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Didaktik im Netz
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Begriff
Didaktik (v. altgriech.: διδάσκειν /di'daskein/ „lehren“) beschäftigt sich mit der Theorie des Unterrichts, in einem weiteren Sinn auch mit der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens.
Seit einigen Jahren stehen Lehrpersonen auf allen Unterrichtsstufen vor der Herausforderung, neue Technologie effizient im Unterricht einzusetzen. Dabei handelt es sich nicht mehr nur um den eigentlichen Informatikunterricht, in dem die SchülerInnen den Umgang mit dem Computer erlernen, sondern die Informationstechnologien werden vermehrt auch dazu eingesetzt, den Schulstoff in anderen Fächern zu vermitteln. Dabei spricht man von Didaktik im Netz oder E-Didaktik. Da es sich um ein neues Phänomen handelt, sind die Begriffe allerdings noch nicht klar definiert und gegeneinander abgegrenzt. Man findet daher auch Bezeichnungen wie multimedialer Unterricht oder didaktisches oder pädagogisches Netzwerk.
Voraussetzung
Damit Computernetzwerke optimal im Unterricht eingesetzt werden können, sollten sie mit spezieller Software ausgerüstet sein. So genannte Klassenraum-Management-Software erlaubt es zum Beispiel, die Aktivitäten der SchülerInnen auf dem Computer zu überwachen, Bildschirme für Präsentationen zu übermitteln (screen sharing oder Bildschirmübermittlung), den SchülerInnen per Fernsteuerung zu helfen, oder den Zugang zum Internet zu sperren oder freizugeben. Damit kann die Motivation und die Aufmerksamkeit der Klasse und somit der Lernerfolg deutlich verbessert werden. Daneben gibt es verschiedenste Software, die dazu dient, die Administration des Schulnetzwerks zu vereinfachen.
Praxisbeispiel
In einem ersten Schritt kann eine Lehrperson mit der Demo-Funktion ihren Bildschirminhalt der ganzen Klasse sichtbar machen und gleichzeitig Tastatur und Maus der Schüler-PCs sperren. Dadurch ist die volle Aufmerksamkeit der Schülerschaft auf die Präsentation gerichtet. Mit Hilfe eines Präsentations- und Visualisierungstools kann die Lehrperson dabei gezielt durch die Präsentation führen, und die Schüler können sich das Gezeigte leichter einprägen. Anschließend können die Schüler selbstständig versuchen, das Gezeigte anzuwenden. Die Lehrperson kann dabei den Fortschritt der Klasse auf ihrem Bildschirm mitverfolgen und bei Problemen per Fernsteuerung helfend eingreifen. Wenn ein Schüler eine besonders interessante Lösung gefunden hat, kann der Bildschirm eines Schülercomputers der ganzen Klasse gezeigt werden. Der Schüler betätigt sich daher als virtueller Lehrer. Die Lehrperson kann während der Übungsphase einzelnen Schülern oder der ganzen Klasse das Surfen auf dem Internet erlauben. Nach dem Abschluss der Übungsphase kann die Lehrperson Arbeitsblätter über das Netzwerk an alle verteilen. Das Einsammeln der Dateien kann dabei automatisch erfolgen. Bei Schwierigkeiten können die Schüler über eine Chatfunktion Fragen stellen, ohne dabei die ganze Klasse abzulenken.
Siehe auch
Weblinks
- Pädagogisches Netzwerk
- e-Didaktik Konzept der Uni Wien
- Handreichung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich „Erfolgreich unterrichten mit Medien und ICT“
- Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung
- LearnGIS! - GIS an der Universität Kiel - In Schule, Studium und Beruf
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