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Euskadi Ta Askatasuna

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Bild:ETA Pasajes 2003 06 28.jpg
ETA-Wandmalerei in Pasajes

Euskadi Ta Askatasuna beziehungsweise ETA (baskisch für Baskenland und dessen Freiheit) ist eine baskische bewaffnete Terrororganisation. Die Organisation verfolgt das Ziel, die Selbstbestimmung und sukzessive Abspaltung der von ihr als baskisch betrachteten Gebiete in den spanischen autonomen Regionen Baskenland und Navarra sowie des französischen Baskenlandes zu erreichen. Als Ziel wird die Schaffung eines kommunistisch geprägten, baskischen Staates mit der Bezeichnung Euskal Herria verfolgt.

Die Abkürzung ist deckungsgleich mit dem baskischen Wort eta – dt.: "und".

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als Begründer des baskischen Nationalismus gilt Sabino Arana Goiri, der am 31. Juli 1895 die Nationalistische Baskische Partei (Partido Nacionalista Vasco/PNV, baskisch Euzko Alderdi Jeltzalea) gründete und diverse Schriften über die baskische Nation und zum Verhältnis zwischen dem Baskenland und Spanien verfasste.

Gründung der ETA und Widerstand gegen das Franco-Regime

Mit dem spanischen Bürgerkrieg, aus dem der General und spätere Diktator Francisco Franco im Jahr 1939 als Sieger hervorging, wurde der baskische Nationalismus für Jahrzehnte in die Illegalität und damit in den Untergrund gedrängt. Dieser Umstand führte sowohl zu einer ideologischen Festigung als auch zu einer Radikalisierung des baskischen Nationalismus.

Euskadi 'ta Askatasuna wurde am 31. Juli 1959 in Spanien von einer Gruppe junger Basken gegründet, die vornehmliche Studenten der Jesuitenuniversität von Bilbao waren. Das Gründungsdatum der Organisation fiel, so eine verbreitete Ansicht, nicht zufällig auf den 31. Juli, dem Gründungstag des PNV. Die jungen Gründer von ETA argwöhnten, dass sich die politische Führungsriege des baskischen Nationalismus am Ende der 50er Jahre mit der Diktatur Francos arrangiert habe, und befürworteten einen radikaleren Kurs, der sich stärker an den Unabhängigkeitsbestrebungen Sabino Aranas orientiere. Gleichzeitig grenzten sich die Gründer von ETA gegen das völkische Gedankengut des Gründers des PNV ab, das in wesentlichen Teilen auf der Idee einer baskischen Rasse basiert. ETA setzte diesem rassistisch-nationalistischen Gedankengut zunächst ein kulturalistisches Konzept entgegen, in dem der Begriff der Nation über die baskische Sprache und nicht über die Herkunft definiert wurde. Vorbilder für die Organisation fanden die ETA-Gründer dabei u. a. bei der IRA, den in Indochina kämpfenden (Vietkong), der FLN-Bewegung in Algerien und anderen nationalrevolutionären Bewegungen. Im Jahr 1962 in einem Kloster in der französischen Ortschaft Belloc findet die erste Versammlung von ETA-Mitgliedern statt. Im Rahmen dieser Versammlung definiert sich die ETA selbst als eine "revolutionäre Untergrundorganisation". Ideologisch entwickelte sich die Organisation dabei im Spannungsfeld zwischen einer nationalrevolutionären und einer sozialistischen Ausrichtung. In der Folge kam es zu vereinzelten Abspaltungen. Etwa 1966/67 verließ beispielsweise der ETA-Gründer José Luis Álvarez Enparantza alias „Txillardegi“ die Organisation, der er eine zunehmende Militarisierung vorwarf. Im Jahr 1971 spaltete sich eine zunehmend marxistisch orientierte Fraktion von ETA ab. Im Oktober 1974 teilte sich die Organisation in einen militärischen und einen politisch-militärischen Arm auf. Während der politisch-militärische Arm von ETA den Rückzug in die Zivilgesellschaft bzw. in der Post-Franco-Phase in die Politik antrat, setzte der militärische Arm die bewaffneten Aktionen fort.

Die erste gewaltsame Aktion mit Todesfolge, die der ETA zugeordnet wird, erfolgte am 28. Juni 1960. Bei einem Bombenattentat im Amara-Bahnhof in San Sebastián wurden mehrere Menschen verletzt. Das anderthalb Jahre alte Kind Begoña Urroz Ibarrola kam dabei ums Leben. Zuvor hatte ETA bei einer ihrer ersten Aktionen einen Zug zum Entgleisen gebracht. Im Jahr 1965 begann die Organisation mit Überfällen und der Erhebung "revolutionärer Steuern". Die weiteren Anschläge von ETA zielten im Regelfall auf Polizisten, so etwa auch beim zweiten tödlichen Anschlag am 7. Juni 1968 in Villabona, sowie Militärs und Vertreter des Franco-Regimes. Bei den Aktionen wurden jedoch immer wieder auch völlig unbeteiligte Personen zu Opfern. Der folgenreichste Schlag der ETA erfolgte im Jahr 1973. Bei diesem Attentat am 20. Dezember 1973 ermordete ETA den spanischen Ministerpräsidenten und designierten Franco-Nachfolger Luis Carrero Blanco. Dieser hatte in der Kirche (Francisco de Borja) nahe seiner Wohnung wie jeden Tag die Morgenmesse besucht und war mit seinem Auto auf der Wegfahrt, als in einem von den ETA-Aktivisten zu diesem Zweck unter der Claudio-Coello-Straße gegrabenen Tunnel unter dem Auto drei Sprengladungen explodierten und Carrero Blanco und seine Begleiter töteten. Diese Aktion stieß sowohl in baskisch-nationalistischen Kreisen als auch bei den nicht-nationalistischen Franco-Gegnern durchaus auf Wohlwollen, doch öffentlich gab es nur wenige, die ihre Freude zeigten. In der Folge dieses Anschlags verstärkte das Franco-Regime die politische Repression.

ETA im demokratischen Spanien seit 1975

Während der Franco-Diktatur konnte sich ETA auf ein gewisses Maß an Sympathie in der spanischen Gesellschaft berufen, das insbesondere in den Aktivitäten gegen das damalige politische Regime begründet lag. Nach dem Übergang zur Demokratie wurde ETA von vielen Spaniern, auch im Baskenland, als Terrororganisation angesehen, die ein friedliches Zusammenleben im Land verhinderte. Kritiker werfen ETA insbesondere vor, dass sie ein normales politisches Leben im Baskenland unmöglich macht, beispielsweise durch Drohungen und Attentate gegen sozialistische und konservative Politiker oder Erpressungen von Unternehmern.

Auch die Bewertung von ETA durch das Ausland hat nach dem Übergang zur Demokratie eine Veränderung erfahren. So wurde das Vorgehen von ETA in der Zeit der Diktatur – und auch noch einige Jahre nach dem Übergang zur Demokratie – etwa von der französischen Regierung toleriert. Bekennenden Mitgliedern von ETA war es in dieser Zeit möglich, sich frei auf französischem Boden zu bewegen. Die französische Regierung ging davon aus, dass eine solche Politik geeignet war, das Ende des Franco-Regimes zu beschleunigen. Innerhalb von ETA sprach man in dieser Zeit vom santuario francés (dem französischen Sanktuarium), das den Mitgliedern als Rückzugsgebiet diente. Mitte der 80er Jahre hat Frankreich begonnen, sukzessive von dieser Politik Abstand zu nehmen. In den Jahren 1984 und 1985 wurden bei umfangreichen Polizeiaktionen in Frankreich viele ETA-Mitglieder verhaftet und an Spanien ausgeliefert oder in Drittländer ausgewiesen. In den 90er Jahren und in der Zeit nach den Anschlägen des 11. September 2001 in den USA ist die Zusammenarbeit mit den spanischen Behörden weiter intensiviert worden.

ETA in der Zeit des Übergangs zur Demokratie

Die im Oktober 1974 vollzogene Spaltung von ETA in einen mehrheitlichen politisch-militärischen und einen kleineren militärischen Arm führte in der Zeit des Überganges zur Demokratie zu einer zweigeteilten Entwicklung. Der überwiegende Teil der politisch-militärischen ETA hat die von der spanischen Regierung angebotene Amnestie für die während des Franco-Regimes verhafteten ETA-Mitglieder, auch wenn diese schwere Delikte begangen hatten, akzeptiert. Dieser Flügel lehnte für die Zukunft zugleich die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele ab und fügte sich ab 1982 in die legale politische Partei Euskadiko Ezkerra,(deutsch 'Linke des Baskenlandes') ein. Diese Partei fusionierte später mit der regionalen Gliederung der PSOE. Der militärische Arm von ETA radikalisierte sich dagegen und ging verstärkt zur einer Strategie des bewaffneten Kampfes über. Gleichzeitig weitete ETA die Zielgruppen für ihre Aktionen aus. Seit den späten 70er Jahren richteten sich die Aktivitäten etwa auch gegen baskische Politiker und Journalisten, die sie der Zusammenarbeit mit Spanien bezichtigen.

ETA in der Demokratie

Mit der Verabschiedung der Verfassung des Königreiches Spanien 1978 und des Autonomiestatutes für das Baskenland am 22. Dezember 1979 bekamen die baskischen Provinzen in Spanien weitgehende Autonomierechte zugesprochen. Mit dieser politischen Veränderung veränderten sich auch die Rahmenbedingungen für die Aktionen von ETA.

Die vom militärischen Arm von ETA betriebene Strategie des bewaffneten Kampfes blieb jedoch unverändert und führte in der Konsequenz zu Eskalationen der Gewalt. Beispiele hierfür sind das erste Autobomben-Attentat von ETA in Madrid im September 1985, bei dem ein Mensch getötet und 16 verletzt wurden, und der Bombenanschlag am 19. Juni 1987 auf einen Supermarkt der Kette Hipercor in Barcelona, bei dem 21 Personen starben und 45 verletzt wurden. Zwar hatte ETA vor der Bombe gewarnt, weil jedoch die Sicherheitskräfte die Bombe nicht finden konnten und schließlich von einem falschen Alarm ausgingen, wurde das Gebäude nicht evakuiert.

Von 1983 bis 1987 traten – wie sich später herausstellte, mit Tolerierung bzw. sogar Unterstützung der regierenden spanischen Sozialisten – erstmals gegen ETA gerichtete Kommandos auf, die so genannten "Grupos Antiterroristas de Liberación", kurz GAL, (deutsch Antiterroristische Befreiungsgruppen). Diese verübten mehrere Attentate, Entführungen und Folteraktionen sowohl gegen Mitglieder von ETA als auch unschuldige Zivilisten. Diese Phase des Kampfes des spanischen Staates gegen den ETA-Terrorismus wird als die Phase der "guerra sucia" (deutsch "schmutziger Krieg") bezeichnet und trug, entgegen der Absicht der Initiatoren, dazu bei, ETA eine gewisse Rechtfertigung im Kampf gegen den "spanischen Staat" zu geben.

1995 verübte ein ETA-Kommando ein Sprengstoffattentat auf den Oppositionsführer José María Aznar, das dieser leicht verletzt überlebte. Ein Jahr später gewann Aznars Partido Popular die spanischen Parlamentswahlen und übernahm die Regierungsführung. Am 10. Juli 1997 entführte ETA den 29-jährigen Miguel Ángel Blanco, Stadtrat der baskischen Stadt Ermua und forderte eine Rückführung sämtlicher inhaftierter Aktiven ins Baskenland innerhalb von 48 Stunden, andernfalls würde Ángel hingerichtet werden. In ganz Spanien kam es daraufhin zu Demonstrationen, die zur Freilassung des Entführten aufriefen. Dennoch wurde Ángel zwei Tage später durch seine Entführer ermordet.

Die Strategie des bewaffneten Kampfes von ETA ist grundsätzlich bis in die Gegenwart gültig. Allerdings gab es seit Ende der 70er Jahre immer wieder Gespräche zwischen Vertretern des spanischen Staates und der Organisation, die mehrfach zu zeitweisen Waffenruhen führten. So hat die ETA während der Amtszeit des Ministerpräsidenten Calvo Sotelo im Februar 1981 eine erste Waffenruhe verkündet, die bis Februar 1982 galt. Am 28. Januar 1988 bot die ETA der Regierung von Felipe González eine Waffenruhe für 60 Tage an. Während dieser Zeit sollte eine Verhandlungslösung für den baskischen Konflikt gefunden werden. Die Geheimkontakte zwischen der spanischen Regierung und der ETA fanden in Algerien statt und mündeten Anfang 1989 in Verhandlungen. Im Vorfeld dieser Gespräche bot die ETA am 8. Januar 1989 eine einseitige Waffenruhe an. Als die Gespräche schließlich am 4. April 1989 scheitern, nimmt die Organisation die bewaffneten Aktionen wieder auf und verübt kurz darauf einen tödlichen Anschlag auf einen spanischen Polizisten. Im Juni 1996 bietet die ETA der neuen Regierung unter dem Ministerpräsidenten José María Aznar des Partido Popular eine diesmal einwöchige Waffenruhe an. Die spanische Regierung wird mit diesem Schritt aufgefordert, die politische Initiative zur Lösung des baskischen Konfliktes zu ergreifen. Nach dieser Woche nimmt die ETA erneut die Anschläge auf. Am 16. September 1998 verkündet die ETA abermals eine Waffenruhe, die in mehrere Verhandlungstreffen von Vertretern der spanischen PP-Regierung und ETA-Mitgliedern, u.a. am 19. Mai 1999 in Zürich, gipfelte. Die als "zeitlich nicht limitiert und bedingungslos" angekündigte Waffenruhe beendete ETA jedoch im November 1999 wieder. Am 18. Februar 2004 verkündet die ETA das Ende der bewaffneten Aktionen in der spanischen Autonomen Gemeinschaft Katalonien. Diese Ankündigung war das Ergebnis von Gesprächen zwischen den damaligen Führern der ETA, Josu Ternera und Mikel Antza, und dem Führer der katalanischen Linksnationalisten der "Esquerra Republicana de Catalunya" (ERC), Josep Lluís Carod Rovira, in Perpignan.

Im Frühjahr 2004 wurde ETA verdächtigt, für die verheerenden Madrider Zuganschläge vom 11. März 2004 verantwortlich zu sein. Obwohl sich schnell herausstellte, dass die Terroranschläge nicht von ETA, sondern von islamistischen Terroristen verübt worden waren, erfuhr die von ETA verfolgte Strategie des bewaffneten Kampfes eine empfindliche Schwächung. Die Ablehnung von Terror als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele wurde nach dem 11. März 2004 sukzessive zu einem parteiübergreifenden Konsens, dem sich auch der politische Arm von ETA, nicht entziehen konnte. In der Folge des 11. März 2004 kam es infolgedessen nur noch zu wenigen Aktionen von ETA, vor allem kleineren Bombenanschlägen ohne Todesopfer.

Vor diesem Hintergrund bot die ETA am 16. Januar 2005 an, den Konflikt im Baskenland mit Mitteln des Dialogs zu überwinden. In einer Erklärung schlug ETA vor, Verhandlungen zur Überwindung von Terror und Gewalt im Baskenland aufzunehmen. Mit dieser Erklärung unterstützte ETA den Vorschlag der verbotenen baskischen Partei Batasuna, die im November 2004 und nochmals am 15. Januar 2005 für die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der spanischen Zentralregierung plädiert hatte. Der Vorschlag von ETA wurde von der spanischen Regierung abgelehnt, denn ETA hatte von vorneherein die Forderung der Zentralregierung ausgeschlossen, die Waffen endgültig niederzulegen. Am 22. März 2006 kündigte die ETA schließlich eine bereits seit längerer Zeit erwartete dauerhafte Waffenruhe an. Die "Waffenruhe" trat am 24. März 2006 in Kraft. In dem Kommuniqué äußert die Organisation die Erwartung mit diesem Schritt einen demokratischen Prozess im Baskenland in Gang setzen zu können, der dazu beitragen könne, den baskischen Konflikt zu lösen. Spanien und Frankreich werden dazu aufgefordert, das Ergebnis dieses demokratischen Prozesses ohne Einschränkungen anzuerkennen. Die demokratischen Parteien in Spanien haben den Schritt der ETA grundsätzlich begrüßt, wobei unter Hinweis auf den langen und schwierigen Weg in Richtung eines nachhaltigen und dauerhaften Friedens zur Vorsicht gemahnt wurde. In einem weiteren Kommuniqué hat die Organisation über die Webseite der baskischen Zeitung Gara die Vorstellungen der ETA für die Zeit der dauerhaften Waffenruhe konkretisiert. Mit einem am 30. Dezember 2006 verübten Sprengstoffanschlag auf den Flughafen Barajas in Madrid hat die ETA die Waffenruhe allerdings noch im gleichen Jahr beendet. Der spanische Ministerpräsident Zapatero hat daraufhin den im Rahmen des angehenden Friedensprozesses initiierten Dialog mit der ETA suspendiert [1].

Opfer

Todesopfer
Zivilisten 339
Polizisten/Militärs 478
Gesamt 817
Quelle: Guardia Civil (Januar 2005)

Nach Angaben des spanischen Innenministeriums (Ministerio del Interior) wurden bei Anschlägen zwischen 1960 und 2003 insgesamt 817 Menschen von der ETA getötet, darunter 339 Zivilisten. Die übrigen gehörten staatlichen Organen an: Guardia Civil (198 Tote), Policía Nacional (145), Militär (97), Policía Local (24), Ertzaintza (baskische Polizei, 13), Mossos d'Esquadra (katalanische Polizei, 1).

Die Organisation Gesto por la Paz gibt an, dass im Baskenland und in Navarra derzeit mehr als 3.000 Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten von Personenschützern begleitet und ungefähr 900 von der Polizei beschützt werden.

Die Anschläge, die der ETA zugerechnet werden, reichen bis in das Jahr 1960 zurück. Hier eine Aufstellung einiger Anschläge ab 1986:

  • 14. Juli 1986: Anschlag mit einer Autobombe auf einen Bus der Guardia Civil, 8 Tote und 35 Verletzte
  • 20. Juni 1987: Anschlag mit einer Autobombe auf ein Kaufhaus in Barcelona, 21 Tote und 45 Verletzte
  • 11. Dezember 1987: Autobombe vor der Kaserne der Guardia Civil in Saragossa, 11 Tote, darunter vier Mädchen im Alter von drei bis sieben Jahren, drei Frauen und vier Polizeibeamte
  • 8. Dezember 1990: Anschlag auf Guardia Civil in Sabadell, 6 tote Polizeibeamte
  • 29. Mai 1991: Anschlag mit einer ferngesteuerten Autobombe auf eine Unterkunft der Guardia Civil in Vic, 9 Tote
  • ab Ende Juni 1991: Serie von Attentaten auf Angehörige der Guardia Civil, 9 Tote
  • 6. Februar 1992: Bombenanschlag auf Kleinbus der spanischen Armee, 5 Tote und 7 Verletzte
  • 20. Juni 1993: Zwei Autobomben explodieren in Madrid innerhalb von 45 Minuten, 7 Tote
  • 29, Juli 1994: Bombenanschlag auf spanischen General in der Altstadt von Madrid, 3 Tote
  • 11. Dezember 1995: Anschlag mit einer Autobombe auf die spanische Marine, 6 tote Zivilangestellte
  • 22. Februar 2000: Anschlag mit einer Autobombe auf den Chef der PSOE der Provinz Alava in der baskischen Hauptstadt Vitoria, 2 Tote
  • 22. Oktober 2000: Anschlag mit einer Autobombe auf Gefängnisaufseher in Vitoria, 1 Toter
  • 30. Oktober 2000: Anschlag auf einen Richter des obersten Gerichtshofes, José Francisco Querol, 4 Tote
  • 22. November 2000: Ermordung des Wissenschaftlers und Politikers Ernest Lluch in Barcelona
  • 14. Dezember 2000: Sprengstoffanschlag auf einen katalanischen Kommunalpolitiker, 1 Toter
  • 22. Februar 2001: Anschlag mit einer Autobombe in San Sebastián, 2 Tote
  • 9. März 2001: Anschlag mit einer Autobombe in Hernani bei San Sebastián, als ein Polizist ein verdächtiges Auto überprüft, 1 Toter
  • 17. März 2001: Anschlag mit einer Autobombe in der Küstenstadt Roses, 1 Toter, 1 Verletzter
  • 8. Mai 2001: Ermordung von Manuel Jiménez Abad, Vorsitzender des PP von Aragonien in Saragossa
  • 10. Juli 2001: Anschlag mit einer Autobombe in Madrid, 1 Toter und 13 Verletzte
  • 4. August 2002: Explosion einer 50-kg-Autobombe im Badeort Santa Pola (Alicante), 2 Tote
  • 24. September 2002: Sprengstoffanschlag in der baskischen Stadt Berástegui, 1 Toter
  • 30. Mai 2003: Anschlag mit einer Autobombe in Sangüesa in Navarra, 2 Tote und 2 Verletzte
  • 22. Juli 2003: Anschläge auf Touristenhotels in Benidorm und Alicante, 1 Toter, 12 Verletzte
  • 31. Januar 2005: Sprengsätze detonieren in einem Hotel in der Hafenstadt und dem beliebten Urlaubsort Denia nördlich von Alicante, 2 Verletzte
  • 25. Mai 2005: Autobombe in Madrid, 52 Personen wurden wegen leichten Verletzungen behandelt, es entstand Sachschaden.
  • 10. Juni 2005: Granatenangriff auf den Flughafen von Saragossa, keine Verletzten
  • 30. Dezember 2006: Autobombe in einem Parkhaus des Flughafen Madrid-Barajas, 2 Tote und 26 Verletzte

Eine genauere Dokumentation von ETA-Attentaten findet sich unter http://www.el-mundo.es/eta/atentados.html (auf spanisch)

Inhaftierte ETA-Mitglieder

Im Jahre 2003 waren in Spanien 508 und in Frankreich 115 ETA-Mitglieder in Haft. Die Häftlinge sind auf Haftanstalten in ganz Spanien verteilt, ein Umstand, der von Angehörigen der Häftlinge immer wieder kritisiert wird. Es finden immer wieder Demonstrationen gegen diese Politik der Zerstreuung der Gefängnisinsassen unter dem Slogan "euskal presoak – euskal herrira" statt. Bei amnesty international (ai) gehen immer wieder Vorwürfe ein, in Spanien würden selbst heute noch baskische Gefangene gefoltert. Im Berichtszeitraum 2005 versuchte die ETA, das Recht auf freie Meinungsäußerung - nach Auffassung der spanischen Zentralregierung - durch Schusswaffen- und Bombenanschläge sowie durch Einschüchterungskampagnen zu unterdrücken. Daher forderte Amnesty international die ETA auf, Tötungen, Entführungen und Geiselnahmen zu beenden und weitere Gewalt wie Brandstiftungen, Bombenanschläge und Erpressungen, denen sich Politiker, Gewerbetreibende, Journalisten, Justizbeamte, Polizeikräfte, Staatseinrichungen und andere Personen gegenübersehen, zu unterbinden. Amnesty international richtet regelmäßig ein Appell an die Organisation, die Menschenrechte zu achten und erklärt, Menschenrechte könnten niemals verhandelbar sein. Der Chef der ETA-nahen Partei Batasuna Arnaldo Otegi wurde 2005 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er in einem Interview sagte: "[El Rey es] el jefe máximo del Ejército español, es decir, el responsable de los torturadores, que ampara la tortura y que impone su régimen monárquico a nuestro pueblo mediante la tortura y la violencia." ("[Der König] ist der oberste Chef der spanischen Streitkräfte, sprich der Verantwortliche der Folterer, der die Folter (be)schützt und unserem Volk sein monarchisches Regiment durch Folter und Gewalt aufzwingt.") [2]

Literatur

  • Antje Helmerich: Nationalismus und Autonomie. Die Krise im Baskenland 1975-1981. Ibidem Verlag, 2002. ISBN 3458145486
  • Carmen Gurruchaga: Los jefes de ETA (Spanisch). Verlag La Esfera de los Libros, Madrid 2001. ISBN 8497340027
  • Julen Agirre (Pseudonym von Eva Forest): Operation Menschenfresser. Wie und warum wir Carrero Blanco hingerichtet haben – ein authentischer Bericht und Dokumente von E.T.A., übersetzt aus dem Französischen von Annie le Roux, 1976, Karin Kramer Verlag, Berlin, ISBN 3-87956-038-2, Trikont Verlag, München, ISBN 3-920385-90-X (Spanisches Original: Julen Agirre: Operacion Ogro. Como y por que ejecutamos a Carrero Blanco. 1974, Ediciones Mugalde, Hendaye, Ruedo Ibérico)

Weblinks

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Quellen

  1. El Pais "Zapatero: "He ordenado suspender todas las iniciativas para desarrollar el diálogo con ETA"" in der Webedition vom 30. Dezember 2006)
  2. El Mundo [1]
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