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Dritte Teilung Polens

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Die Dritte Teilung Polens (Dritte Polnische Teilung) erfolgte am 3. Januar 1795 mit dem Traktat zwischen Russland, Österreich und Preußen.

Die Teilungen Polens waren sowohl durch innere Krisen der polnischen Adelsrepublik als auch durch Expansionsgelüste der Nachbarmächte ausgelöst worden. Der misslungene Aufstand von 1794 unter Tadeusz Kościuszko bot den Anlass, den Reststaat vollends zu liquidieren.

Am 3. Januar 1795 schlossen zunächst nur Österreich und Russland den dritten Teilungsvertrag, Preußen trat ihm jedoch am 24. Oktober bei. Der polnische König Stanislaw August Poniatowski arrangierte sich abermals mit den Teilungsmächten, für den Thronverzicht erhielt er ein Gnadengehalt. Die Abdankung erfolgte am 25. November 1795. Damit war das Ende des polnischen Königtums gekommen.

Als Ergebnis der Teilung erhielt Preußen Nordmasowien mit Warschau, Ciechanów und Pultusk, Podlasien und einen Teil von Litauen südlich der Memel (jetzt Neuostpreußen). Darüber hinaus wurde das Königreich der Hohenzollern um die Gebiete Südpreußen und Neuschlesien mit Tschenstochau erweitert. Vor allem wurde Preußen auch Warschau überlassen, welches die anderen Mächte wegen dessen Aufsässigkeit nicht haben wollen. Schließlich umfasste das durch Preußen in Besitz genommene Land 148.000 km² (20 % des Landes) mit 2,7 Mio. Polen und Deutschen (23 % der Bevölkerung).

Russland erhielt die Gebiete östlich von Bug und Njemen (Memel), also Kurland und Litauen. Das Zarenreich bekam nun gänzlich die ruthenisch-ukrainischen Teile Polens (62 % des Landes und 45 % der Bevölkerung). Österreich bekam als Kompensation für das an Frankreich verlorene Belgien Westgalizien als Hauptteil Kleinpolens (18 % des Landes und 32 % der Bevölkerung). Darunter waren die wichtigen Städte Krakau, Sandomir, Lublin und Radom.

In einem Zusatzvertrag vereinbarten die drei Teilungsmächte 1797, den Namen "Polen" gänzlich abzuschaffen. Damit verschwand der Name Polen von der Landkarte. Damit wurde jedoch nicht die polnische Nation ausgelöscht. Die Polen fanden sich nicht mit der fehlenden Eigenstaatlichkeit ab, wie das bald entstandene Kampflied "Noch ist Polen nicht verloren" verrät. Als Dabrowski-Marsch wird es 1830 sogar Polens Nationalhymne.

Literatur

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