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Fielmann

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Fielmann AG
Bild:Fielmann-Logo.svg
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Slogan Brille: Fielmann
Gründung 1972
Unternehmenssitz Hamburg
Unternehmensleitung Günther Fielmann, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 11.160, davon 1.715 Auszubildende (2006)
Branche Einzelhandel, Optiker
Webadresse www.fielmann.com
Bild:Fielmann-ndl in hamburg.jpg
Fielmann Niederlassung in Hamburg (Mönckebergstraße)
Bild:Fielmann Ploen Geschaeft 2006.jpg
Fielmann Niederlassung in Plön (Lange Straße)

Fielmann ist Marktführer der deutschen Augenoptik. Mit 5 Prozent aller Optikfachgeschäfte in Deutschland (Fielmann: 500 Niederlassungen, Branche: 10.100 Geschäfte) erzielte Fielmann 2006 einen Absatzmarktanteil von 48 Prozent und einen Umsatzmarktanteil von 21 Prozent.

Europaweit erwirtschaftete die Fielmann AG 2006 mit 571 Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und den Niederlanden einen Außenumsatz (inklusive Franchisern und Industrie) von 913 Millionen Euro und einen Absatz von 5,8 Millionen Brillen.

Günther Fielmann, staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister, ist Gründer, Mehrheitsaktionär und Vorstandsvorsitzender der Fielmann AG.

Inhaltsverzeichnis

Gründung und Unternehmensgeschichte

1972 eröffnet Fielmann sein erstes augenoptisches Fachgeschäft in Cuxhaven. Vor Fielmann waren Kassenbrillen wenig attraktiv, die Auswahl äußerst klein. Es gab sechs Kunststoffmodelle für Erwachsene und zwei für Kinder. Der Markteintritt von Fielmann markiert den Beginn eines Umbruchs in der augenoptischen Branche. Fielmann hat die augenoptische Branche geprägt, der Kassenbrille gesellschaftliche Akzeptanz verschafft. Immer wieder hat Fielmann verbraucherfreundliche Leistungen im Markt durchgesetzt, die es vordem nicht gab: wie die Auswahl vieler tausend offen präsentierter Brillen, die Drei-Jahres-Garantie, die Geld-zurück-Garantie für Markenbrillen. Nach dem weitgehenden Wegfall der gesetzlichen Leistungen schreibt Fielmann mit der Nulltarif-Versicherung von Fielmann und der HanseMerkur die Geschichte der Kassenbrille fort.

Der mit der AOK Esens 1981 abgeschlossene Sondervertrag ist richtungweisend. Aus 8 Kassengestellen schafft Fielmann 90 modische und qualitativ hochwertige Modelle aus Metall und Kunststoff in 640 Varianten. Das Einheitsmuster der Kassenbrille hat Fielmann abgelöst durch modische Vielfalt.

Die TV-Werbung 1984 mit dem kleinen Mädchen und ihrem Slogan „Mein Papi hat keinen Pfennig dazubezahlt!“ macht Fielmann weithin bekannt.

1989 führt die Strukturreform im Gesundheitswesen zu einer Absenkung des Erstattungssatzes für die Fassung von 40 DM auf 20 DM. Von 1987 bis 1990 weitet Fielmann seinen Stückzahlmarktanteil von 11 auf 16 Prozent aus, dies mit 3 Prozent aller Geschäfte.

Seit 1994 ist Fielmann börsennotiert. 1994 erwirtschaftet Fielmann mit 294 Niederlassungen und 4.986 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen Umsatz von 868 Millionen DM (inkl. MwSt.) und einen Gewinn vor Steuern von 80,5 Millionen DM.

1995 übernimmt Fielmann die Pro-Optik AG/Basel, den drittgrößten Optiker in der Schweiz, betreibt heute 27 Niederlassungen. Das Fielmann-Flaggschiff in der Zürcher Bahnhofstrasse erzielt jährlich einen Umsatz von 16 Millionen Euro.

Zum 1. Januar 1997 streicht der deutsche Gesetzgeber die Fassung ersatzlos aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Der bis dahin gewährte Erstattungssatz von 20 DM entfällt. Fielmann erhöht mit 4 Prozent aller augenoptischen Fachgeschäfte seinen Marktanteil in den Jahren 1995 bis 1998 von 32 auf 38 Prozent.

1999 erfolgt der Markteintritt in Österreich; sieben Jahre später sind es dort 22 Niederlassungen.

Im Januar 2002 eröffnet Fielmann sein mit einem Investitionsvolumen von 32 Millionen € errichtetes neues Produktions- und Logistikzentrum. Rathenow liefert jedes Jahr mehr als 5 Millionen Brillenfassungen aus, versendet 7,5 Millionen Artikel.

Die gemeinnützige Fielmann-Akademie erwirbt im Januar 2002 vom Land Schleswig-Holstein Schloss Plön. Die Fielmann-Akademie bildet den Nachwuchs aus für die neue Generation des augenoptischen Fachgeschäftes, steht auch externen Augenoptikern zur Verfügung.

Zum 1. Januar 2004 wird mit der dritten Strukturreform im Gesundheitswesen den gesetzlich Versicherten bis auf wenige Ausnahmen der Anspruch auf Korrektionsgläser gestrichen. Damit ist die Kassenbrille für die überwältigende Mehrheit weggefallen. Die übrige augenoptische Branche vermeldet einen Rückgang von 31 Prozent, Fielmann einen Anstieg des Absatzmarktanteils von 43 auf 53 Prozent in der Zeit von 2002 bis 2004, dies mit 5 Prozent aller Geschäfte.

Die Fielmann AG erzielt 2006 einen Außenumsatz von 913 Millionen € (+ 8,4 Prozent Steigerung zu 2005) und einen Konzernumsatz von 792 Millionen € (+ 8,2 Prozent). Der Gewinn vor Steuern steigt auf 106,9 Millionen € (+ 22,9 Prozent), der Jahresüberschuss auf 71,8 Millionen € (+ 24,2 Prozent). 2006 hat Fielmann 690 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, mit 1.715 Auszubildenden gesamt stellt Fielmann 27 Prozent aller Auszubildenden im augenoptischen Handwerk.

90 Prozent aller Bürger kennen Fielmann, 16 Millionen tragen eine Brille vom Marktführer, das Unternehmen verkauft in Deutschland jede zweite Brille.

Produkte

Die Fielmann AG ist Produzent, Agent und Augenoptiker, deckt die ganze Wertschöpfungskette der augenoptischen Branche ab.

Weitere Aktivitäten

Fielmann pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute weit mehr als 800.000 Bäume und Sträucher. Fielmann engagiert sich medienwirksam im Naturschutz und Umweltschutz, in der Denkmalpflege und im Öko-Landbau. Günther Fielmann macht dies als Bio-Bauer und Öko-Landwirt auf Hof Luetjensee und Hof Ritzerau]. Fielmann hilft Schulen, Gemeinden, Altenheimen und fördert den Breitensport.

Siehe auch

Weblinks



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Koordinaten: 53° 34′ 50″ N 10° 1′ 48″ O

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