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Dahme (Holstein)

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Dahme.gif
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Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Koordinaten: Koordinaten: 54° 13′ N, 11° 5′ O54° 13′ N, 11° 5′ O
Höhe: 1 m ü. NN
Fläche: 9,08 km²
Einwohner: 1163 (29. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23747
Vorwahl: 04364
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenstraße 11
23743 Grömitz
Bürgermeister: Heinrich Plön
Lage der Gemeinde Dahme im Kreis Ostholstein
Bild:Dahme in OH.png
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Die Gemeinde Dahme ist ein Ostseeheilbad im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Bild:Dahme-Ostsee-Herbst-2005.jpg
Ostseestrand Dahme - Dahmeshöved im Herbst

Dahme ist ein Ostsee-Küstenort, der etwa 20 km nordöstlich von Neustadt in Holstein und knapp 15 km (je Luftlinie) südöstlich von Oldenburg in Holstein direkt südlich des östlichen Endes vom Oldenburger Graben liegt. Der Ort befindet sich damit in der idyllischen Landschaft Wagriens am Nordwestrand der Lübecker Bucht zwischen Grube und Kellenhusen. Westlich verläuft die Bundesstraße 501 von Neustadt in Richtung Fehmarn.

Politik

Verwaltung

Dahme gehörte von 1889 bis zu seiner Auflösung im Jahre 2006 zum Amt Grube. Seitdem bildet Dahme mit den Gemeinden Grömitz, Grube und Kellenhusen (Ostsee) eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Grömitz.

Wappen

Blasonierung: „Über blau-silbernen Wellen wachsend in Gold der rote ältere und der rot-silbern-rote jüngere Leuchtturm der Gemeinde nebeneinander.“[1]

Partnergemeinde

Dahme ist seit August 1972 mit Nysted in Dänemark freundschaftlich verbunden. Die Pflasterung des Nystedplatz an der Seebrücke in Dahme ist in Richtung der dänischen Partnergemeinde ausgerichtet.

Wirtschaft

Mit mehr als 60.000 Badegästen und 800.000 Übernachtungen im Jahr ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle für die Gemeinde, die einen mehrere Kilometer langen Sandstrand hat, der über eine Promenade gut zu erreichen ist.

Sehenswürdigkeiten

Bild:Wittenwiewerbargpanorama.jpg
Wittenwiewerbarg, Reste einer Turmhügelburg

Der Wittenwiewerbarg (Weiße-Weiber-Berg) ist der Rest einer Turmhügelburg aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Sie war von einem Graben und einem Wall umgeben. Nur noch ein kleiner Hügel ist davon zu finden.

Bild:Wittenwiewerbargschild.jpg
Wittenwiewerbarg, Infotafel

Der Wittenwiewerbarg steht seit 1974 unter Denkmalschutz.

Leuchtturm Dahmeshöved

Bild:Dahme-Ostsee-Leuchtturm-sommer.jpg
Leuchtturm Dahmeshöved, rechts der Marinebeobachtungsturm von 1939

Der Leuchtturm Dahmeshöved (1878/79 errichtet als achteckiger Ziegelturm, 28,8 m hoch) steht auf halber Strecke zwischen Fehmarn und Travemünde. Zu dem Leuchtturm, der unter Denkmalschutz steht, gehörte eine Luftnebelschallanlage, bzw. ein Nebelhorn. Der Leuchtturm war zu DDR-Zeiten ein wichtiger Navigationspunkt für Menschen, die über die Ostsee aus der DDR fliehen wollten.

Der Leuchtturm kann besichtigt werden und wird als Standesamt genutzt. Das Wohnhaus und einige Nebengebäude werden heute privat genutzt.

Dahmeshöved und der Kalte Krieg

NSG Vansite Dahme

Von 1957 bis 1972 war das amerikanische Militär auf der großen Uferkoppel, schräg gegenüber dem Leuchtturm, zum Schluss mit einer Vansite der NSGA Todendorf vertreten. Hier wurde mit mobilem Gerät unter anderem der sowjetische Übungsplatz auf der Halbinsel Wustrow belauscht. In Dahme ist das wenig bekannt. Aufsehen in der kleinen Ostseeküstengemeinde erregte nur die Beschädigung eines Gartenzaunes bei der Durchfahrt eines großen amerikanischen Trailers in einer engen Kurve. Siehe: Fotos von ~1960. Im Rahmen des Wettlaufs zum Mond sollen NASA-Teams vor Ort gewesen sein.

Fernmeldestelle der Bundesmarine
Bild:Dahme-marine-djh.jpg
ehemalige Marinefernmeldestelle, Bauschild DJH

Wo heute die Jugendherberge steht, befanden sich bis 2004 die Gebäude einer Marinefernmeldestelle der Bundeswehr (Im 2. Weltkrieg existierte hier eine Flugwache). Die Marinefernmeldegruppe 53 wurde Ende 1963 in Dahmeshöved in Betrieb genommen. Nach Auflösung des Marinefernmeldeabschnitts 5 zum 1. Oktober 1967 wurde sie dem Marinefernmeldeabschnitt 1 unterstellt. Hier wurde mit mobilem Radargerät die Ostsee bewacht. Die Marinefernmeldegruppe 53 wurde zum 30. September 1991 aufgelöst. Der ehemalige Standplatz der Radarantennen, eine erhöhte, asphaltierte Fläche, wird nun zukünftig für Ballspiele genutzt.

Persönlichkeiten

In den 1960er Jahren ließ sich Uwe Johnson bei Aufenthalten in einem Sommerhaus in Dahmeshöved für seinen Roman „Jahrestage“ inspirieren.

Prof. Friedrich Dahl und Prof. Gerhard Domagk (Nobelpreis für Medizin 1939, ausgehändigt 1947) wohnten in Dahmeshöved, ebenso z. B. Heinrich Plett (erster Geschäftsführer der Neuen Heimat), Hans Koch von Hans Koch & Sohn und Tyll Necker.

Fledermäuse

Dahme ist der erste offizielle fledermausfreundliche Ort Deutschlands. Über 100 Häuser sind vom NABU Schleswig-Holstein / Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als fledermausfreundliches Haus ausgezeichnet worden. Seit Mai 2006 ist Dahme das Zentrum der ersten offiziellen Fledermausfreundlichen Region Deutschlands. Im Oktober 2006 wurde das Fledermausprojekt mit dem Muna 2006, Preis für den aktiven Umweltschutz von Deutsche Bundesstiftung Umwelt und ZDF ausgezeichnet.

Quellen


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