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Diego Rivera
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Diego María Rivera (* 8. Dezember 1886 in Guanajuato, † 24. November 1957 in Mexiko-Stadt) war ein bedeutender mexikanischer Maler.
Leben
Rivera studierte zwischen 1898 und 1906 an der Nationalen Hochschule der Schönen Künste in Mexiko-Stadt, wo ihm bereits als Student verschiedene Preise verliehen wurden. 1907 reiste er mit einem Stipendium des Gouverneurs von Veracruz nach Europa und arbeitete unter anderem bei Eduardo Chicharro in Madrid. Aus dieser Phase sind eine Anzahl von Studien und Übergangsarbeiten erhalten, in denen er mit den Stilen verschiedener europäischer Maler experimentierte. Er entwickelte auf Grundlage dieser Studien einen eigenen Malstil, der sich an die eben erwachenden Stilrichtung des Kubismus anlehnte. In diesen frühen Bildern, die er hauptsächlich während seiner Zeit im Montparnasse in Paris schuf, zeigte er bereits seine große technische Begabung und seinen Hang zu gesellschaftlichen Themen. Während er in Europa lebte und noch mit der Malerin Angelina Beloff verheiratet war, hatte er ein Verhältnis mit der russischen Malerin Marie Vorobieff-Stebelska (Marevna), die als erste weibliche Vertreterin des Kubismus angesehen wird. Sie gebar am 13. November 1909 die gemeinsame Tochter Marika Rivera, die später als Filmschauspielerin einige Bekanntheit erreichte. 1917, im Jahr der Oktoberrevolution, brach Rivera mit dem Stil des Kubismus und auch der Leinwandmalerei. Bevor er 1921 nach Mexiko zurückkehrte, bereiste er Italien und studierte die Kunst der Freskenmalerei.
Weltruhm erlangte Rivera mit seinen unverkennbaren Murales, Wandmalereien mit politischen Motiven, die er ab 1922 hauptsächlich in Mexiko und den Vereinigten Staaten erstellte. Als er im selben Jahr mit seinem ersten großformatigen Wandgemälde Schöpfung begann, bereitete er damit auch den Weg für die Entwicklung der Freskenmalerei zu einer der führenden Kunstformen des 20. Jahrhunderts. Zeitgleich war er Mitbegründer der Gewerkschaft der Revolutionären Maler, Bildhauer und grafischen Künstler und schloss sich der Kommunistischen Partei Mexikos an, von der er 1929 jedoch unter anderem wegen Differenzen hinsichtlich der Darstellung Josef Stalins in einem seiner Wandgemälde wieder ausgeschlossen wurde. Ähnlich starrköpfig zeigte er sich 1933 bei der Arbeit an einem Monumentalbild im Rockefeller Center in New York City, welches er im Auftrag John D. Rockefellers ausführen sollte. Als er sich weigerte, ein Portrait Lenins wieder zu entfernen, wurde die Arbeit im Auftrag Rockefellers vollständig zerstört. Trotz seines Parteiausschlusses war Rivera bis zu seinem Tod überzeugter Kommunist und maßgeblich daran beteiligt, Leo Trotzki, einem Widersacher Stalins, ein Visum für Mexiko und eine Unterkunft zu besorgen. 1938 erarbeitete er mit Trotzki und André Breton das Manifest für eine unabhängige revolutionäre Kunst, in dem der mutmaßliche Zusammenhang zwischen authentischer Kunst und der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse verschriftlicht wurde.
Gegen Ende seines Lebens wandte sich Rivera wieder der Leinwandmalerei zu. In vielen seiner Bilder dieser Zeit verarbeitete er die Folgen von politischen und persönlichen Enttäuschungen und Schicksalsschlägen. Hierzu gehörte auch seine Ehe mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo, die er 1929 geheiratet hatte. Die Jahre ihrer Ehe waren geprägt von Kahlos schwerer Krankheit, beiderseitiger Untreue und dramatischen Eifersuchtsszenen, bis sie sich 1939 von ihm scheiden ließ. Trotz Scheidung blieben beide eng miteinander verbunden und heirateten im Dezember 1940 erneut. Fortan widmet er sich vorrangig Kahlo, deren körperliche Verfassung sich zunehmend verschlechterte. 1954 starb die 21 Jahre jüngere Kahlo und nur drei Jahre später Rivera.
Werke (Auswahl)
- 1913 „Der Viadukt“
- 1918 „Der Mathematiker“
- 1927 „Die befreite Erde“
- 1927 „Die Revolution wird Früchte tragen“
- 1928 „Zuckerrohrernte“ (1923–1928)
- 1935 "Die Konquista und die Helden der Revolution (1929–1935)
- 1939 „Tänzerin in Ruhe“
- 1945 „Das große Tenochtitlán“
- 1947 „Sonntagsträumerei in der Alameda“
- 1949 „Selbstbildnis“
- 1951 „Blumenhändlerin“
- 1951 „Fresko im Lermabassin“
- 1953 „Cantinflas gibt die Theatereinnahmen von reichen Leuten den armen Indios“
- 1954 „Die Medizin im alten Mexiko“
- 1957 „Natursteinmosaik in der Pyramide im Pedregal“
Weblinks
- Literatur von und über Diego Rivera im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
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- Virtuelles Museum über Diego Rivera
- Kurzbiografie über Diego Rivera mit vielen Bildern
- Freunde vom Montparnasse, gemalt von Marie Vorobieff-Stebelska (Marevna) in 1962, darstellend ganz links sie selbst, Diego Rivera und beider Tochter Marika, und rechts von ihnen ihre gemeinsamen Freunde vom Montparnasse, nämlich (oben von links nach rechts:) Ilja Ehrenburg, Chaim Soutine, Amedeo Modigliani und seine Frau Jeanne Hébuterne, Max Jacob, Gallery Inhaber Leopold Zborowski, und (unten rechts:) Moise Kisling.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rivera, Diego |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1886 |
| STERBEDATUM | 24. November 1957 |
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