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Fotomontage

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Die Fotomontage ist eine spezielle Form der Kollage, die ganz oder zum großen Teil aus Fotografien oder Teilen von Fotografien und objets trouvés besteht. Oftmals dient sie der Satire. Der Begriff kommt aus dem Umfeld der industriellen Zivilisation und erinnert bewusst an Maschinenmontage und Turbinenmontage (Gustavs Klucis, 1932).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Entwicklung

Fotomontage
Fotomontage

1928 definierte Stepanova (auch eine bekannte Fotomontagekünstlerin) die Fotomontage als "Zusammenbau und Kombination von ausdrucksstarken Momenten einzelner Fotografien". Die Fotomontage hat ihren Ursprung im Dadaismus der 20er-Jahre, wo sie eine Art visueller Anarchie initiierte.

Im Gegensatz zur Collage, die sich meist vorgefundener Materialien (wie z.B. Ausschnitte aus Illustrierten etc.) bedient, werden bei der Fotomontage Aufnahmen unterschiedlichster Art vom Autor der Montage selbst vorgefertigt, um diese sodann zur Realisation einer Bildidee zu verwenden.

In den 30er-Jahren wurde die Fotomontage intensiv vom Surrealismus aufgegriffen. Politisch-satirische Montagen schuf der auf diesem Gebiet herausragende John Heartfield (vor allem für die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung). Das Ausdrucksmittel setzte sich schließlich auch in der Werbung durch, wo es heute beinahe eher die Regel als die Ausnahme ist.

Durch die Fortschritte der elektronischen Bildbearbeitung im späten 20. Jahrhundert werden Fotomontagen auch vermehrt als fotorealistische Bilder realisiert, die kaum noch von Originalbildern zu unterscheiden sind - beispielsweise auch, um Bilder zu kreieren, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht oder generell nicht möglich waren. So können Fotos so genannter Stars bereits mit ihren Babys in den Armen abgedruckt werden, ohne dass sie tatsächlich in dieser Situation fotografiert werden konnten.

Auch die Möglichkeiten der Videomontagen wurden in den letzten Jahren immer ausgefeilter.

Fotomontage wird häufig in Verbindung mit politischer Propaganda, aber auch zur Karikatur verwendet. Außerhalb politischer Motivation werden allerdings auch häufig Bilder von Privatpersonen verfälscht, um diese Personen zu diskreditieren. Die Erstellung und Verbreitung solcher zur Manipulation anderer Personen und als fingierte "Beweise" eingesetzter Bilder ist daher in vielen Ländern strafbar.

Nicht nur im wissenschaftlichen Bereich können Fotomontagen hingegen besser denn je Zukünftiges, aktuell noch nicht Machbares und auch erst zu Entwickelndes darstellen und veranschaulichen. Im Rapid Product Development und im Produktdesign kommen entsprechende Computergrafiken daher häufig zum Einsatz.

Künstler

Beispiele

Siehe auch

Literatur

  • Jürgen Holtfreter: Politische Fotomontage. Berlin: Elefanten Press Galerie 1975
  • Hans-Jürgen Tast (Hrsg.) „Eve of Destruction. Draußen ist Krieg, drinnen auch“ (Schellerten 2005) (z.m.a.K.) ISBN 3-88842-029-6;

Weblinks

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