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Digitale Kamerarückwand
Aus Fotonexus.
Digitale Kamerarückteile enthalten Bildsensoren zur digitalen Bildaufzeichnung, sie werden an der Rückseite von Analogkameras angebracht und ermöglichen so digitales Fotografieren mit diesen. Sie sind vor allem im Bereich der Mittelformat- und Großformatkameras verbreitet. Bei den Mittelformatkameras wird das Rückteil anstatt der Rollfilmkassette angebracht.
Hersteller dieser Rückteile sind unter anderem die Firmen Hasselblad, Imacon, Leica, Leaf, Eyelike/Jenoptik, Phase One und Sinar.
Das erste derartige Digitalrückteil für eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera stellte Minolta Mitte der 80er Jahre für die Minolta 9000 vor. Mit diesem sogenannten Still Video Back-Verfahren hielt die Digitaltechnik Einzug in die Fotografie.
Der Vorteil von Rückwänden besteht für die Fotografen darin, dass sie ihre alten, meist sehr teuren Kameras und ihr Zubehör weiterbenutzen können, also nicht ein weiteres Kameragehäuse kaufen müssen.
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Bauarten von Bildsensoren
Digitale Kamerarückteile werden in 2 unterschiedlichen Bauarten angeboten:
Scan-Rückteile
Nach dem Scanprinzip werden die Bildpunkte nicht gleichzeitig, sondern zeilenweise nacheinander erfasst. Dadurch ergeben sich - abhängig von der Auflösung - Erfassungszeiten von etwa 40 Sekunden bis über 4 Minuten. Es werden gegenwärtig Rückteile angeboten, die eine Auflösung von über 14.000 x 17.000 Pixel (über 250 Millionen Pixel ohne Interpolation) erreichen. Aus dem Scanprinzip leitet sich der eingeschränkte Einsatzbereich in der Profifotografie für Repros und Stillleben ab. Vereinzelt finden sich auch Anwendungen in der Landschaftsfotografie. Die lange Belichtungszeit ergibt sich aus der sequentiellen Belichtung jeder Zeile des Bildes.
Eine Weiterentwicklung, die 2007 von der Fa. Seitz unter Mitarbeit des Sensorherstellers DALSA zur Marktreife gebracht wurde, erlaubt kürzere Beleichtungzeiten (ab etwa einer Sekunde). Hiermit sind auch Aufnahmen von bewegten Szenen möglich. Um genügend Licht zu erfassen, wird bei diesen Kameras ein spezielles Verfahren angewendet. Das zugrundeliegende Prinzip ist die Verwendung mehrerer, direkt nebeneinder angeordneter Scanzeilen auf einen Chip. Während der Sensor mechanisch das Bild abfährt werden synchron zum Bild der Inhalt einer Scanzeile elektronisch zur nächsten verschoben, so dass insgesam mehr Licht erfasst bzw. die Belichtungzeit verkürzt werden kann.
Chip-Rückteile
Wie in handelsüblichen Digitalkameras wird ein CCD- oder CMOS-Chip eingesetzt, allerdings hat dieser eine größere Fläche und eine höhere Pixelanzahl. Gegenwärtig markieren Chiprückteile mit 39 Millionen Pixel den technischen Stand. Mit der Verfügbarkeit hochauflösender Chiprückteile scheint sich der Trend zur digitalen Bilderfassung auch bei Profis der Landschaftsfotografie durchzusetzen.
Große Datenmengen
Bei Auflösungen von 20 Millionen bis über 250 Millionen Pixeln und entsprechend großen Bildverarbeitungssensoren kostet eine Rückwand oft über 20.000 Euro, daher werden sie fast ausschließlich von Profifotografen genutzt. Durch die hohe Anzahl der aufgezeichneten Pixel besteht ein großer Platzbedarf beim Speichern, die Dateigrößen können bis zu 1500 MB für ein Bild erreichen.
In Studios besteht die Möglichkeit, die Kamera direkt an einen PC anzuschließen, so dass es keine Probleme mit der Speicherung der großen Datenmengen gibt, viele Kameras können direkt über den PC gesteuert werden, das Bild ist dann zur Kontrolle direkt auf dem Monitor verfügbar.
Siehe auch
Weblinks
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