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Dün

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Der Dün, der auch Dünwald genannt wird, ist ein etwa 35 km langer und bis zu 8 km breiter, überwiegend bewaldeter Muschelkalk-Höhenzug in Nordwestthüringen (Deutschland).

Er erstreckt sich in weitem Bogen in etwa von Westen nach Osten und liegt zwischen den Ortschaften Heiligenstadt, Dingelstädt, Leinefelde, Großlohra und Helbedündorf. Die höchste Erhebung befindet mit 522,3 m ü. NN oberhalb von Vollenborn etwa 700 m südwestlich des Keulaer Rondells. Weitere Berge sind der Hockelrain (515,4 m ü. NN) bei Kreuzebra, der 498,2 m hohe Schönberg oberhalb von Rehungen sowie der 493,6 m hohe Heiligenberg bei Beuren. Der Dün grenzt sich im Norden durch einen Steilabhang zu den etwa 200 m tiefer gelegenen Tälern von Leine und Wipper ab. Nach Süden und Südosten geht er allmählich in das Mühlhäuser Becken über, einen Teilbereich des Thüringer Keuperbeckens. Im Westen endet am östlichen Rand des Tales der Geislede. Weniger scharf abgegrenzt wird er im Osten. Der Übergang zur Hainleite, ebenfalls ein Muschelkalk-Höhenzug, ist bei Großlohra und im westlichen Tal der Helbe zu suchen. Der Dün bildet somit einen Teilbereich der nordwestthüringischen Muschelkalkumrahmung des Thüringer Beckens. Der Dün lässt sich unterteilen in den Westlichen Dün zwischen Heiligenstadt und Dingelstädt, den Mittleren Dün zwischen Birkungen, Deuna und Zaunröden sowie dem östlichen Dün zwischen Keula und Großlohra. Größere Waldgebiete mit Eigennamen sind Geisledener und Beurener Wald sowie der Dingelstädter Stadtwald im westlichen Dün, Dünholz, Beberstedter und Hüpstedter Wald im Mittleren Dün sowie Keulaer, Holzthalebener, Niedergebraer und Obergebraer Wald bzw. Mittelwald im Östlichen Dün.

Geologie

Der oberflächennahe geologische Untergrund wird im Bereich des Dün fast ausschließlich von den Kalken und Mergeln sowie tonigen Zwischenlagen des Unteren Muschelkalks gebildet. Der Steilhang des Dün ist als Schichtstufe ausgebildet. Hauptstufenbildner ist der Obere Wellenkalk und im Speziellen die sogenannte Schaumkalkzone, ein Abschnitt des Unteren Muschelkalks. Am Mittelhang stehen die plattigen Wechsellagen des Unteren Wellenkalks an. Der Fuß des Stufenhangs wird von den Roten Schiefertonen und vom Gips des Oberen Buntsandsteins (Röt) gebildet. Dieser sogenannte Rötsockel ist in der Regel meist nicht bewaldet. Die Schaumkalkstufe verläuft fast geradlinig und wird allenfalls durch den Worbiser Graben jäh gestört, eine parallel zum Leinegraben verlaufende Grabenverwerfung, die bei Kallmerode von Norden in den Dün eingreift. Nach Süden und Südwesten schließt sich an die Steilstufe die schwach geneigte Dün-Hochfläche an. In Richtung auf das Thüringer Becken werden die Gesteine des Muschelkalks von Löß überlagert. Unter den Gesteinen von Muschelkalk und Buntsandstein stehen Stein- und Kalisalze des Zechstein an.

Wirtschaft & Tourismus

Wirtschaftliche Nutzung:

  • Forstwirtschaft
  • Kalksteintagebau
  • Zementwerk in Deuna

Sehenswert:

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Koordinaten: 51° 21' 57" , 10° 14' 59" O

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