Aus Fotonexus.
Flavius Eugenius († 6. September 394 am Frigidus, heute der Bach Hubelj im Tal der Wippach, einem Nebenfluss des Isonzo) beanspruchte für sich als Usurpator den Titel eines Römischen Kaisers von 392 bis 394.
Nach dem mysteriösen Tod von Valentinian II. war der General Arbogast gezwungen, sein Leben zu retten, indem er den Grammatiklehrer und Hofbeamten Eugenius zum Kaiser machte. Arbogast selbst wäre als Germane wohl nicht als Kaiser durchsetzbar gewesen. Eugenius stand, obwohl selbst Christ, dem Heidentum sehr freundlich gegenüber; so bestand Eugenius’ erste Amtshandlung darin, den Victoriaaltar im Senat wiederherzustellen – ein letztes Aufbäumen der heidnischen Opposition (siehe dazu auch Quintus Aurelius Symmachus und Virius Nicomachus Flavianus).
Arbogast und Eugenius bemühten sich um die Anerkennung durch den senior Augustus Theodosius I. und setzten Inschriften im Namen von Eugenius, Theodosius und Arcadius (Vorlage:CIL). Theodosius verweigerte Eugenius aber die Mitregentschaft und trat der Rebellion entgegen, indem er in Italien einmarschierte und Eugenius’ Armee in der blutigen Schlacht am Frigidus am 6. September 394 schlug. Arbogast beging unmittelbar nach dieser Niederlage Suizid, während Eugenius von feindlichen Soldaten ermordet wurde.
Weblinks
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