochina untergeordnet.
Während des 2. Weltkrieges kam es zur japanischen Oberherrschaft, die französischen Truppen blieben als Kolonisatoren des französischen Vichy-Regimes bis zum März 1945 im Land. Im August 1945 kapitulierte Japan.
Nachdem die Franzosen wieder die Kontrolle in Indochina erlangt hatten, kam es zunehmend zu militärischen Konflikten mit den kommunistischen Viet Minh, welche von Ho Chi Minh geführt wurden. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützten die USA die Viet Minh im Kampf gegen die japanischen Besatzer. Am 2. September 1945 wurde, nachdem der Kaiser Bao Dai von seinem Amt zurücktrat, Ho Chi Minh zum Präsidenten der "Demokratischen Republik von Vietnam" erklärt. Jedoch konnten britische, französische und chinesische Truppen noch im selben Monat die Macht Frankreichs in dem Gebiet wiederherstellen, worauf blutige Kämpfe losbrachen. 1950 rief Ho Chi Minh zum zweiten mal eine "Demokratische Republik" aus, die von den kommunistischen Staaten China und der Sowjetunion anerkannt wurde.
1954 erlitt die französische Kolonialarmee in der Schlacht von Dien Bien Phu eine vernichtende Niederlage, worauf der französische Einfluss in Indochina zurückging und die Teilung Vietnams in einen Nord- und Südstaat vollzogen wurde. Noch im selben Jahr wurde Indochina aus der Französischen Union herausgelöst und am 20. Juli wurde durch die Indochinakonferenz (auch Genfer Indochina-Konferenz) die volle Souverenität Kambodschas, Laos und Vietnams bestätigt.
Siehe auch
- Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft
- Vietnam während des 2. Weltkrieges
- Augustrevolution
- Vorgeschichte des Indochinakrieges
- Indochinakrieg
- Vietnamkrieg
Literatur
- Werner Draguhn/Peter Schier (Hrsg.): Indochina - Der permanente Konflikt? (1987).
- Oskar Weggel: Indochina - Vietnam, Kambodscha, Laos. (1990).
- Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld - Dreißig Jahre Krieg in Indochina. (1980).
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