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Die 120 Tage von Sodom (Film)
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die 120 Tage von Sodom |
| Originaltitel: | Salò o le 120 giornate di Sodoma |
| Produktionsland: | Italien |
| Erscheinungsjahr: | 1975 |
| Länge (PAL-DVD): | 117 Minuten |
| Originalsprache: | Italienisch |
| Altersfreigabe: | FSK 18 (Indiziert) |
| Stab | |
| Regie: | Pier Paolo Pasolini Randy Barbato |
| Drehbuch: | Pier Paolo Pasolini Sergio Citti |
| Produktion: | Alberto Grimaldi für PEA (Rom)/Les Productions Artistes Associés (Paris) |
| Musik: | Ennio Morricone |
| Kamera: | Tonino Delli Colli |
| Schnitt: | Nino Baragli Tatiana Casini Morigi Enzo Ocone |
| Besetzung | |
| |
Die 120 Tage von Sodom ist ein Spielfilm des italienischen Regisseurs Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1975. Der Film basiert auf dem Buch Die 120 Tage von Sodom des Marquis de Sade.
Der Film ist in der „Italienischen Sozialrepublik“, der sogenannten Republik von Salò, angesiedelt, einem faschistischen Marionettenstaat im von Nazideutschland besetzten Norditalien. Vertreter des untergehenden Regimes, die als moralisch und sexuell verkommen beschrieben werden, setzen Angehörige des Widerstands mit Waffengewalt in einem Anwesen gefangen. Die Behandlung der Gefangenen steigt in Extreme an, so bekommen sie Kot zu essen und werden wie Tiere an der Leine geführt. Am Ende werden sie von den Schergen der Faschisten brutal ermordet oder gefoltert.
In der Erzählstruktur lehnte sich Pasolini an Dantes Inferno an: Der Film ist in drei Segmente geteilt, die Höllenkreise der Leidenschaft, der Scheiße und des Blutes, von denen aus Parallelen zur Vorhölle der Göttlichen Komödie gezogen werden können.
Der Film gilt bis heute als eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte. Wegen seiner offenen Darstellung von Vergewaltigung, Folter und Mord wurde der Film in vielen Ländern verboten. In Deutschland kam erst 2003, 28 Jahre nach der Entstehung des Films, eine ungekürzte Fassung in die Kinos. In Australien ist der Film bis heute verboten.
Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
In der Schweiz wurde dem Zürcher Kino Xenix polizeilich untersagt, den Film am 11. Februar 2007 in der Sankt-Jakob-Kirche in Zürich zu zeigen. Dafür fand eine Podiumsdiskussion statt. Christliche Bürgerinitiativen aus Deutschland und Österreich haben eine Strafanzeige gegen die Programmverantwortlichen des Kinos eingereicht. [1] Dieses Verbot wurde nach Gesprächen und Durchsicht ausländischer Gerichtsurteile wieder rückgängig gemacht; und die Polizei erklärte, den „künstlerischen Wert offenbar zu wenig gewürdigt“ zu haben.[2]
Quellen
- ↑ Tagesanzeiger: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/718720.html Strafanzeige gegen Xenix
- ↑ Tagesanzeiger: http://tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/719692.html Pasolini-Film darf gezeigt werden
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Literatur
- Stiglegger, Markus: Sadiconazista. Faschismus und Sexualität im Film Gardez! Verlag , 2000 ISBN 3897960095
- Marcus Stiglegger: Sadiconazista – Stereotypisierung des Holocaust im Exploitationkino, unter ikonenmagazin.de
- Theweleit, Klaus: Deutschlandfilme. Godard - Hitchcock - Pasolini. Filmdenken und Gewalt, Stroemfeld Verlag, Frankfurt/a.M. 2003 ISBN 9783878778271
Weblinks
- Die 120 Tage von Sodom in der Internet Movie Database
- Die 120 Tage von Sodom in der Online-Filmdatenbank
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- Informationsseite zur DVD-Ausgabe des BFI (British Film Institute)
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