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Datenverarbeitung
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Als Datenverarbeitung bezeichnet man die zielgerichtete Transformation von im allgemeinen großen Nummern von Datenmengen durch Menschen und/oder Maschinen nach einem vorgegebenen Verfahren.
Schon seit längerer Zeit gibt es die manuelle Verarbeitung von Daten durch Menschen, wie z. B. Stifte, Knoten, Muscheln, Stöcke etc. − mit Kopf oder Notizblock rechneten schon die alten Römer. Die Automatisierung der Datenverarbeitung fand zunächst durch die mechanische Datenverarbeitung z. B. mittels Lochkarte statt. Der mechanischen Datenverarbeitung folgte die elektromechanische (z. B. mit elektrischen Registrierkasse und/oder Schreibmaschine). Danach folgte die elektronische Datenverarbeitung (EDV) mit Computer, PC, Laptop, usw. Diese ist für den Technologieschub des 20. Jahrhunderts maßgeblich mit verantwortlich. In diesem Zusammenhang befasst sich die Informatik mit der systematischen Verarbeitung von Daten mit Hilfe von jeder Art von Rechenanlagen. Hierbei findet eine Berechnung von Daten durch deren Verarbeitung mittels Programmen statt.
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Datenverarbeitung durch den Menschen
Systematische Datenverarbeitung ist notwendig, seitdem es Organisationen gibt (im Handel, beim Lagern, Buch führen usw.) oder Strukturen existieren (Tempel, Firmen, Steuern). Die ursprünglich für die Datenverarbeitung nötigen Strukturen liegen in den Verwaltungsaufgaben, die schon in vorchristlichen Gesellschaftsformen notwendig waren und u. a. mit zur Entwicklung von Keilschriften, Tontafeln geführt haben. Insbesondere die Entwicklung verschiedener Schrift- und Sprachsysteme, das Schreiber- und Botenwesen sowie Rauch-, Feuer- und Signaltelegraphie hatten dabei als Datenträger hohe Bedeutung für Politik, Militär und Wirtschaft.
Datenverarbeitung durch den Menschen basiert heute zumeist auf der Ausführung bürokratischer Verfahren. Dabei werden Formulare oder andere standardisierte Dokumente in durch Gesetze oder Arbeitsanweisungen vorgeschriebener Weise bearbeitet. Nachteil der menschlichen Datenverarbeitung ist der gegenüber Maschinen geringere Durchsatz. Eine direkte Bearbeitung durch den Menschen ist heute nur noch dort sinnvoll, wo komplexe Entscheidungen getroffen werden müssen oder der Einsatz elektronischer Hilfsmittel nicht möglich ist.
Im weiteren Sinn ermöglicht auch die Malerei Informationsübertragung, -speicherung/-verarbeitung und kann folglich auch als Datenträger interpretiert werden.
Datenverarbeitung durch Maschinen
Wichtige Treiber für die Entwicklung maschineller Datenverarbeitung waren
- die Astronomie, aufgrund der Notwendigkeit, komplizierte Berechnungen durchzuführen
- die Statistik, aufgrund der bei Volkszählungen anfallenden Datenmengen
- die Automatisierung von Produktionsabläufen (z. B. Webstühle), aufgrund der notwendigen Steuerungstechnik
- die Militärtechnik, aufgrund der Notwendigkeit zeitkritischer Berechnungen ballistischer Flugbahnen
Die Inkas haben bereits spezielle Datenverarbeitungsmittel zur Steuerung von Lagermengen etc. benutzt, dieses wird als Quipu bezeichnet.
Pioniere der Datenverarbeitung
Als der Pionier der maschinellen Datenverarbeitung gilt Herman Hollerith, der Lochkarten einsetzte, um die Datenmengen der Volkszählung 1890/1891 in den USA zu bewältigen. Die dafür entwickelte Tabelliermaschine wurde im Laufe der Zeit um weitere Maschinen wie den Lochkartensortierer, den Lochkartenmischer, den Stanzer, den Drucker usw. ergänzt. Schließlich entstand aus dem umfangreichen Absatz dieser Produkte ein großes Firmenimperium, die IBM. Diese Techniken wurden in Firmen und Behörden als Organisationsmittel bis ca. 1980 angewandt.
Als Vater der elektronischen Datenverarbeitung gilt Konrad Zuse, der zunächst elektromechanische Rechenmaschinen in Relaistechnik herstellte. Sein Computer erwies sich im Laufe der Zeit überlegen der Tabelliermaschine. Er konnte flexibler programmiert werden vor allem war er nicht an die Lochkarten gebunden.
Der Computer nutzte insbesondere besser die neuen aufkommenden Medien, wie Magnetband, Floppy Disk, Magnetplatte, heute Festplatte
Techniken der Datenverarbeitung
Grundoperationen der Datenverarbeitung sind nach dem EVA-Prinzip:
- Eingabe
- Verarbeitung
- Ausgabe
Hinzu kommen aufgabenabhängig z.B. das Speichern, Parallelisieren und Sortieren.
Quellen
http://stefan-winterstein.de/papers/hollerith-ibm/
http://www.pattonhq.com/ibm.html
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