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Ehernes Lohngesetz
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Nach Ferdinand Lassalle, einem Wegbereiter der deutschen Sozialdemokratie und erster Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins[Vorgängerorganisation der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei) bzw. der späteren SPD (Sozialdemokratischen Partei Deutschlands), schwankt der Lohn bei vollkommener Konkurrenz unter den Bedingungen eines schrankenlosen Kapitalismus stets um das Existenzminimum. Beeinflusst wurde seine Theorie durch die Arbeiten von Thomas Robert Malthus und David Ricardo. In diesem Zusammenhang lehnte Ferdinand Lassalle die Gewerkschaften ab.
Entsprechend dieser Vorstellung sollten die Löhne gesetzlich festgelegt werden, d.h. für eine bestimmte Arbeitsleistung entsprechend dem "ehernen Lohngesetz" der Gegenwert in Geld gesetzlich festgeschrieben werden.
Die Überlegung ähnelt dem Mindestlohn, definiert jedoch nicht den Mindestanspruch, sondern einen fixen "ehernen" Geldwert der weder über- noch unterschritten werden darf.
Das eherne Lohngesetz ist daher das konzeptionelle Gegenteil der angewandten Tarifautonomie, die zwischen der Gewerkschaft als Arbeitnehmervertretung und den Arbeitgebern ohne formelle Einwirkung von außen stattfindet.
Kritiker sahen im Zusammenhang mit dem ehernem Lohngesetz das Hauptproblem in mangelnder Flexibilität, ferner sogar einen Versuch die Gewerkschaften zugunsten des ADAV aufzulösen und deren Funktionen auf diesen zu übertragen. In diesem Zusammenhang sei jedoch daran erinnert, dass Lassalle die Einrichtung von Produktivgenossenschaften anstrebte, in deren Organisationsform eine solche Regulation der Gehälter praktikabel ist.
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