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Devolutionskrieg

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Ludwig XIV. im Devolutionskrieg

Der Devolutionskrieg (v. devolution Heimfall, Rückübertragung) von 1667 bis 1668 war ein Krieg zwischen Spanien und Frankreich, bei dem Ludwig XIV. Teile der Spanischen Niederlande für Frankreich beanspruchte. Der Devolutionskrieg wurde 1668 mit dem Ersten Aachener Frieden beendet. Er wird auch als erster Reunionskrieg bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Name

Seinen Namen hat der Devolutionskrieg von dem in einigen niederländischen Provinzen gebräuchlichen Recht der Devolution: Nach dem Tod eines Erblassers verfiel alles Bewegliche an den Ehegatten, über die Immobilien (also Land und Hausbesitz) konnte nur mit dem Einverständnis der Kinder verfügt werden (das so genannte Verfangenheitsrecht).

Vorgeschichte

Als der spanische König Philipp IV. am 17. September 1665 verstarb, wurde sein kränklicher Sohn Karl II. zum König gekrönt. Da Karl II. durch die jahrhundertelange Inzucht zwischen den Königshäusern Degenerationserscheinungen aufwies, nahm man an, dass dieser keine Nachkommen zeugen konnte und damit die spanischen Habsburger aussterben würden. Obwohl Karls Vater Philipp im Testament seine Tochter Marie-Thérèse als nicht erbberechtigt einsetzt hat, verlangte der mit Marie-Thérèse verheiratete Ludwig XIV. trotzdem im Namen seiner Frau die spanischen Niederlande, Teile der Freigrafschaft Burgund und Luxemburg. Ludwig XIV. verwies zur Rechtfertigung auf die Ungültigkeit der Vertragsklauseln im Pyrenäenfrieden, womit die französische Königin weiterhin eine erbberechtigte Tochter blieb. Als dies von Karl II. abgelehnt wurde, rüstete Ludwig XIV. zum Krieg. 1667 marschierten 70.000 französische Soldaten größtenteils ohne große Gegenwehr in den spanischen Niederlande ein. Spanien hatte aufgrund des Krieges mit Portugal keine Mittel dem Angriff entgegen zu treten und konnte auch keinen Bündnispartner dafür finden. England befand sich gerade in einem Seekrieg mit dem mit Frankreich verbündeten Holland und der Kaiser war an die Neutralitätsvereinbarung der Reichsfürsten gebunden, welche die Fürsten zuvor mit dem französischen König ausgehandelt hatten. Ludwig XIV. musste sehr siegesgewiss gewesen sein, denn er nahm mit seinem ganzen Hofe an diesem Krieg teil. Als Frankreich die spanischen Niederlande und die Freigrafschaft Burgund besetzte, fühlte sich Holland von der Expansionspolitik des französischen Königs bedroht und schloss am 23. Januar 1668 mit England und Schweden ein antifranzösisches Bündnis.

Kriegsverlauf

Der junge Ludwig nahm mit dem ganzen Hofe am Krieg teil. Charleroi, Tournai, Douay, Oudenaarde und schließlich auch Lille wurden nach geringem Widerstand eingenommen. Brüssel und Dendermonde konnten sich jedoch halten.

Im Januar 1668 schlossen sich Holland, England und Schweden zur so genannten Tripelallianz zusammen, um den französischen Eroberungen Einhalt zu gewähren. Man bot einen Status Quo an, bei dem Frankreich also seine eroberten Gebiete behalten, jedoch keine weiteren hinzufügen sollte. Spanien zögerte noch, in diesen Vorschlag einzuwilligen. Im Februar verstärkte Ludwig deshalb den Druck, in dem er die Franche-Comté einnahm und die Forderung der Tripelallianz 2. Mai 1668 annahm.

Aachener Friedensschluss - Erster Aachener Friede

Auf einem Kongress in Aachen, der von April bis 2. Mai 1668 stattfand, verständigte man sich mit den Spaniern auf einen Friedensschluss, der die Vorschläge der Tripelallianz beinhaltete.

Weblinks

Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten

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