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Diabas
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Als Diabas bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch geologische alte, meist variszische, anchimetamorphe, vergrünte Ergussgesteine ursprünglich tholeiit-basaltischer Zusammensetzung. Diabas wird wegen seiner Farbe auch „Grünstein“ genannt.
Große und ertragreiche Steinbruchbetriebe, die insgesamt bis zu 650 Beschäftigten Arbeit und Brot gaben, wurden seit Beginn des 20. Jahrhunderts im Gebiet an der Ost-Grenze des ehemaligen Dill-Kreises und insbesondere im anschließenden ehemaligen Kreis Biedenkopf (Hessisches Hinterland) in Mittelhessen betrieben. Dieser dort gefundene Paläopikrit-Diabas, auch „Hinterländer Grünstein“ genannt, ist ein unterbasischer Typ des unterkarbonischen Magmatismus. Nicht durch Übergänge mit den basischen Diabasen und Olivindiabasen verbunden und liegt intrusiv in devonischen Gesteinen. Charakteristisch ist seine schwarzbraune, unregelmäßige genarbte Verwitterungsrinde (Farbe des frischen Gesteins: schwarzgrün). Die Flammung oder Zeichnung wird durch Anreicherung von Plagioklasen (Kalkalkalifeldspäten) bewirkt, die in diesen Partien bis zu 54% betragen kann. Das Vergrünen durch Anchimetamorphose (Vorstufe zur Metamorphose) geht auf die Bildung von Chlorit aus Augit, Epidotbildung in den Feldspäten und sekundäre Hornblendenbildung aus den Augiten zurück. Aus Plagioklas bildet sich außerdem Calcit.
Minearologische Zusammensetzung:
- 49% Olivin (der zum großen Teil in Serpentin umgewandelt ist)
- 36% Augit ( der zum Teil in Chlorit umgewandelt ist)
- 10% Plagioklas (Kalkalkalifeldspat) mit hohem Calziun Anteil (Anorthit-Komponente 88%)
- 5% Picotit (Eisenchromspinell), Apatit, Granat, Kupferkies und Pentlandit (Ni-Erz)
Diabase sind dicht bis mittelkörnig. Durch Feldspateinsprenglinge erhält das Gestein bisweilen ein porphyrisches Gefüge. Grobkörnige Varietäten haben häufig ein charakteristisches Gefüge aus sperrig angeordneten Feldspatleisten, das als ophitisches oder intersertales Gefüge bezeichnet wird. Diabastuffe, die häufig schiefrig entwickelt sind, bilden den Hauptteil der „Schalsteine“ des Devons der deutschen Mittelgebirge. In der älteren Literatur und im Volksmund wird die Bezeichnung „Grünstein“ häufig für Diabase verwendet. Diabase und Melaphyre werden zusammengefasst als Paläobasalte bezeichnet.
Diabas wurde bereits in der Steinzeit zu Werkzeugen wie Äxten, Beilen, Klingen, Bohrern oder Schabern verarbeitet.
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