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Flickr
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Flickr (Nomen von englisch to flick through something, „etwas durchblättern“, also in etwa „Vorrichtung zum Durchblättern“ bzw. „Durchblätterer“ oder von englisch to flicker, „flimmern“) ist eine teils kommerzielle Web-2.0-Webanwendung, die es Benutzern erlaubt, digitale Bilder mit kurzen Kommentaren auf die Website und so anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Neben dem herkömmlichen Upload über die Website können die Bilder auch per E-Mail oder vom Fotohandy aus übertragen werden und später von anderen Webauftritten aus verlinkt werden.
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Geschichte
Flickr wurde von Ludicorp entwickelt, einem 2002 in Kanada gegründeten Unternehmen mit Sitz in Vancouver. Ursprünglich war das Hochladen von Bildern nur ein Aspekt des Online-Spiels, das Caterina Fake und ihr Ehemann Stewart Butterfield programmierten. Diese Komponente kam jedoch besonders gut bei den Benutzern an, was dazu führte, dass die Arbeiten an dem Online-Spiel einstellte und Flickr in seiner heutigen Form entstand. Im März 2005 wurden Flickr und Ludicorp von Yahoo! gekauft.
Flickr hat nach eigenen Angaben ca. 5.000 Seitenzugriffe pro Minute und über fünf Millionen registrierte Benutzer. Laut der Suchmaschine Alexa gehört Flickr damit zu den tausend am stärksten frequentierten Seiten im Internet.
Die Anzahl der eingestellten Fotos betrug im April 2007 ca. 4,5 Milliarden.
Funktionen
Flickr bietet die Möglichkeit, Fotos in Kategorien (auch Tags genannt) zu sortieren, in sogenannte Pools aufzunehmen, nach Stichworten zu suchen, so genannte Photostreams (Photoblogs) anderer Benutzer anzuschauen und Bilder mit Bildausschnitten zu kommentieren.
Darüber hinaus stehen eine Vielzahl von RSS-Feeds zur Verfügung, die die Darstellung der Bilder auf beliebigen Webseiten oder das Finden neuer Bilder zu einem bestimmten Thema vereinfachen sollen.
Flickr bietet eine spezielle Suchfunktion, um gemeinfreie Bilder und Bilder mit Creative-Commons-Lizenzen zu finden, die dem Benutzer eine Weiterverarbeitung gestatten.
Der Entwicklungsstand der zu Grunde liegenden Software wurde im Mai 2006 von einer Beta- auf eine Gamma-Version umgestellt.
Datenschutz und Zugriffsbeschränkungen
Die Benutzer können die Bilder für jeden sichtbar veröffentlichen oder nur als Backup für die eigene Photosammlung auf dem Heimrechner nutzen. Die Erlaubnis zum Betrachten lässt sich auf eine Gruppe anderer Flickr-Benutzer einschränken. 82 % der Nutzer stellen ihre Bilder aber jedermann zu Verfügung.[1] Die Bilder können unter einer frei wählbaren Lizenz veröffentlicht werden, darunter auch unter der Creative Commons.
Für Benutzer, die sich gratis registriert haben, gelten unter anderem folgende Einschränkungen:
- Uploadvolumen von 100 MB pro Monat
- maximale Fotogröße von 5 MB
- öffentlich im Fotostream angezeigt werden nur die 200 aktuellsten Fotos
- es können nur drei Foto-Alben erstellt werden
- es besteht kein Zugriff auf die Originaldatei
- Flickr behält sich die Option vor, Zugänge, die mehr als 90 Tage inaktiv waren, zu löschen
- Bilder können maximal in zehn Fotogruppen gleichzeitig eingetragen werden
Mit einem käuflichen, sogenannten pro account, fallen die genannten Einschränkungen dann weg und das Uploadvolumen erhöht sich auf 10 MB pro Bild.
Tags und Kategorien
Die Möglichkeit, jedes Bild frei zu kategorisieren, mit einer Beschreibung zu versehen und von anderen kommentieren zu lassen, unterstützt den Anwender beim schnellen Aufbau von Metadaten.
Mit Hilfe von Suchmaschinen, die diese Daten gezielt auswerten können, erhält man ein organisierteres Web, das von vielen gemeinsam klassifiziert und bewertet wurde. Im Englischen nennt man dieses Phänomen Folksonomy, im Deutschen passt am besten der Begriff „kollaborative Klassifikation aus Informationswiedergewinnung“.
Flickr bietet Suchfunktionen nach Kategorien. Damit kann man sich z. B. die neusten Bilder, Weblinks und Weblog-Artikel zu einem beliebigen Thema ansehen.
Interaktion und Schnittstellen
Flickr setzt stark auf Ajax, um seine Seiten dynamisch aufzubauen; für bestimmte Tools und die Dia-Shows wird weiterhin durch Open-Source-Software generiertes Flash benutzt. Die externe Anbindung verschiedener Anwendungen wie zum Beispiel Weblogs unterstützt Flickr durch offene Schnittstellen. IPTC-Kommentare und Stichwörter der Bilddaten werden automatisch als Tags und Beschreibung übernommen. Flickr-Benutzerseiten und Kategorien können per RSS und Atom abonniert werden. In den Fotodaten enthaltene GPS-Daten werden von flickr automatisch ausgelesen oder können als "Machine-Tags" vom Benutzer nachträglich angefügt werden. Die Aufnahmepositionen der Fotos werden auf Karten weltweit dargestellt.
Flickr setzt in diesem Zusammenhang konsequent auf die Verwendung von offenen Standards, so dass viele Weiterentwicklungen und Verwendungen von Flickr-Bildern oder -Metadaten erst dadurch entstehen, dass die dazu benötigten Daten an offenen, gut dokumentierten Schnittstellen zur Verfügung stehen.
Siehe auch
Quellen
Weblinks
- Flickr.com
- Umfangreiche Flickr-Tools-Sammlung
- Flickr Related Tag Browser - Flickr nach verwandten Themen durchsuchen
- Flickr verwendet Open Source
- Flickr-Tutorial in deutscher Sprache (mit vielen Detailinformationen)
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