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Enhanced Graphics Adapter
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EGA (Enhanced Graphics Adapter) ist ein von IBM 1984 für den IBM PC AT geschaffener Grafikkarten-Standard, der CGA ablöste und seinerseits durch VGA ersetzt wurde. In Deutschland kam die erste EGA-Grafikkarte 1985 unter dem Namen HR-Grafik-Adapter auf den Markt. In der nachfolgenden Zeit boten aber auch immer mehr andere Firmen, zum Beispiel Paradise oder Genoa, EGA-kompatible Grafikkarten an.
Nach dem von IBM vorgesehenen EGA-Standard werden bis zu 16 Farben aus einer Palette von 64 Farben, und 4 Bit Farbtiefe, bei einer Bildauflösung von 640×350 Pixeln realisiert. EGA-Karten enthalten außerdem 16-Farben-Versionen der CGA-Auflösungen 640×200 und 320×200, in denen ausschließlich die 16 CGA-Farben verwendet werden können. Im Textmodus unterstützen EGA-Karten theoretisch bis zu 70 Zeilen.
Um die EGA-Farben nutzen zu können, benötigte man einen speziellen EGA-Monitor, mit CGA-Monitoren konnte auch die EGA-Karte nur CGA-Farben darstellen. Diese Problematik wurde erst mit dem VGA-Monitoranschluss gelöst, indem man dort statt auf digitale wieder auf analoge Bildübertragung setzte.
Schon 1987 boten die meisten EGA-Karten weitaus mehr Leistung als der IBM-EGA-Standard. Die originale IBM-EGA-Karte verfügte über 64 KiByte Video-RAM, zu denen aber Speichererweiterungskarten erhältlich waren; spätere Versionen und Versionen anderer Hersteller brachten bis zu 256 KiByte Video-RAM mit. Damit konnten schon vor Start des VGA-Standards Auflösungen von bis zu 800×600 Pixel realisiert werden. Für den Anwender war diese Zusatzleistung allerdings nur begrenzt nutzbar, da bei Karten von Drittherstellern oft die notwendigen Treiber zur benutzten Software fehlten. Wenn zum Beispiel jemand AutoCAD auf einem Rechner mit Genoa-Karte nutzen wollte und Auto-CAD für diese Genoa-Karte keinen passenden Treiber mitbrachte, dann waren über die Standard-EGA-Leistung keine zusätzlichen Merkmale nutzbar.
Die späteren IBM-EGA-Karten verfügten zusätzlich über 16 KiByte ROM Speicher, der das BIOS mit zusätzlichen Grafik Funktionen erweiterte und den Motorola 6845 Video Adress Generator einführte.
Der Bildschirmspeicher der EGA-Karte ist, im Gegensatz zum damaligen RAM-Hauptspeicher, dual-ported, das heißt, dass gleichzeitig Programme den Bildschirmspeicher lesen und schreiben können, während die Hardware auf diesen Speicher zugreift. Für die Speicherung der Bilddaten und Bit-Muster ist der Bildschirmspeicher in gleich große Bereiche, sogenannte Planes, aufgeteilt. Insgesamt gibt es vier Planes.
Die EGA-Karte verwendet als PC-Schnittstelle einen 9-poligen Sub-D-Stecker, rechnerseitig wird aber eine DB-Buchse eingesetzt, um Verwechslungen mit der RS-232 Schnittstelle auszuschließen. Die Pins sind dabei wie folgt belegt:
Pin-Nummer Funktion 1 Masse 2 Rot LSB 3 Rot MSB 4 Grün MSB 5 Blau MSB 6 Grün LSB 7 Blau LSB 8 Sync + 9 Sync -
Dem EGA-Standard folgte im April 1987 der VGA-Standard durch IBM mit der Personal System/2 (PS/2) Linie. Das hatte zunächst jedoch nur zur Folge, dass die EGA-Karten, die bis dahin preislich die Oberklasse besetzt hatten, langsam auch für Mittel- und dann ab circa 1989 in Low-Budget-PCs verfügbar wurden. Erst mit dem Aufkommen von Windows 3.0 ab 1991 verschwand EGA allmählich.
Literatur
- Manfred Michael: Enhanced Graphics Adapter, Die Installation und Programmierung der IBM-HR- und kompatibler Grafikkarten. 2. Auflage, Markt & Technik Verlag AG, Haar bei München 1987. ISBN 3-89090-462-9
- Scott Mueller: Upgrading and Repairing PCs, Second Edition, Que Books, Indianapolis 1992, ISBN 0-88022-856-3
HGC – MDA – CGA – EGA – VGA – QVGA – SVGA – XGA – SXGA – SXGA+ – WSXGA – WSXGA+ – UXGA – SUXGA/QXGA – QUXGA
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