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Dünkirchen

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Koordinaten: 51° 02′ 18″ N 02° 22′ 39″ W

Dünkirchen
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Region Nord-Pas-de-Calais
Département Nord
Arrondissement Dünkirchen
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Geografische Lage 51° 02′ N 02° 22′ W
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Höhe 4 m
(0 m–17 m)
Fläche 37.34 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(1999)
70.850 Einwohner
1897 Einw./km²
Postleitzahl 59140, 59240, 59640
INSEE-Code 59183
Website www.ville-dunkerque.fr
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Bild:LocatieDuinkerke.PNG
Gemeinde Dünkirchen im Arrondissement Dünkirchen
Bild:Stadhuisduinkerke.jpg
Rathaus von Dünkirchen
Bild:Plage de Dunkerque.jpg
Strand von Dünkirchen

Dünkirchen (französisch amtlich Dunkerque) (niederländisch Duinkerke, englisch Dunkirk) ist eine französische Hafenstadt an der Kanalküste im Département Nord im historischen westflämischen Sprachgebiet Französisch-Flanderns. Die Stadt zählt mehr als 70.000 Einwohner (ca. 200.000 mit den Vorstädten), lebt vom Hafen und großen Industrieansiedlungen und beherbergt eine Universität mit ca. 10.000 Studenten.

Historische Bedeutung erlangte Dünkirchen schon in der Zeit des Königs Ludwig XIV. und dessen Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban, sowie des in dieser Stadt geborenen Korsars Jean Bart. Mittlerweile erinnert der Ortsname an eine der wichtigsten Episoden des Zweiten Weltkrieges. 1940 wurde hier nämlich die British Expeditionary Force (Britisches Expeditionskorps, BEF) und Teile der geschlagenen französischen Armee von den Deutschen eingekesselt. (Siehe Schlacht um Dünkirchen)

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dünkirchen im 7. Jahrhundert als Fischersiedlung. Dank seiner strategisch günstigen Lage am Eingang zum Ärmelkanal entwickelte sich der Ort rasch: 960 wurde eine Stadtmauer, 1233 das erste Rathaus errichtet. Ein wichtiger Wirtschaftszweig Dünkirchens war über Jahrhunderte der Heringsfang und später der Kabeljaufang der Island.

Andererseits weckte die Lage der Stadt seit jeher Begehrlichkeiten. Im Laufe ihrer Geschichte gehörten die „dütsch”-sprachigen (niederfränkische bzw. niederländische Mundart des Niederdeutschen) Bewohner abwechselnd zu Flandern, Burgund, den spanischen und den österreichischen Niederlanden, zu England und nach seinem Verkauf am 17. Oktober 1662 zum französischsprachigen Frankreich. Von da ab wurde es mit starken Festungswerken umgeben. Im 17. und 18. Jahrhundert war Dünkirchen ein Stützpunkt der französischen Korsaren. Im 19. Jahrhundert stieg die Stadt zum drittgrößten Hafen Frankreichs auf.

Bereits im Ersten Weltkrieg war die Stadt Ziel deutscher Bombardements und Offensiven, wie der ersten Flandernschlacht.

Im Zweiten Weltkrieg im Frühjahr 1940 wurde Dünkirchen bei den Kämpfen zwischen der deutschen und der eingekesselten britischen Armee in der Schlacht um Dünkirchen weitgehend zerstört. In der Operation Dynamo schaffte es die britische Marine, den größten Teil der Truppen nach Großbritannien zu retten. Nach der Invasion der Alliierten 1944 wurde Dünkirchen von der Wehrmacht zur Atlantikfestung erklärt, bis zum Kriegsende verteidigt und erst am 9. Mai 1945 von den Alliierten befreit.

Sehenswürdigkeiten

  • Tour du Leughenaer, (nach dem flämischen Wort für Lügner, Turm des Lügners), XV. Jrh.
  • Kapelle Notre-Dame-des-Dunes, XV. Jrh.
  • Eglise Saint-Eloi, fünfschiffige Hallenkirche, XVI. Jrh, neugotische Fassade vom späten XIX. Jrh.
  • Belfried, XV Jrh.
  • Rathausgebäude, Anfang des XX. Jrh.
  • Porte de la Marine (Tor der ehemaligen von Vauban gebauten Stadtbefestigung)
  • Statue des Korsaren Jean Bart, Werk vom Bildhauer David d'Angers, XIX. Jrh.
  • Im Musée des Beaux-Arts erfährt man viele Details über den Rückzug der britischen und französischen Truppen im Jahr 1940.
  • Das L.A.A.C liegt eingebettet in einem Skulpturenpark und beherbergt eine Sammlung zeitgenössischer Kunst

Sport

Seit 1955 findet jeweils anfangs Mai ein bedeutendes Radrennen statt, die Vier Tage von Dünkirchen.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

  • Jean Bart, Korsar aus Flandern in den Diensten Königs Ludwig des XIV.
  • Michiel de Swaen, flämischer Schriftsteller
  • Henri Tresca, Mechanikprofessor, der als Ingenieur am Eiffelturm mitarbeitete.

Sonstiges

Als das Meter noch auf die Maße der Erde zurückgeführt wurde, basierte es auf der Distanz zwischen Dünkirchen und Perpignan. Dies ist annähernd die längste Nord-Süd-Ausdehnung Frankreichs.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Dünkirchen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
ceb:Dunkerquevls:Duunkerke
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