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ExxonMobil

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Exxon Mobil Corporation
Unternehmensform Corporation
Gründung 30. November 1999
Unternehmenssitz Irving, Texas
Bild:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
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Unternehmensleitung Rex Tillerson (Chairman/CEO)
Mitarbeiter ca. 82.100 (2006)
Umsatz 365,467 Milliarden USD (2006)
Produkte Öl und Gas
Webadresse http://www.exxonmobil.com

Die Exxon Mobil Corporation ist ein amerikanischer Mineralölkonzern, der 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon und Mobil Oil entstanden ist. Exxon gilt als ein direkter Nachfolger der Standard Oil Company.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftsdaten

Exxon Mobil ist derzeit (September 2006) das nach Marktkapitalisierung (415 Mrd. USD) größte Unternehmen der Welt. Der Unternehmenssitz befindet sich in Irving, Texas. Mit einer Jahresproduktion von über neun Millionen Tonnen Polyolefinen ist das Unternehmen Weltmarktführer auf diesem Gebiet.[1]

In Folge des gestiegenen Ölpreises konnte die Aktie des Unternehmens allein seit Beginn 2005 bis September um 41,8 % zulegen.

Hauptaktionäre sind die Barclays Bank Plc mit 3,92 %, die FMR Corporation mit 2,28 % und die State Street Corporation mit 2,73 %. Der Umsatz pro Jahr und Mitarbeiter stieg von 1.735.519,00$ im Jahre 1999 über 2.336.827,00$ 2000 auf 3.469.557,00$ 2004 an. Exxon beschäftigt derzeit etwa 87.000 Personen, 1999 waren es noch 107.000. Der Umsatz im 3. Quartal 2005 betrug 100,7 Mrd US$, der Gewinn im 3. Quartal 2005 betrug 9,97 Mrd US$.

Exxons Aktie ist an zahlreichen Börsen notiert, und es gibt eine Vielzahl derivativer Anlageprodukte. Auch viele Fonds sind investiert. Globale Konkurrenten sind British Petroleum (Großbritannien), Total (Frankreich), Chevron Corporation (USA), ConocoPhillips (USA) und Royal Dutch Shell (Niederlande/ Großbritannien). ENI SPA ist der italienische Versorger, in Österreich gibt es die OMV AG und in Skandinavien die Statoil und Norsk Hydro (beide Norwegen), Lukoil in Russland. Mit Russlands Energieriesen Gazprom gibt es neben Lukoil zwei russische große Konkurrenten für Exxon Mobil. Gazprom allein verfügt über ein Viertel der gesicherten Erdöl- und Erdgasvorkommen weltweit, und sein Aktienkurs verdoppelte sich von Mai bis November 2005.

Jahresüberschuss

(in Millionen Euro, Wechselkurs US$/ Euro Stand 11. Oktober 2006)

1999: 7.910,00
2000: 17.720,00
2001: 15.320,00
2002: 11.460,00
2003: 16.670,00
2004: 20.080,00
2005: 28.600,00
2006: 30.153,00 (Umrechnungskurs 4.2007)[1]

Top-Manager

Edward G. Galante
J. Stephen Simon
Lee R. Raymond
Rex W. Tillerson
Stuart R. McGill

Aufsichtsrat

Henry A. McKinnell, Jr.
James R. Houghton
Lee R. Raymond
Marilyn Carlson Nelson
Michael J. Boskin
Philip E. Lippincott
Reatha Clark King
Rex W. Tillerson
Walter V. Shipley
William R. Howell
William W. George

Konzernstruktur / Unternehmensbeteiligungen

Exxon Mobil Corporation

  • ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg (100%)
    • ESSO Deutschland GmbH, Hamburg
      • ExxonMobil Chemical Central Europe GmbH, Köln
      • Mehrere osteuropäische Gesellschaften
      • Diverse Vertriebsgesellschaften z.B. Fernwärme, Mitteldestillat
    • Mobil Erdgas-Erdöl
      • ExxonMobil Gas Marketing Deutschland GmbH, Hannover
      • ExxonMobil Gastransport Deutschland GmbH, Hannover
      • ExxonMobil Gasspeicher Deutschland GmbH, Hannover
    • ExxonMobil Production Deutschland GmbH, Hannover
    • Esso Schweiz
    • Esso Austria

ExxonMobil ist funktionell in drei Bereiche mit Unterabteilungen gegliedert:

  • Upstream (Houston, TX)
    • ExxonMobil Exploration Company
    • ExxonMobil Development Company
    • ExxonMobil Production Company
    • ExxonMobil Gas and Power Marketing Company
    • ExxonMobil Upstream Research Company
  • Downstream (Fairfax, VA)
    • ExxonMobil Refining and Supply Company
    • ExxonMobil Fuels Marketing Company
    • ExxonMobil Lubricants & Specialties Company
    • ExxonMobil Research and Engineering Company
    • ExxonMobil Global Services Company
  • Chemical (Houston, TX)
    • ExxonMobil Chemical Company

Hurrikans und die Konsequenzen

Eine Raffinerie von Exxon in der Gegend um Houston wurde in der Nacht vom 24. auf den 25. September 2005 von Hurrikan Rita überschwemmt, und war bis im Frühjahr 2006 außer Gefecht gesetzt. Nachdem durch diesen etwa 16 % der U.S. Inlands-Raffineriekapazität ausfiel, wollte sich Präsident Bush, bekannt für seine Kontakte zur Ölindustrie, für eine Erweiterung der Kapazitäten und Dezentralisierung in den Staaten, sowie für eine Freigabe von neuen Offshore-Bohrplänen, z. B. vor Floridas Küste einsetzen.

Der hohe Erdölpreis hatte dem Konzern im dritten Quartal 2005 einen Rekordgewinn um 75 % auf 8,2 Milliarden Euro gebracht. Konzernchef Lee R. Raymond verwahrte sich dabei gegen Vorwürfe der Preistreiberei im Gefolge der Hurrikans.

Lobbyarbeit

Wie die Union of Concerned Scientists (UCS), ein Wissenschaftsverband mit 200.000 Mitgliedern in den USA, im Januar berichtete, hat ExxonMobile in den letzten Jahren fast 16 Millionen Dollar investiert, um Skeptiker des Klimawandels zu unterstützen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu verschleiern und Politiker und Medien zu manipulieren.[1] In den Jahren 1998 bis 2005 gingen davon 1,6 Millionen Dollar an das American Enterprise Institute. Dieses bietet Wissenschaftlern 10.000 Dollar plus Spesen für Berichte, die den Klimabericht der UNO in Frage stellen. Das berichtet die britische Zeitung The Guardian.[1]

Exxon Mobil und die Generaldirektion Binnenmarkt gewannen den Worst EU Lobby Award 2006. Der Ölkonzern wurde damit für sein beharrliches Bemühen ausgezeichnet, eine faire öffentliche und politische Debatte zum Klimaschutz im Sinne eigener Geschäftsinteressen zu verhindern.

Exxons Schuld am Umwelt-Desaster in New York

Aufgrund leckender Rohrleitungen, rostender Öltanks und fehlenden Maßnahmen zum Grundwasserschutz, sind im Januar 2007 weite Teile des Newtown Creek bei New York mit giftigen Chemikalien und Öl verseucht worden, unter anderen mit Blei, Benzol und Kerosin. Auf Exxons altem Brooklyner Firmengelände war jahrzehntelang Öl in den Grund gesickert und hat sich dort zu einer Giftschicht ausgebreitet. Diese Schicht befindet sich direkt unter einem Wohnviertel. Dämpfe der Giftschlacke steigen aus den Kellern und der Kanalisation und führen zu schweren Gesundheitsschäden unter den Einwohnern. Schuld daran trug alleine der ExxonMobil-Konzern, der sich zu der Zeit - aufgrund von Sammelklagen der New Yorker Bevölkerung - vor Gericht verantworten musste. Auch die Stadt New York hat eine Umweltstudie eingeleitet, nachdem gütliche Verhandlungen mit dem Konzern gescheitert waren. Sogar das Justizministerium erwägt Klage. Zwar hat Exxon bereits mit dem Abpumpen der Giftschicht begonnen, steht nun aber wegen fragwürdigen Beseitigungsmaßnahmen in der Kritik.[1]

Geschichte

Exxon und Mobil waren beide 1882 Teile einer einzigen Firma – John D. Rockefellers Standard Oil Trust. 1911 ordnete der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Auflösung von Standard Oil an. Als neue Firmen entstanden dadurch unter anderem die Standard Oil Company of New York, die später als Mobile firmierte, und die Standard Oil of New Jersey, die spätere Exxon. Beide Teilfirmen wuchsen in den darauffolgenden Jahrzehnten unabhängig weiter. Die Standard Oil of New Jersey wurde unter anderem bekannt durch ihre Geschäftsbeziehungen mit der I.G. Farben und in Deutschland durch ihre Tochter Esso. Am 30. November 1999 konnten sich die beiden Konzerne aufgrund von veränderten gesetzlichen Bestimmungen wieder vereinigen. Der Umsatz der Firma entspricht dem BIP des Staates Österreich.[1]

Zukunft

Laut Exxon-Chef Rex. W. Tillerson reichen die Ölreserven der Erde noch für weitere 160 Jahre bei gleichbleibendem Anstieg des Verbrauchs. Noch unentdeckte Vorkommen machen allerdings die Hälfte dieser Rechnung aus.

Siehe auch

Quellen


Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Kategorie ExxonMobil – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Kritische Weblinks zu Exxonmobil

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