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Stieglitz
Aus Fotonexus.
| Stieglitz | ||||||||||||
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| Bild:De Stieglitz lat Carduelis carduelis.jpg Stieglitz (Carduelis carduelis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Carduelis carduelis | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Stieglitz (von poln. Szczygieł) (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, ist eine Art der Familie der Finken. Er ist fast überall in Europa sowie in weiten Regionen Asiens verbreitet und in seinem Bestand nicht gefährdet. In westlicheren, milderen Regionen seines Verbreitungsgebietes ist er ein Standvogel, während er in Regionen mit strengeren Wintern auch in wärmere Gegenden migriert.
Inhaltsverzeichnis |
Erscheinungsbild
Der auffällig bunt gefärbte Stieglitz hat eine karminrote Stirn und Kehle, die Wangen sind weiß, der Scheitel und der Nacken schwarz, der Rücken ist lichtbraun, die Schultern sind gelb. Er hat einen besonders langen Schnabel, wobei der Schnabel des Männchens um knapp neun Prozent länger ist als der des Weibchens. Der Stieglitz hüpft ungeschickt, ist jedoch ein Kletterakrobat. Häufig kann man ihn beobachten, wie er mit großem Klettertalent an Disteln oder auch Sonnenblumen herumturnt, um an die von ihm bevorzugten Samen zu gelangen.
Der Stieglitz fliegt leicht und wellenförmig und sitzt gerne auf erhöhter Warte, von wo man seinen lauten und angenehmen Gesang hören kann.
Fortpflanzung
Er ist ein häufiger Brutvogel in offenen, baumreichen Landschaften, Dorfgärten, Obstplantagen und Streuobstwiesen. Er brütet zweimal im Jahr, das erste Mal im Mai. Sein Nest ist ein dickwandiger Napf aus feinen Stängeln, Halmen, Wurzeln, Moos und Flechten. Es ist bevorzugt auf den Astenden hoch in den Baumkronen zu finden. Das Gelege besteht aus fünf bis sechs weißlichen Eiern mit feinen roten Flecken, die 12 bis 13 Tage vom Weibchen bebrütet werden. Die Jungvögel werden anschließend etwa 14 Tage von beiden Elternvögeln gefüttert. Die Nahrung besteht aus Sämereien und zwar besonders Distelsamen, sowie Insekten. Aufgrund seiner Vorliebe für Disteln war er früher – als genügend Brachflächen noch distelgesäumt waren – auch in den Städten zu finden. Heute ist er in Städten nur noch ein selten zu beobachtender Vogel.
Der Stieglitz in der Sage
Die auffällige Färbung des Stieglitzes erklärte man sich folgendermaßen: Als Gott allen Vögeln ihre Farben gab, blieb der Stieglitz bescheiden in der hintersten Ecke sitzen. Als er schließlich als Letzter zu Gott kam, hatte dieser keine Farbe mehr. Da suchte Gott aus jedem Topf noch einen kleinen Tupfer: So kamen der rote Schnabelgrund, der schwarze Scheitel, die schwarzen Flügel und der Schwanz zustande, die gelbe Binde über den Flügeln, die weißen Tupfen an Kopf, Flügeln und Schwanz, der lichtbraune Rücken und die gelbweiße Unterseite.
Der Stieglitz in der Kunst
Der Stieglitz taucht sehr häufig auf mittelalterlichen Malereien und frühen Gemälden der Neuzeit auf. Er ist Begleitvogel auf vielen Madonnenbildern, man findet ihn aber auch auf Passionsbildern, er schmückt Kinderporträts und Wandgobelins. Der Grund dafür ist zum einen darin zu finden, dass man ihn schon früh wegen seines bunten Gefieders in Käfigen und Volieren hielt und er damit für die Künstler ein leicht abzubildendes Objekt war. Zum anderen stellte man über die Vorliebe des Stieglitzes zu Disteln (Dornen) einen Bezug zum Opfertod Jesu Christi her, den der Stieglitz dann auf den Bildern symbolisierte.
Literatur
- Claus-Peter Lieckfeld, Veronika Straaß; Mythos Vogel, München 2002
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Stieglitz – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Carduelis carduelis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: BirdLife International, 2004. Version vom 12. Mai 2006
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