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Fernsehfilm

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Fernsehfilme sind Filme in Spielfilmlänge, die für die Ausstrahlung im Fernsehen hergestellt werden. Sie werden in der Regel von einer oder mehreren Rundfunkgesellschaften in Auftrag gegeben und finanziert. Früher waren auch Eigenproduktionen der Fernsehsender gang und gäbe.

In Deutschland lässt jeder größere Sender Fernsehfilme aller Genres durch Auftragsproduzenten herstellten. Allerdings haben einige Fernsehsender auch eigenständige Produktionsfirmen gegründet, die mit der Herstellung von Fernsehfilmen beauftragt werden. Dadurch haben die Sender die Möglichkeit, Umsatzerlöse aus der Herstellung als Einnahmen in den eigenen Produktionsfirmen zu erhalten und zugleich die wirtschaftlichen Risiken einer Filmproduktion auszulagern. Dieses Verfahren der Sender führt zu Wettbewerbsverszerrungen und einer Benachteiligung der unabhängigen Fernsehproduktionsgesellschaften.

Im Normalfall bietet ein Produzent dem Redakteur eines Fernsehsenders ein Treatment an, häufig zusammen mit Besetzungsvorschlägen für Regisseur und Hauptrollen. Wenn den Redakteur das Treatment interessiert, wird er es in einer Redaktionssitzung vorschlagen. Falls die Redaktion sich für den Stoff entscheidet, wird der Produzent beauftragt, ein Drehbuch zu entwickeln (siehe Stoffentwicklung).

Die Entwicklung des Drehbuchs wird vom Redakteur betreut. Das fertige Drehbuch wird dann erneut in einer Redaktionssitzung vorgeschlagen, in der die Redaktion entscheidet, ob sie einen Umsetzungsauftrag vergeben möchte. Der Produzent erstellt eine Kalkulation für die Umsetzung des Drehbuchs, auf deren Basis er den Auftrag für die Filmproduktion erhält. Die Redaktion nimmt den Rohschnitt, die Musik, die Mischung und das Sendeband ab. Alle Rechte an dem Drehbuch werden solange von der Produktionsfirma gehalten, bis ein Sender einen Auftrag zur Produktion an die Produktionsfirma vergibt und die Rechte an dem Drehbuch bezahlt. Die Rechte an dem fertigen Film gehören schon während der Entwicklung und der Produktion dem Sender. Der Auftragsproduzent trägt das Produktionsrisiko allein, d.h. im Falle von Kostenüberschreitungen trägt diese der Produzent alleine, soweit er nicht durch Filmversicherungen abgesichert ist.

Viele Regisseure haben sich auf Fernsehfilme spezialisiert. Beispiel dafür sind Dieter Wedel und Marco Serafini, die bereits zahlreiche Fernsehfilmreihen für unterschiedliche Sender gedreht haben.

Siehe auch

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